"Müssen das Denken in Strukturen überwinden"

14. August 2010, 09:24
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Frage, ob Bund oder Länder für Lehrer zuständig sind, ist für Moser nachrangig

Wien - Der Rechnungshof (RH) hat in der Vergangenheit wiederholt die Länder für ihren intransparenten Umgang mit den Bundesmitteln kritisiert, aus denen sie die Landeslehrer finanzieren. In der aktuellen Debatte darüber, ob künftig alle Lehrer Bundes- oder Länderkompetenz werden sollen, will RH-Präsident Josef Moser unterdessen keine Position beziehen. "Wir müssen das Denken in Strukturen überwinden", fordert er. Bevor diskutiert werde, wer welche Aufgabe übernehmen soll, müsse über die Zielsetzungen, Wirkungen und die Hebung der Qualität für Schüler geredet werden.

Ob die Steuerung beim Bund oder den Ländern liegen soll, ist für Moser "die letzte Frage, die zu stellen ist. Wenn man mit dieser Frage anfängt, kommt man nicht mehr zum Kern". Ziel müsse sein, das Geld im Sinne der Schüler effizient einzusetzen.

Ausgaben-, Aufgaben und Finanzierungsverantwortung in einer Hand

Grundlage für ein "zukunftssicheres, wettbewerbsfähiges Bildungssystem in Österreich" wären für Moser "Ausgaben-, Aufgaben und Finanzierungsverantwortung in einer Hand", eine einheitliche Steuerung auf Basis strategischer Bildungsziele, Qualitätssicherung, permanentes Controlling und gleichzeitig mehr Autonomie für die einzelnen Schulen. Es müsse auf jeden Fall eine letztverantwortliche Ebene geben, die festlegt, welche Leistungen mit den Mitteln erbracht werden sollen und die bei Nichterreichung der Ziele Sanktionen verhängt. (APA)

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    Rechnungshof-Präsident Josef Moser fordert unter anderem mehr Autonomie für die Schulen.

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