Hungern während der Schwangerschaft kann zu einer Verkleinerung der Plazenta führen
Düsseldorf - Während der Schwangerschaft kann das Fasten die späteren Gesundheitsrisiken von Babys erhöhen. Darauf weist nun eine Studie aus Saudi-Arabien. Nimmt eine werdende Mutter vorübergehend nur wenig oder stark unregelmäßig Nahrung zu sich, hat dies zwar nicht zwangsläufig Auswirkungen auf das Geburtsgewicht ihres Kindes. Doch wie die Forscher im Fachmagazin 'Placenta' berichten, kann das Fasten zu einer Verkleinerung der Plazenta (Mutterkuchen) führen. Liegt das Gewicht der Plazenta bei der Geburt unterhalb dem Durchschnittswert, kann dies mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko der Kinder im späteren Leben einhergehen.
Gewicht sinnvoll regulieren
Manche werdenden Mütter versuchen ihre Gewichtszunahme während der Schwangerschaft durch Hungern zu regulieren. Hierdurch kann sich dieselbe Gefährdung für das im Bauch heranwachsende Kind ergeben wie durch religiös bedingtes Fasten. Während der Schwangerschaft sollten sich Frauen ausgewogen ernähren und auf regelmäßige Mahlzeiten achten. Wichtig ist, dass sich das Körpergewicht der Mutter in sinnvollem Maß passend zum individuellen Körperbau des Kindes erhöht. Eine zu starke Gewichtszunahme ist zu vermeiden. Frauenärzte können Tipps für eine gesunde Gewichtssteigerung und Ernährung während der Schwangerschaft geben. (sid/red)