Windows Phone 7 braucht "developers, developers!"

13. August 2010, 12:19
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Um am Smartphone-Markt wieder wachsen zu können, ist für Microsoft eine starke Entwickler-Basis wichtig

Wenn die ersten Smartphones mit Windows Phone 7 voraussichtlich im Oktober auf den Markt kommen, wird sich zeigen, ob Microsoft noch einmal die Kurve am Handy-Markt bekommt. Mit Marktateilen von fünf Prozent im zweiten Quartal residiert Windows Mobile nur mehr auf Platz fünf des weltweiten Smartphone-Markts. Mit starken App Stores im Rücken haben iPhone und Android einen großen Vorteil. Ars Technica ist aber überzeugt, dass Windows Phone 7 trotz des späten (Wieder-)Einstiegs noch erfolgreich sein kann. Das Zauberwort lautet: "Developers!"

Microsoft tut viel für Entwickler

Steve Ballmers Auftritt, bei dem er die Wichtigkeit von Entwicklern für das Unternehmen mit einer ekstatischen Klatscheinlage beschworen und dazu "developers, developers" gekreischt hat, ist legendär. Ähnlich hysterische Auftritte legt der Microsoft-CEO mittlerweile nicht mehr aufs Parkett, doch die Bedeutung von Entwicklern für den Konzern ist ungebrochen. Microsoft arbeitet eng mit Entwicklern von Drittsoftware zusammen. Mit Mobile App Match bietet Microsoft Entwicklern beispielsweise die Möglichkeit ihre Apps für Windows Phone 7 vorab zu demonstrieren und Feedback von Nutzern noch vor der Veröffentlichung zu erhalten.

Nachholbedarf

So engagiert Microsoft auch ist, es herrscht noch einiger Nachholbedarf beim Entwicklungsprogramm für Windows Phone 7. So stehen etwa gewisse Elemente des User Interface noch nicht für Drittentwickler zur Verfügung. Auch funktioniert Multitasking noch nicht. Wie der Update-Prozess aussehen wird, ist noch unsicher. Eine Einschränkung ist auch, dass die Programmierung mit Silverlight erfolgt und Microsoft keine nativen Anwendungen erlaubt, weshalb die Firefox-Entwickler bereits angekündigt haben, dass sie den Browser nicht für Windows Phone 7 bereitstellen können.

Auf die Entwickler kommt es an

Obwohl die Goldgräberstimmung vorbei ist, sind iPhone und iPad vorerst noch besser geeignet, um mit Apps Geld zu verdienen. Auch wenn davon nur einige wenig Entwickler profitieren, die Top-Apps anbieten. Auch Android holt stark auf. Da Windows Phone 7 nicht zu Windows Mobile abwärts kompatibel ist, stellt Microsoft die Uhr wieder auf Null. Programmierer haben bei Windows Phone 7 am Anfang die Chance, dass ihre App schneller populär wird, da sie nicht mit hunderttausenden anderen konkurrieren muss. Laut Ars Technica ist das Interesse der Entwickler an Windows Phone 7 beachtlich: die Beta-Version der Facebook-App hätten rund 6.000 Personen installiert. Zum Start werde durchaus eine Reihe solider Apps geben. Ob das reicht, das Interesse der Nutzer und in weiterer Folge das Interesse von noch mehr Entwicklern zu wecken, bleibt abzuwarten. (red)

 

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    Windows Phone 7 braucht Entwickler.

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