100 Jahre altes Rezept soll entschlüsselt werden

13. August 2010, 19:16
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Sanftes Auftauen von Ernest Shackletons Kiste gut verlaufen - nun folgt eine genaue Analyse

Wellington - Sechs Monate nach ihrer Bergung aus dem ewigen Eis ist eine über 100 Jahre alte Whiskey-Kiste des britischen Polarforschers Ernest Shackleton feierlich geöffnet worden. Nach monatelanger behutsamer Erwärmung sei das heikle Unterfangen geglückt, teilte am Freitag der Direktor des neuseeländischen Antarctic Heritage Trusts, Nigel Watson, mit. Whiskey-Liebhaber wollen die Rezeptur des historischen Scotch-Vorrats aus der Antarktis entschlüsseln.

Watsons Mitarbeiter restaurieren die im Jahr 1909 von Shackleton verlassene Hütte, in der die eingefrorene Kiste mit elf Scotch-Flaschen der Whiskeymarke Mackinlay vor vier Jahren entdeckt und im Februar geborgen worden war. Der Whiskey, dessen Herstellungsjahr auf 1896 oder 1897 geschätzt wird, war trotz Temperaturen von minus 30 Grad Celsius nicht gefroren. "Als die Jungs sie angehoben haben, haben sie es plätschern gehört", hatte Watson nach der Bergung berichtet.

Jede der elf Flaschen soll nun genau untersucht werden, um zu prüfen, ob der Whiskey für die Nachwelt erneut destilliert und somit erhalten werden kann. Ein Originalrezept dieser speziellen Scotch-Marke gibt es nicht mehr. Sobald die Proben entnommen und dem Besitzer der Marke, der schottischen Firma White & Mackay, zugeschickt worden sind, sollen die elf Flaschen ihre Heimreise an den Ort ihrer Entdeckung antreten - unter die Bodenbretter der in Cape Royds gelegenen Hütte Shackletons unweit der antarktischen Meeresbucht McMurdo-Sund. (APA/apn/red)

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    Scotch on the Rocks, über 100 Jahre alt

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