Rapid lässt Jelavic vor Villa-Matches nicht gehen

17. August 2010, 20:26
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Präsident Edlinger: Wird in beiden Partien eingesetzt - Glasgow Rangers erbost: Sportdirektor erwartet Stürmer in 24 Stunden zu medizinischen Tests

Wien/Glasgow - Der Wechsel von Rapid-Stürmer Nikica Jelavic zum schottischen Fußball-Meister Glasgow Rangers ist zumindest vorerst vom Tisch. Am Montag hatte sich zwar endlich auch der Kroate mit dem schottischen Meister geeinigt, aber nun will Rapid den Stürmer vor den Playoff-Spielen gegen Aston Villa nicht mehr gehen lassen.

Die Hütteldorfer hatten sich zwar am Mittwoch letzter Woche mit den Rangers auf eine Ablösesumme von 4 Millionen Pfund (4,8 Millionen Euro) geeinigt, Sportdirektor Hörtnagl begründet das derzeitige Nein damit, dass ein möglicher Ersatz nicht genügend Zeit habe, um sich für ein so wichtiges Spiel rechtzeitig zu integrieren. Ob nach den Playoff-Spielen ein Wechsel von Jelavic noch möglich ist, ließ der Sportchef offen.

Präsident Rudolf Edlinger bestätigte, dass Jelavic in beiden Playoff-Spielen gegen die Engländer am Donnerstag in Wien und am 26. August in Birmingham eingesetzt werde. "Wir können so einen Schlüsselspieler nicht vor so wichtigen Partien verkaufen. Hier überwiegt ganz klar das sportliche Motiv", sagte er.

Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass die Hütteldorfer ihren Top-Stürmer dennoch im Sommer verlieren. "Er wird jetzt einmal gegen Aston Villa spielen, was danach kommt, kann man noch nicht sagen. Die Transferzeit läuft bis 31. August", erklärte Edlinger.

"Inakzeptabel"

"Wir waren uns mit dem Spieler einig und auch mit Rapid, was die Ablösesumme betrifft. Aber auf einmal hat man es sich anders überlegt, was inakzeptabel ist. Wir erwarten den Spieler in den nächsten 24 Stunden in Glasgow zu medizinischen Tests", wurde Rangers-Generaldirektor Martin Bain am Dienstag auf www.dailyrecord.co.uk zitiert.

Falls Rapid Jelavic im Playoff einsetzt, wäre der Stürmer in der Champions-League-Gruppenphase für die Rangers nicht einsatzberechtigt. In diesem Fall würde sich der schottische Rekordchampion die vier Millionen Pfund (4,87 Mio. Euro) sparen, mutmaßte der "Daily Record". (red/APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Nikica Jelavic zwischen Wien und Glasgow.

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