Federer bekommt Chance zur Revanche

12. August 2010, 22:05
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Im Viertelfinale von Toronto trifft der Schweizer auf Tomas Berdych

Toronto/Cincinnati - Das topgesetzte Quartett ist beim ATP-Masters-Turnier in Toronto geschlossen ins Viertelfinale vorgestoßen. Der Weltranglistenerste Rafael Nadal erreichte am Donnerstag ebenso die Runde der besten Acht wie seine Verfolger Novak Djokovic, Roger Federer und Titelverteidiger Andy Murray. Besonders Federer sollte vor dem Viertelfinale nun extra motiviert sein: Mit dem Tschechen Tomas Berdych wartet jener Mann, der dem Schweizer in Wimbledon zuletzt eine schmerzliche Niederlage zugefügt hatte.

In zwei Duellen in dieser Saison hat Berdych gegen den ehemaligen Weltranglistenersten ebenso oft die Oberhand behalten. Zuletzt war für Federer, der den Franzosen Michael Llodra 7:6,6:3 besiegte, ausgerechnet im von ihm geliebten Tennis-Mekka in England im Viertelfinale Endstation. "Ich muss zurückblicken und schauen, was gegen ihn nicht geklappt hat", meinte der in Toronto bereits zweimal erfolgreiche Schweizer. Der in Kanada als Nummer sieben gesetzte Berdych hatte im Achtelfinale den Ukrainer Alexandr Dolgopolow in drei Sätzen bezwungen.

Nadal schaltete Aufschlagspezialist Kevin Anderson aus Südafrika 6:2,7:6 aus und trifft nun auf den Deutschen Philipp Kohlschreiber. Djokovic bezwang den Rumänen Victor Hanescu 6:3,6:4, nächster Gegner ist der Franzose Jeremy Chardy. Eine weitaus schwieriger Aufgabe dürfte Murray erwarten. Der Brite bekommt es mit dem Argentinier David Nalbandian zu tun, der seit seinem Comeback im vergangenen Monat elf Partien en suite gewonnen hat. Am Donnerstag hatte der Schwede Robin Söderling das Nachsehen.

Im Doppel war für Jürgen Melzer und Julian Knowle im Achtelfinale Endstation. Melzer verlor mit seinem deutschen Partner Philipp Petzschner gegen die Franzosen Julien Benneteau/Michael Llodra 4:6,3:6. Knowle scheiterte gemeinsam mit dem Israeli Andy Ram gegen Frantisek Cermak/Michal Mertinak (CZE/SVK) im Champions-Tiebreak 7:10.

In Cincinnati kam für die gegen Österreichs Sybille Bammer siegreich gebliebene Caroline Wozniacki im Achtelfinale überraschend das Aus. Die als Nummer zwei gesetzte Dänin verlor gegen die Französin Marion Bartoli 4:6,1:6. Die in der Vorwoche bei ihrem Heim-Turnier in Kopenhagen erfolgreiche Wozniacki beklagte danach ihren engen Terminplan. Bartoli trifft im Viertelfinale nun auf die Russin Maria Scharapowa.

Mit Jelena Jankovic erwischte es in Ohio auch die Topgesetzte. Die Titelverteidigerin aus Serbien musste sich der Qualifikantin Akgul Amanmuradowa 6:7,4:6 geschlagen geben. Die 26-jährige und 1,90 m große Usbekin - 114. der Weltrangliste - bekommt es mit Ana Ivanovic nun mit einer weiteren Serbin zu tun. Jankovic blieb nach der Niederlage nach außen hin gelassen. "Hoffentlich werde ich bei meinem nächsten Turnier (Montreal, Anm.) besser sein. Das ist schließlich meine letzte Vorbereitung auf die US Open." (APA/Reuters)

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    Roger Federer verabschiedet Michael Llodra.

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