Lizenz

Behörde ebnet Weg für zweites bundesweites Privatradio

12. August 2010, 17:59
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    foto: standard/robert newald

    Bundesweit sind 2011 voraussichtlich zwei Privatradios auf Sendung.

2011 kommt Bewegung in den Äther: Nach KroneHit möchte noch ein Radio national werden

Wien - Die Medienbehörde Komm-Austria macht den Weg frei für ein zweites Privatradio mit bundesweiter Lizenz. Bisher war KroneHit der einzige bundesweit aktive Sender. Damit kommt 2011 Bewegung in Österreichs Privatradiomarkt. Als wahrscheinlichster Bewerber gilt branchenintern Radio NRJ.

Das Gesetz erlaubt österreichischen Radiobetreibern erst ab 60 Prozent Reichweite die bundesweite Lizenz. NRJ plant gegenwärtig die Übernahme der Radiosender des SP-kontrollierten steirischen Druckhauses Leykam um Radio Graz 94.2. Der Zusammenschluss ist seit dieser Woche bei der Wettbewerbsbehörde zur Prüfung angemeldet. Derzeit sendet NRJ schon in Wien, Innsbruck, Salzburg und hat sich zudem um neue Lizenzen für Klagenfurt und St. Pölten beworben.

Der Antrag auf die Erteilung einer bundesweiten Zulassung kann bis 25. Februar 2011 gestellt werden. Inhaber bestehender Privatradiolizenzen und -frequenzen auf regionaler Ebene können ihre Zulassungen in eine gemeinsame Kapitalgesellschaft einbringen.

Die Ausschreibung kommt nicht überraschend, die strategischen Aufkäufe von NRJ deuten seit längerem auf den Plan eines österreichweiten Auftritts hin. Die KommAustria sah turnusmäßig die Bewerbung ab Oktober 2010 vor. Dass die Ausschreibung jetzt um drei Monate vorgezogen wird, hat praktische Gründe: "Uns wurde aus dem Markt signalisiert, dass sich Rundfunkveranstalter zu einer Kette zusammenschließen könnten", sagt Behördenchef Michael Ogris auf STANDARD-Anfrage. Bei Zuschlag bekommt KroneHit, das bisher einzige österreichweite Privatradio, Konkurrenz.

KroneHit erhielt seine bundesweite Zulassung nach einer Gesetzesänderung im Jahr 2004. Bis dahin gab es ausschließlich regionale und lokale Privatradiolizenzen. Der "Krone"-Verbund besaß 13 lokale Lizenzen, die es 2004 in eine zehn Jahre gültige bundesweite Lizenz änderte. Die Lizenz von NRJ wäre kommendes Jahr in Wien neu auszuschreiben. Dem greift der Sender damit vor. Laut letztem Radiotest kam NRJ in Wien auf 7,3 Prozent und war nach Arabella zweitstärkstes Privatradio bei Hörern ab zehn Jahren. Die nötigen 60 Prozent Gesamtreichweite schafft der Sender noch nicht. Mit anhaltenden Wellen von Zusammenschlüssen und Übernahmen am Radiomarkt ist in den nächsten Monaten zu rechnen. (Doris Priesching/DER STANDARD, Printausgabe, 13.8.2010)

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10 Postings
Je pense que
00
17.8.2010, 11:31
Wieso NRJ??

Wie wärs mit LongeFM, Superfly oder Stephansdom?? Sind die einzigen drei, die sich abheben!!

ernst thaelmann1
01
13.8.2010, 14:43

wer braucht ein radio, wenn es last.fm gibt?

AndiWand
00
13.8.2010, 13:14
wie langweilig

Österreichisches Radio ist so langweilig, während selbst ehemalige Ostblock-Staaten es begriffen haben, ein weites Spektrum an Musik anzubieten, während bei uns so oder so der Massen-Einheitsbrei läuft. Einzig FM4 und Superfly bzw. noch LoungeFM sind einzigartig, das Soundportal in Graz macht auch noch eine alternative Mischung.

Die Schwarzen haben vor Jahren in Wien einen innovativen Rocksender abgedreht. Ansonsten ists wurscht wo du einschaltest, es rennt so oder so großteils der selbe Mist. Vielfalt verliert wohl gegenüber Kommerz und politischen Beziehungen.

*esofan*
01
13.8.2010, 13:00

jetzt dann standardhit österreichweit und wir sind zufrieden.

Franz BRAZDA
00
13.8.2010, 09:39
Internetradio ist Gegenwart bzw. Zukunft !

UKW ist dank LTE bzw. digitaler Dividende bald Geschichte und dann gibts kein medienpolitisches Frequenzgerangel mehr. Jeder der senden will kann dann sogar weltweit empfangbar sein und braucht keine mühsame Lizenz mehr anzusuchen.
LG
Franz aus Wien

achiever
00
13.8.2010, 14:12

wenn die autoradios 3g-fähig sind ;)

AndiWand
00
13.8.2010, 13:21
ach...

...dass da nicht jeder einfach so los senden darf, der gutes Programm versprechen könnte, dafür ist in Österreich sowieso gesorgt.. ;)

Hernie Hells
01
13.8.2010, 10:50

hört halt keiner zu. Aber einfach ist es.

Steve Zissou
01
13.8.2010, 08:21

traurig eigentlich, dass ein sich fortschrittlich nennendes land gerade mal einen österreichweiten privatsender hat. und der noch dazu in der hand der größten zeitung. so viel zur medienvielfalt (über das derzeitge radioprogramm will ich mich jetzt besser nicht auslassen...)

masterjo
00
13.8.2010, 04:55

einheitsbrei für alle!

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