Lotterien bestätigten Zahlung an BZÖ-Agentur

12. August 2010, 14:56

"Format": 300.000 Euro für zehn Seiten umfassende Studie

Wien - Die kürzlich kolportierten Geldflüsse eines Glücksspielunternehmens in Richtung BZÖ sind bestätigt worden. Die Lotterien haben für eine zehn Seiten starke Studie mit dem Titel "Online-Glücksspiel und Responsible Gaming, Analyse, Vergleich, Perspektive" ein Honorar von 300.000 Euro an die BZÖ-eigene Agentur "Orange" bezahlt. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin "Format" in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

"Orange hat den Österreichischen Lotterien Beratungsleistungen zum Thema Responsible Gaming angeboten, die Studie war ein Teil davon", wird Martin Himmelbauer, Sprecher von Casinos Austria und Lotterien, zitiert.

Der Geldfluss erfolgte im Jahr 2006 und fand zu einer Zeit statt als eine Novelle des Glücksspielgesetzes in Planung war. Damals sollte das Glücksspiel-Monopol per Gesetzesänderung abgeschafft werden. Die Novelle scheiterte, weil die damaligen Regierungsparteien ÖVP und BZÖ ihre Pläne kurzerhand änderten.

Reaktion: Pilz stellt sieben Fragen an Lotterien

"Nun stehen auch die Lotterien in Verdacht, sich das Wohlwollen einer Partei erkauft zu haben", reagierte der Abgeordnete der Grünen, Peter Pilz, auf den Format-Bericht. Pilz verlangt von den Lotterien sofortige Antworten auf folgende Fragen: 1. Wie lautet der gesamte Text des BZÖ-Agentur -"Gutachtens"? 2. Wer von den Lotterien hat den Auftrag an die BZÖ-Agentur vergeben? 3. An wen ist das Geld überwiesen worden? 4. Hat es darüber eine Vereinbarung mit Politikern des BZÖ gegeben? 5. Ist das Wohlverhalten des BZÖ gegenüber dem organisierten Glücksspiel auf derartige Geldflüsse zurückzuführen? 6. Haben auch andere parteinahe Unternehmen auf diesen oder anderen Wegen Geld von den Lotterien erhalten? 7. Welche Parteien und Politiker sind von den Lotterien oder ihnen nahestehenden Unternehmen geschmiert worden?

"Seit 2006 versuchen offensichtlich nicht nur Novomatic sondern auch die Lotterien-AG sich ein maßgeschneidertes Glücksspielgesetz zu kaufen. Dieser Gesetzeskauf ist offensichtlich vor wenigen Monaten gelungen. Auch diesen Punkt wollen die Grünen im Rahmen des FPÖ-Untersuchungsausschusses geklärt wissen", so Pilz. (APA)

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Harry Meier
 
00
26.8.2010, 13:02
Man glaubt es nicht. Über die Ärmsten der Armen

.. wie Roma und Asylanten regt man sich auf, weils angeblich zuviel Geld kosten, aber die eigenen Politiker schaufeln mehr Gelder auf die Seite, als die Asylanten in 100 Jahren brauchen werden.

barro
00
22.8.2010, 01:57

und wann gibt es ein Urteil??

Einfach gestrickt
00
17.8.2010, 13:55
Wenn ich nicht

so faul wäre würde ich eine Gegenpartei gründen für alle Unzufriedenen und Parteimüden.
PbjVÖ
Partei bar jeder Vernunft Österreichs.
Wer macht mit ?

der tortenfreak
00
18.8.2010, 11:42
das Konzept gibt es bereits

nennt sich FPÖ

Pauli Feuerstein
00
15.8.2010, 19:02
Seit wann entscheidet die Anzahl der

Seiten über die Qualität des Inhalts???

:)

Bachbirners Kalenderweisheiten
00
15.8.2010, 12:40
hab ich es hier

versäumt ein gutachten zu machen?
achso, 300000.- damit patz ich mich nicht an

also dann ...
01
15.8.2010, 00:41
und der verantworliche vorstand w a l l n e r ...

der ja auch nix ...
- von der korruption im olymp, kommittee
- genausowenig wie von doping ... wusste,
ist natürlich auch hier völlig a h n u n g s l o s,
nicht wahr.
und DAS...war einmal der über-drüber-manager ?

alles - egal ob politik/privat(korruptions)wirtschaft
quer durch die bank - lauter UN-WISSENDE...
da müssen sich die ösis nur 1 frage stellen :
wozu...
braucht es dieses geistige prekariat ?
wir

hans friedrich 2
03
14.8.2010, 12:32
tät mich wundern, ...

... wenn das bzö die einzige partei gewesen wäre, die indirekt eine zuwendung, besser gesagt eine leistung für eine gegenleistung von den lotterien bekommen hat.

stimmt es, dass spö-wien-eigene unternehmen 70 mio eur pro jahr an gewinn erzielen? wieviel daraus wird mit aufträgen der öffentlichen hand erzielt?

also dann ...
01
15.8.2010, 00:45
ja - von den casinos / lotterien...

gehören alle "spnsoring-aktivitäten" offengelegt.

es ist ein s u m p f ... der seinesgleichen sucht !

