SP-Wien: "Stadtplanung vorbildlich"

18. August 2010, 12:24

Roter Klubchef Lindenmayr: "Gemeindewohnungen sind immer noch sehr leistbar"

"Man hat im letzten Jahrzehnt viele Fehler gemacht", kommentierte die Grüne Sabine Gretner im derStandard.at-Interview die bisherige Wiener Stadtplanungspolitik. Die Wiener SPÖ will das nicht auf sich sitzen lassen. Siegi Lindenmayr, Klubchef der Wiener SPÖ, meint im Gespräch mit derStandard.at: "Gretner outet sich als Gegnerin des U-Bahn-Ausbaus in Wien, als Befürworterin von Wohnsammelgaragen und als völlig ahnungslos, was die tatsächliche Entwicklung des geförderten Wohnbaus in Wien angeht". Die rote Stadtplanung, so Lindenmayr, sei vorbildlich.

Ein paar der von Gretner angesprochenen Punkte und Lindemayrs Kontra:

Verwaiste Gasometer: Es sei eine "goldrichtige Entscheidung" gewesen, dort Wohnungen zu schaffen. Die Geschäfte, in den Gasometern so der SP-Klubchef, würden nur eine erneute "Anlaufphase" brauchen um in Ganz zu kommen.

Windige Fußgängerzonen auf der Donauplatte: "Der Bauträger hat hier bereits Maßnahmen gesetzt, mit Windfängen dürfte das Problem behoben sein".

Zu teurer sozialer Wohnbau: "Das sehe ich überhaupt nicht so. Gerade Gemeindewohnungen sind immer noch sehr leistbar". Natürlich sei es möglich, über die Höhe der Wohnbaustandards zu diskutieren - "Ein Schwimmbad am Dach muss wirklich nicht sein". (az, derStandard.at, 18.8.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 36
1 2
shepherd
00
ja, genau ...

"Es sei eine "goldrichtige Entscheidung" gewesen, dort Wohnungen zu schaffen. Die Geschäfte, in den Gasometern so der SP-Klubchef, würden nur eine erneute "Anlaufphase" brauchen um in Ganz zu kommen."

wenn sich nicht einmal ein sexshop dort hält, was dann?
die einzigen, die sich dort schon länger halten ist der optiker oben und der mc donalds unten ... und die leben sicherlich nicht von den bewohnern der gasometer-wohnungen

good news 08
10
25.8.2010, 15:58
Ahnungslos

Wer nicht erkennen kann, dass die Wiener Stadtplanung "vorbildlich ist", ist ahnungslos. Der Mann hat recht: Als einfacher Bürger kann man das wirklich nicht erkennen, da muss man schon lange studieren.

max ritz
00
24.8.2010, 19:04
nur eine erneute "Anlaufphase" brauchen um in Ganz zu kommen

sollte der 'Ganz' nicht GANG heissen?

Zinnmo
 
02
23.8.2010, 13:52

Seit Gemeindewohnungn unbeschränkt innerhalb der Familie weitergegeben werden dürfen, hat sich das Angebot sehr verringert. Ich habe im Prinzip nichts gegen die Weitergabe, aber warum soll der Akademikerenkel eine sozial gefürderte Wohnung erhalten? Es wäre ihm durchaus zuzumuten, den Marktwert zu zahlen. Warum behält man den billigen Preis, auch wenn man später mehr verdient? Wer es sich leisten kann, soll auch in der Gemeindewohnung normale Preise zahlen. Die Mittel, die dadurch reinkommen, kann man dann in neue Wohnungen stecken.

Erzsébet Lucas
00
25.8.2010, 13:21

1.) Woher hast du das mit den 'Akademikerenkeln'?
Ich kenne niemanden mehr, der eine Gemeindewohnung übernimmt, wenn er sich anderes leisten kann. Ausnahme sind vielleicht die wenigen Riehenhäuser.
2.) Kennst du überhaupt die Mietpreise in den Gemeidebauten?

