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Colombo - Ein srilankisches Militärgericht hat den früheren Armeechef und jetzigen Oppositionspolitiker Sarath Fonseka degradiert und ihm alle militärischen Ehren aberkannt. Ihm war eine Einmischung in die Politik während seines Militärdienstes vorgeworfen worden. Fonseka war bei der Präsidentschaftswahl im Jänner gegen Staatsoberhaupt Mahinda Rajapaksa angetreten, verlor aber.
Im Februar wurde er festgenommen, weil er seine politische Karriere bereits vor dem Ausscheiden aus den Streitkräften betrieben haben soll. Seine Unterstützer sehen in dem Vorgehen gegen Fonseka eine Vergeltung der Regierung dafür, den Amtsinhaber herausgefordert zu haben. Fonsekas Anwalt erklärte, er sei noch nicht über das Urteil, das am Freitag von der Regierung bekanntgegeben wurde, unterrichtet worden. Dem früheren Armeechef droht außerdem ein weiteres Verfahren wegen des Vorwurfs der Korruption.
Nachdem Fonseka und Rajapaksa im vergangenen Jahr den 25 Jahre langen Konflikt mit der Separatistengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) gewonnen hatten, wurden sie von der Mehrheit der Srilanker als Helden gefeiert. Doch dann zerstritten sie sich. Fonseka beendete seine militärische Laufbahn und arbeite an einer politischen Karriere. Bei der Parlamentswahl am 8. April errang er eines von sieben Mandaten seiner Partei. Das Parteienbündnis des Präsidenten kam auf die deutliche Mehrheit von 144 Sitzen. (APA/apn)
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