Solarstrom als Preistreiber

13. August 2010, 19:19
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Strompreis könnte in Deutschland zehn Prozent steigen

Berlin - Stromerzeugen mithilfe der Sonne hat in Deutschland dank attraktiver Einspeisetarife geboomt wie kaum sonst wo. Allein im Vorjahr wurden zwischen bayerischen Alpen und Nordsee rund zehn Mrd. Euro in Fotovoltaikanlagen (PV) gesteckt. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung rechnet wegen des enormen Zuwachses im PV-Bereich mit bis zu zehn Prozent höheren Strompreisen 2011.

Die Solarbranche stellt dies in Abrede. Man verweist darauf, dass die Vergütungszahlungen über den Strompreis zuletzt nur moderat gestiegen sind. Die deutsche Regierung hat die Solar-Entwicklung etwas ungewollt beschleunigt: Wegen der Förderungskürzung - seit Juli um bis zu 13 Prozent und ab Oktober um bis zu 16 Prozent - hat es allein im Juni einen enormen Zuwachs gegeben.

Die Rede ist von Zusatzkapazitäten von bis zu 2000 Megawatt - das wäre fast die Hälfte der gesamten Zunahme von Solarstromkapazitäten im Jahr 2009. Gibt es mehr Solarstrom, steigen auch die zu zahlenden Vergütungen. (dpa, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14./15.8.2010)

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