Stefan Matun
00
20.8.2010, 18:30
nur die abrechnung

mit der neoliberalen firma ista der fernwärme wien ist eine frechheit. ob man heizt oder nicht ist egal, die heizkosten steigen trotzdem.

lenin1
01
19.8.2010, 13:38
Wenn man(n)

...eine Wohnung braucht. Man(n) ist geschieden und Österreicher.....dann bekommt er keine Wohnung.
Bei Wiener wohnen entspann sich folgender Dialog:
"Guten Tag.....blablabla....ich suche eine Wohnung. Ich bin geschieden und muss ausziehen. Auf die Frage wo ich gerne wohnen möchte sagte ich ich wäre gern im 22. Bezirk Zuhause etc.! Ich kam dann auf etwa 5 Bezirke!
Dort gibt es keine Wohnungen war die Antwort! Ich sagte dann vielleicht können sie mir sagen wo etwas frei ist....die Antwort war niederschmetternd. Es gibt keine freien Wohnungen. Meine Frage: ....was überhaupt keine Wohnungen? Antwort....keine Wohnungen. Antwort Danke und auf Wiedersehen.
Nun bin ich besser eingeweiht. Ich weiß jetzt wie es läuft. Wer gut schm...t fährt gut.

Scherberich
 
00
23.8.2010, 10:44
verstehe ich jetzt nicht

wenn sie dringend eine bleibe suchen, bekommen sie auch eine. Dann dürfen sie aber nicht wählerisch sein, das ist logisch.
Und wenn sie Wünsche äußern wollen, dann müssen sie wie alle anderen auch die 3 Jahre Wartezeit akzeptieren.

junjunjun
02
19.8.2010, 23:43
oha ?

in wien stehen doch tausende wohnungen leer.

shepherd
00
und trotzdem fühlt sich die

5PÖ sichtlich bemühsigt, tausende weitere wohnungen zu bauen ... im eh schon überbevölkerten 10. bezirk kommen in den nächsten jahren mehr als 6.000 neue wohnungen hinzu ... weil die angeblich dringend notwendig sind...

wieso sind die im 10. dringend notwendig?
und wieso glauben die roten, dass MEHR menschen weniger grünraum und freizeitmöglichkeiten benötigen .... es soll z.b. der eisring süd weggerissen werden um 342 neue wohnungen stattdessen zu bauen

http://petition2.sos-eisring-sued.at/

junjunjun
03
18.8.2010, 20:13
der mann muss sich ja irgendwie

verteidigen. fehler zugeben: no no.

wenn die spö was größeres bauen lässt, mieft es immer nach nepotismus.

die gretner hat ahnung. und schöne ideen. ich hoffe, dass sie ab herbst ran darf.

Graf Robert von Donnerstag-Dachsenstein
00
19.8.2010, 22:54

Gretner ist eine der Schwächsten.
Und "natürlich antwortet er so" ist eine Killerphrase.

picus
14
18.8.2010, 17:16

In London (Tate modern) oder Paris (Musee d`Orsay) könnte man besichtigen, was man aus alten Industriedenkmälern machen kann.
Was Wien aus den Gasometern gemacht hat, ist ein Verbrechen und einfach nur zum Weinen.

Scherberich
 
10
23.8.2010, 10:48
na dann

wir wissen ja alle, wie toll die lage am wohnungsmarkt ist in paris und london.

Da können sich die Kunstsinnigen einen abhobeln, wenn man ihnen dann irgendein Prestigeprojekt hinbaut. Aber für die Normalsterblichen sind dann andere Gesichtspunkte vielleicht wichtiger.

natoll
02
18.8.2010, 17:13

eine vernünftige stadtplanung an der anzahl der gemeindewohnungen aufzuhängen ist ja schon bezeichnend genug.

FatFaceRicky
013
18.8.2010, 17:03

Der Prater-Platz ist ein Lercherlschas gegen andere Fehlleistungen in der Stadtplanung, nur ein Beispiel von vielen: Wienerberg City, ein neues Hochhausviertel sogut wie ohne öff. Verkehrsanbindung. Eine Gefälligkeits-Widmung, nur damit die Fa. Wienerberger ihre ehemaligen Werksgründe hochprofitabel verwerten kann (und im Übrigen komplett im Widerspruch zum eigenen Stadtentwicklungsplan).

