Afghanistan-Video löst Ermittlungen gegen Soldaten aus

13. August 2010, 16:04
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Sollen zum Spaß leerstehendes Haus gesprengt haben

Warschau - Die polnischen Streitkräfte untersuchen, ob Soldaten in Afghanistan zu ihrem Vergnügen ein leerstehendes Haus in die Luft gesprengt haben. Die Militärpolizei und die Staatsanwaltschaft überprüften ein Video einer Explosion, das derzeit im Internet kursiert, wie Militärvertreter Pjotr Lukasiewicz am Freitag mitteilte.

In dem dreiminütigen Film ist eine Detonation in einer kargen, verlassenen Gegend Afghanistans zu sehen. Im Hintergrund sind Soldaten zu hören, die Witze über das Geschehen reißen. "Den Aufnahmen nach zu urteilen handelt es sich offenbar um ein verlassenes Haus", sagte Lukasiewicz.

Sollte sich herausstellen, dass die Soldaten ohne triftigen Grund ein Privathaus zerstört haben, wäre dies eine Verletzung der Genfer Konvention. Laut dem internationalen Abkommen gilt die unnötige Zerstörung von Zivilbesitz als Kriegsverbrechen. (APA/apn)

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