Urlaub als Streitkatalysator

13. August 2010, 12:44
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Die Zeit der Erholung wird von vielen ÖsterreicherInnen für ausgiebige Streitereien genutzt

Wien - Obwohl sich die Österreicher im Urlaub eigentlich vom Stress erholen sollten, tun sie scheinbar lieber streiten. Nach einer aktuellen Umfrage des Humaninstituts geht es für 47 Prozent der Frauen und 56 Prozent der Männer in der Ferienzeit konfliktreich zu. Nur 26 Prozent der Frauen und 14 Prozent der Männer können von einem harmonischen Urlaub berichten. Grund ist die zu hohe Erwartungshaltung.

92 Prozent haben sich den Urlaub anders vorgestellt, für 87 Prozent treffen unterschiedliche Vorstellungen aufeinander. Ein Großteil der 850 Befragten (61 Prozent) ist davon überzeugt, dass die Spannung, die abfallen soll zum Urlaubsstress wird. 32 Prozent flüchten sich vor Alltagsproblemen in den Urlaub.

Hinzu kommt, dass die Bedürfnisse und Erwartungen der beiden Geschlechter völlig auseinanderdriften. Während die Frauen in der freien Zeit am liebsten Gemeinschaft erleben (82 Prozent) und sich selbst verwirklichen wollen (73 Prozent), haben Männer lieber Sex (84 Prozent) und machen Sport (75 Prozent).

Damit der Urlaub doch noch zu einem Erfolg wird, sollten zwischen Partner und Familie die Erwartungen ausreichend kommuniziert werden (90 Prozent sind dieser Meinung). Darüber hinaus sollten sie unausgesprochene Probleme vorher lösen (87 Prozent). Die Österreich sollen sich lieber auf das, was kommt einfach einlassen (69 Prozent) und sich auch über Kleinigkeiten freuen und nicht nur auf das große Ereignis warten (71 Prozent). (APA)

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    Hohe Erwartungen, falsche Vorstellungen, Uneinigkeit: eine explosive Mischung für den Urlaub.

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