Wer sich für Stadtplanung in Wien interessiert, empfehle ich: Reinhard Seiß, 'Wer baut Wien'. Sehr interessantes Buch, mit vielen Hintergrund-Infos. Dürfte übrigens so ziehmlich jeden Wiener SPÖ-Wähler bekehren.

So eine wie die Gretner wird nie Planungs-Stadrätin, stört nur bei Grundstück-Deals und Widmungen, und schadet der Partei-Kassa.

BraS
 
11
24.8.2010, 16:57

5 Buslinien sind nicht "so gut wie keine ÖV-Anbindung"

Wobei sie natürlich recht haben, und dem Developer zumindest eine Anbindung ans Straßenbahnnetz als Bedingung für die Widmung auferlegt hätte werden sollen.

Araquin
12
18.8.2010, 16:36
"Erde an Lindemayr, Erde an Lindemayr, bitte kommen!"

Gibt's für den geistigen Zustand des Genossen nicht eine lange Bezeichnung aus dem Altgriechischen, nachzulesen im Pschyrembel (medizinisches Worterbuch)?

Vorbildliche Stadtplanung...! Leistbare Gemeindwohnungen...! Die gelungenen Gasometer... (für die Brieftaschen der beteiligten Architekten sicher!)

Der muß auf einem sehr weit entfernten Himmelskörper sitzen.

Kiembeni
212
18.8.2010, 14:58
Gerade die Stadtplanung

als vorbildlich zu bezeichnen ist sehr realitätsfremd. Außer Skandalen (Prater z.B.) und Fehlplanungen (neuer Hauptbahnhof ohne direkte U-Bahnanbindung, vernachlässigen der Öffis - Strassenbahn wird ausgehungert oder durch Busse ersetzt usw.). Dieses Statement kann man nicht mit Parteitreue entschuldigen. Es zeigt die Abgehobenheit der alleinregierenden SPÖ.

Mr. Spock
26
18.8.2010, 15:14

Deshalb ist es sehr wichtig, die Absolute der SPOE zu brechen.

Pro Freistaat Kärnten!
 
20
18.8.2010, 17:26
ja aber stell dir vor,

die blauen reden dann mit,

dann geht alles den bach runter.

Pauli Feuerstein
00
20.8.2010, 11:38
Wenn in Wien alles was nach 45 gebaut wurde

den Bach runter geht, wäre Platz für eine schöne Stadt!

ja aber
14
18.8.2010, 14:55
was fuer ein wien meint der?

in dem wien in dem ich wohne,
- baut/plant jeder bezirkskaiser seinen eigenen spargel um auch ein hochhaus zu haben
- hat der hauptbahnhof nur einen u-bahnanschluss (auf wunsch von bezirkskaisern)
- verhindern die sozis den oeffentlichen verkehr (z.b. der 71er sollte schon seit dem fruehjahr zu einer u-bahn am ring fahren).
- pratervorplatz?
- schwarzenbergplatz (wo bim und autofahrer sich mehrmals taeglich total blockieren)
- autos haben vorrang vor radwegen bzw. oeffentlichen verkehr
- ...

Lionel Hampton
20
18.8.2010, 14:52
Stadtplanung und Straßenbahn - eine Bürgerinitiative

www.buergerstadtwien.at

cannery row
110
18.8.2010, 14:47
"vorbildlich"..

pratervorplatz, die mutter aller verschandelungen inkl. ungereimtheiten bei vergabe und finanzierung, sängerknabenhalle inkl. verschandelung des augartens, fehlender auschreibung, geschäftsverbindung des "gutachers" zur errichtenden firma und kreativer neuinterpretierung des denkmalschutzes (alles für die kinder!), zentralbahnhof ohne ubahn etc.
in diesem licht erscheinen derlei aussagen absolut lächerlich.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 36
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.