Immobilien weiterhin heiß begehrt

12. August 2010, 12:09
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Re/Max-ImmoSpiegel für das erste Halbjahr 2010: Wertmäßig kauften die Österreicher um 10,3 Prozent mehr Immobilien als noch vor einem Jahr

Die Österreicher investieren weiter viel Geld in Wohnungen und Häuser. 45.366 Immobilienkäufe wurden zwischen Jänner und Juni 2010 im österreichischen Grundbuch eingetragen. Dabei wechselten Grundstücke, Häuser, Wohnungen, etc. um rund 8,8 Milliarden Euro die Besitzer, wie das Maklernetzwerk Re/Max bekanntgab. Der Handelswert habe sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,3 Prozent im erhöht. Der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA, rechnet aufgrund der guten Rahmenbedingungen auch im 2. Halbjahr mit einer positiven Entwicklung.

Wien wertmäßig vorn

Wertmäßig lag Wien im 1. Halbjahr mit 26,8 Prozent der Kaufsumme voran, gefolgt von Oberösterreich mit 19,9 Prozent, Niederösterreich mit 13,6 Prozent, der Steiermark mit 10,1 Prozent, Tirol mit 9,8 Prozent und Salzburg mit 8 Prozent. Schlusslichter waren Kärnten mit 5,5 Prozent, Vorarlberg mit 4,9 Prozent und das Burgenland mit 1,4 Prozent.

Die meisten Transaktionen gab es laut Re/Max aber in Niederösterreich (9.771/21,6%), gefolgt von Wien mit 17,6 Prozent, Oberösterreich mit 14,6 Prozent und der Steiermark mit 13,9 Prozent der Gesamttransaktionen. Die anderen Bundesländer liegen anzahlmäßig zwischen 5,2 und 8,6 Prozent.

Zahlenmäßig größte Gruppe der Immobilienkäufe waren Eigentumswohnungen: 17.060 Wohnungen wechselten in Österreich um durchschnittlich 127.210 Euro die Besitzer (Vorjahreswert: 121.741 Euro). Zweitgrößte gehandelte Immobiliengruppe waren Grundstücke. 10.651 mal wechselten Grund und Boden die Besitzer, um 19,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtwert der Transaktionen betrug 1,22 Milliarden Euro.

West-Ost-Gefälle verschärft

Die höchsten Wohnungspreise gab es wieder in Vorarlberg, im Durchschnitt 169.594 Euro (+5,7%), die niedrigsten im Burgenland mit 49.593 Euro im Schnitt (-13,1%). In Wien wurden von Jänner bis Juni 5.239 Wohnungen (+20,3 Prozent) zu einem Durchschnittspreis von 137.041 ge- bzw. verkauft (Vorjahr: 135.648 Euro).

Damit ging die Schere zwischen dem billigsten und dem teuersten Wohnungsbundesland weiter auf: "Während im ersten Halbjahr 2009 eine Vorarlberger Wohnung das 2,78-Fache einer burgenländischen wert war, stieg dieses Verhältnis 2010 auf das 3,42-Fache", berichtet Re/Max-Geschäftsführer Reikersdorfer. Preislich dazwischen liegen die Wohnungspreise in Tirol mit 159.547 Euro (+1,4%), im Bundesland Salzburg mit 152.539 Euro (+18,3%) und in Kärnten mit 122.745 Euro (-1,3%). Billiger ist es bei den Oberösterreichern mit 113.540 Euro (+9,3%), den Niederösterreichern mit 97.708 Euro (+0,3%) und den Steirern mit 2.212 Wohnungen um 92.114 Euro (+8,3%).

Mengenmäßig liegt wieder Niederösterreich voran, hier wurden im ersten Halbjahr 1.172 Einfamilienhäuser zum Preis von 141.596 Euro gehandelt. Das ist ein Rückgang von 25,3% bei einem gleichzeitigen Preisanstieg von 10 Prozent. Die Preisliste für Einfamilienhäuser führt wie immer Wien (326.825 Euro / +10,4%) vor Tirol (287.202 Euro / +7,4%) und Salzburg an (252.226 Euro / +0,1%). Am günstigsten waren Einfamilienhäuser im Burgenland mit 87.881 Euro (+6,1%).

Salzburger Grundstückspreise fallen

Bei den Grundstückspreisen führt Wien mit 276 Euro (+23,7%) pro Quadratmeter, vor Tirol mit 139 Euro (+12%) sowie den Bundesländern Vorarlberg (124 Euro / +9,7%) und Salzburg (107 Euro / -6,1%). Die günstigsten Grundstücke sind im Burgenland um 17 Euro und in der Steiermark um 30 Euro pro Quadratmeter zu haben. Im Bundesschnitt kostete im ersten Halbjahr ein Grundstück 49,6 Euro pro Quadratmeter. Die Hälfte aller gehandelten Grundstücke kostete dabei weniger als 33,20 Euro.l

Bei Zinshäusern förderte Re/Max noch einen interessanten Aspekt zu Tage: Während die Zahl der im ersten Halbjahr gehandelten Zinshäuser mit 405 um 13 Prozent gegenüber 2009 sank, blieb der Wert mit 740,7 Millionen Euro beinahe konstant (-1,2%). Über 700 Millionen Euro entfielen davon auf Wien.

Re/Max Austria konnte im ersten Halbjahr die Anzahl der getätigten Verkäufe um 22,5 Prozent steigern, der Transaktionswert erhöhte sich einer Aussendung zufolge um 19 Prozent. (red)

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    Im Burgenland kostete im ersten Halbjahr 2010 eine Eigentumswohnung im Durchschnitt weniger als 50.000 Euro.

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