Armee rettete 172 Urlauber aus überschwemmter Himalayaregion

13. August 2010, 12:32
posten

Wanderer aus aller Welt treffen weiterhin in Kaschmir ein

Soldaten der indischen Armee haben aus den Überschwemmungsgebieten der Urlauberregion Ladakh in Kaschmir weitere 172 ausländische Touristen in Sicherheit gebracht. Wie ein Armeesprecher mitteilte, hatten sich 162 Urlauber in einem Dorf des betroffenen Gebiets versammelt, zehn weitere hätten in einem nahe gelegenen Dorf Unterschlupf gefunden, bis die Retter eintrafen. "Die indische Armee drang zu ihnen vor und brachte sie in Sicherheit, wo sie mit Essen, Wasser und Medizin versorgt wurden", sagte der Sprecher J. S. Bar.

Behörden versuchen Urlauber zu lokalisieren

August ist Hochsaison für Wanderer in der Himalayaregion Ladakh; den Behörden zufolge befanden sich bis zu 2.000 Ausländer in dem Gebiet, als die Überschwemmungen begannen. Die Regierung von Kaschmir bemüht sich weiterhin, mit Hilfe der betroffenen Botschaften die genaue Zahl und die Aufenthaltsorte der Ausländer zu ermitteln. Durch Überschwemmungen und Erdrutsche nach heftigen Wolkenbrüchen Anfang August waren in Leh und Umgebung mindestens 185 Menschen getötet worden.

Die Naturkatastrophe hat aber die Reisenden aus aller Welt keinesfalls abgeschreckt, wie Vertreter der Behörden in Leh mitteilten. "Mit jedem Flug kommen mehr Leute und sie machen sich umgehend zu ihren Expeditionen auf", sagte Farooq Shah, Chef der Tourismusbehörde von Kaschmir. Die indische Armee hat eine umfangreiche Präsenz in Ladakh, wo der Grenzverlauf zu den Nachbarn China und Pakistan umstritten ist und immer wieder für Spannungen sorgt. (APA/AFP)

Share if you care.