Jerry Garcia
 
01
14.8.2010, 08:53
300.000 sind aber wenig für so eine dicke Sache.

Da müssen insgesamt noch mehr solcher Kleinigkeiten geflossen sein.

Jan Sommer
00
15.8.2010, 19:57
Vor allem bei den tatsächlich entscheidenden Grossparteien

kann man von Vielfachem ausgehen!

Vor allem weil sich Pröll und Faymann da überhaupt nicht uneinig sind.
js

Dr. Muffel
01
13.8.2010, 12:15
Link zum "Gutachten" ?

Das wäre schon interessant, was da wohl drinnen stehen mag? "Responsible gaming" ist ja wohl ein Thema, dass zwangsläufig mit Spielsucht zu tun hat. Welcher Fachmann/Fachfrau hat da mitgewirkt? Oder haben die orangen "Experten" einfach frech abgeschrieben ?

Xtal
00
13.8.2010, 12:24

Alles andere als ein copy/paste job wäre eine Überraschung. Würde gerne eine dieser Textzeilen durch google jagen...

will-alles.at
01
13.8.2010, 12:04

Na, Stoss-Karli, was ist da jetzt genau gelaufen??

Jan Sommer
00
13.8.2010, 19:03
Damals

war noch "Dauergeldverteiler-aber-nix-wissen" Wallner
beim alltäglichen Intervenieren führend.
js

will-alles.at
01
14.8.2010, 12:59

Danke für die Aufklärung!

Damit ist der Lauf der Dinge eh' schon vorhersehbar: Wir starten das fröhliche Verantwortungs-Ping-Pong bis zur Verjährung... ;(

Stan Laurel
00
13.8.2010, 12:02
BZÖ-eigene Agentur "Orange"

Gibt es hier keine Klage von Seiten des Mobilfunkanbieters Orange wegen Namensgleichheit?

luquas
01
13.8.2010, 11:59

Meine ehrlichgemeinte Gratulation an Herrn Dr. Schüssel, der bei der Auswahl seines "Wende-Kabinetts" wahrlich ein goldenes Händchen bewies.
Wo hat der bloß dieses Qualitätspersonal gefunden und rekrutiert?

Einfach gestrickt
00
17.8.2010, 13:53

In der Lotterie ?

Gilgamesch
01
13.8.2010, 11:41

man bekommt langsam den eindruck, die größten organisierten verbrecher in diesem land sind die zugelassenen politischen parteien, ausser den grünen.
wäre österreich ein rechtstaat, müßte der mafiaparagraph auf parteien im allgemeinen, und regierungsparteien im besonderen angewandt werden.
das bzö gehörte meiner meinung nach überhaupt aufgelöst und das vereinsvermögen konfisziert.
was sich die (vor allem rechten) parteien seit schwarz/blau leisten, ist beispiellos und hochgradig kriminell - das MUSS ein ende haben!

grenzneutral
013
13.8.2010, 11:31

wir dürfen nicht vergessen, dass es eigentlich für all die ungustiösen skandale und abzockereien einen verantwortlichen gibt, der das akzeptiert, gedulded, gewollt hat ohne wenn und aber: mister tschüsserl himself, die schweigende patronanz gottes gnaden.

ja und ja und ja!!!

Xtal
02
13.8.2010, 11:07

Bitte um eine "Studie" (LOL) zum Thema "Responsible bribery".

Wird schon ziemlich viel in den letzten Wochen. Eine gsunde Watsche sollte schon mal drin sein.

Und besonderes Dankeschön an Wolfgang "die Wende" Schüssel und seine "besten Köpfe".

gesundheitsministerium@wko.at
02
13.8.2010, 10:55
lex novomatic

wieviel haben die gezahlt - an rot&schwarz?

Gerda Soros
07
13.8.2010, 10:25
Anzeige gegen Schüsselregierung wegen gewerbsmäßigen Betrugs: wäre das sinnvoll?

Ich habe echt Lust, die Schüsselregierung wegen gewerbsmäßigen Betrugs/Korruption/bewusst unverantwortlichen kaufmännischen Agierens zu unser aller Schaden anzuzeigen:
a. der nachweisbare Postenschacher von Strasser
b. Homepage und verschiedene andere Grasser-Geschichten
c. Lotterie
d. Rumpold-Geschichten etc.

Wie teuer käme eine derartige Klage?
Wo hätte sie am ehesten Erfolg?

Im Amtseid musste sich Schüssel verpflichten, zum Wohle des Volkes zu agieren. Dies ist nachweislich in vielen Fällen bewusst nicht passiert.

Hat eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof Sinn?

Dormouse
00
13.8.2010, 10:59

dazu bräuchtens eine 2/3 mehrheit um zuvor noch das justizsystem wieder in ordnung zu bringen, und damit der strasser dann doch noch seine gerechte strafe (verjährung! pfui teufel!) bekommt, aber wenns das schaffen und dann noch die staatsbücher und konten durchforsten, denk ich könnts ganz gut für ihr vorhaben ausschaun...

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