Der Grasberg mit der schönsten Aussicht

    13. August 2010, 17:26
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    Die gemütlichste Runde zum Hundstein, dem angeblich höchsten Grasberg Mitteleuropas

    Der über die Zweitausend-Meter-Marke aufragende Hundstein in den Dientener Schieferalpen und angeblich höchster Grasberg Mitteleuropas, verdankt seine Beliebtheit der jährlich um Jakobi (25. Juli) stattfindenden Meisterschaft im Ranggeln, vor allem aber seiner berühmten Rundsicht, die ihresgleichen weit und breit sucht. Dem Bergwanderer bietet sich ein Blick über die gesamte Tauernkette vom Ankogel über den Großglockner bis zum Großvenediger, über Hochkönig, Leoganger und Loferer Steinberge, Steinernes Meer und bis zum Wilden Kaiser. Zu sehen sind weiters Dachstein, ein Teil des Toten Gebirges und der Berchtesgadener Alpen sowie etliche Gipfel der Kitzbüheler Alpen. Nicht zuletzt beeindruckt der Tiefblick in die Täler, zum Zellersee im Westen und zum malerischen Hundsteinersee im Osten.

    Allerdings, die Wege zu dieser herrlichen Erhebung ziehen sich. Lediglich dreimal in der Woche - mittwochs, freitags und sonntags -, wenn die Abergbahn in Maria Alm in Betrieb ist, ergibt sich eine leichtere Variante für den Anstieg, obgleich auch diese eine gute Kondition erfordert.

    Zum Statzerhaus auf dem höchsten Punkt des Hundsteins führt ein Fahrweg, der zwar für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist, auf dem sich aber zeitweise viele Mountainbiker tummeln. Ab dem Sattel unter dem Langegg muss man sich die Route daher mit den Radlern teilen, die bei der Abfahrt mitunter ein gehöriges Tempo bevorzugen.

    Da man sich zum größten Teil auf freien Almflächen bewegt, daher Sicht nach fast allen Seiten hat, erweist sich die Tour durch die malerische Landschaft als überaus abwechslungsreich und interessant, zumal auch die Pflanzenwelt der Region einiges zu bieten hat. Die vielen Aufstiegshilfen für die Skifahrer stören ein wenig, die Region zählt zu den beliebtesten Wintersportgebieten Österreichs.

    Für die Wanderung braucht man gutes und beständiges Wetter, da in den Kammlagen Gewitter gefährlich werden können.

    Die Route: Auffahrt von Maria Alm mit der Abergbahn. Nach einem kurzen Abstieg in nordwestlicher Richtung folgt man dem rot markierten Arnoweg, der meist auf einem Kamm über die Steinernen Mandeln in den Sattel knapp unterhalb des Langeggs führt. Gehzeit ab Bergstation: knapp zwei Stunden. Auf dem Fahrweg erreicht man in einer weiteren Stunde den Gipfel des Hundsteins mit dem Statzerhaus.

    Zurück auf dem Fahrweg in den Sattel, im kurzen Anstieg gelangt man auf den Gipfel des Langeggs und steigt auf der roten Markierung nach Nordosten ab. Über die Schreineralm geht es - teilweise auf einem Fahrweg - zur Bergstation der im Sommer nicht betriebenen Schwarzeggbahn. Dort hält man sich links und gelangt über die Kröllalm zur Bergstation der Abergbahn. Gehzeit ab Hundstein: 2½ Stunden. (Bernd Orfer/DER STANDARD/Printausgabe/14.08.2010)

    • Gesamtgehzeit: 5½ Stunden, Höhenunterschied: rund 900 Meter. 
Statzerhaus bis Ende Oktober durchgehend geöffnet. Abergbahn bis 3. 
Oktober Mittwoch, Freitag und Sonntag. ÖK25V Blatt 3221-Ost (Rauris), 
Maßstab 1:25.000.
      foto: österreich werbung/himsl

      Gesamtgehzeit: 5½ Stunden, Höhenunterschied: rund 900 Meter. Statzerhaus bis Ende Oktober durchgehend geöffnet. Abergbahn bis 3. Oktober Mittwoch, Freitag und Sonntag. ÖK25V Blatt 3221-Ost (Rauris), Maßstab 1:25.000.

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      grafik: der standard
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