HP-Hurd-Affäre - Auch Bürochefin verlässt Unternehmen

12. August 2010, 14:22
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Hatte Konzernchef mit Beraterin bekanntgemacht

Die Verfehlungen des ehemaligen HP-Chefs Mark Hurd haben auch für eine enge Mitarbeiterin ein Nachspiel. Seine Bürochefin Caprice Fimbres McIlvaine verließ das Unternehmen zum Wochenbeginn. Sie war laut "Wall Street Journal" vom Donnerstag diejenige, die Hurd mit Jodie Fisher bekannt gemacht hatte. Über die Liaison zu der externen Beraterin Fisher war der Chef des weltgrößten Computerherstellers gestolpert.

Die Bürochefin habe Hurds Auftritte koordiniert und sei eine der wenigen Personen gewesen, die regelmäßig mit ihm gereist sei, schreibt die Zeitung. Der Spitzenmanager hatte vor einer Woche seinen Rücktritt erklärt. Hurd hatte gemeinsame Veranstaltungen mit der Marketingberaterin Fisher dazu genutzt, eine "enge persönliche Beziehung" zu ihr aufzubauen, wie es der HP-Chefjurist ausdrückte.

Spesen

Hurd soll die ehemalige Schauspielerin Fisher nach den Veranstaltungen öfter auf Firmenkosten zum Essen eingeladen haben - ohne das später bei seinen Spesen anzugeben. Diese falschen Abrechnungen brachen Hurd letztlich das Genick. Fisher selbst hatte Hurd auffliegen lassen. Sie bezichtigte den Konzernchef, sie sexuell belästigt zu haben. Dieser Vorwurf ist mittlerweile entkräftet.

Hewlett-Packard geriet durch Hurds Abgang ins Schlingern. Der Aktienkurs brach ein. Hurd hatte HP fast ohne Schaden durch die Wirtschaftskrise gebracht und genoss deshalb hohes Ansehen bei den Anlegern. Unter Mitarbeitern war er weniger beliebt wegen seines rigiden Sparkurses. Noch immer sucht der Konzern nach einem endgültigen Nachfolger. (APA/dpa)

 

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