Frauenthal verliert wichtigen Kunden

12. August 2010, 11:07
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Frauenthal Holding AG hat im ersten Halbjahr 2010 schwarze Zahlen geschrieben

Wien - Die börsenotierte Frauenthal Holding AG hat nach dem ersten Quartal auch im ersten Halbjahr 2010 weiter schwarze Zahlen geschrieben. Bei einem Umsatzanstieg um 14 Prozent auf 249,7 (1. Halbjahr 2009: 218,4) Mio. Euro konnte das operative Ergebnis von -18,3 auf 5,8 Mio. Euro gedreht werden. Auch der Nettogewinn konnte mit 2,9 (-20,0) Mio. Euro wieder ins Plus gedreht werden. Wie Frauenthal am Donnerstag weiter mitteilt, droht der Verlust des wichtigsten Kunden in der Druckluftbehälterfertigung. Für die dafür notwendige Restrukturierung sei noch keine Vorsorge getroffen worden.

Genau genommen handelt es sich dabei um den bereits im Mai heurigen Jahres bekannt gewordenen Daimler-Auftrag, der den Fertigungsstandort Ahlen in Deutschland betrifft.  Daimler, wichtigster Kunde im Bereich Druckluftbehälter am Standort der Linnemann-Schnetzer-Gruppe hat die schrittweise Verlagerung des Auftrags an einen Wettbewerber angekündigt, so Frauenthal. Mit Betriebsrat und Gewerkschaft sind bereits Verhandlungen über einen Sozialplan für die rund 100 betroffenen Mitarbeiter aufgenommen, sagt Frauenthal-Vorstand Hans-Peter Moser zu derStandard.at. Bis Ende des Jahres, sollen die Pläne stehen.

Umsatzanstieg

Die Division Automotive Components profitierte im ersten Halbjahr mit einem Umsatzanstieg von 25 Prozent von der aktuellen moderaten Erholung der Nutzfahrzeug-Märkte. Der aktuelle Produktionsanstieg beruhe auf optimistischen Markterwartungen der Kunden für die zweite Jahreshälfte. Sollten sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen verschlechtern, hätte dies unmittelbare negative Auswirkungen auf den Nutzfahrzeugmarkt, die in Verbindung mit dem Lageraufbau - so wie 2009 - wieder zu einem signifikanten Produktionseinbruch führen würden, so das Unternehmen.

Die Division Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte (SHT) erzielte ein Plus von 3 Prozent. In der Division Industrielle Wabenkörper betrug das Umsatzwachstum 25 Prozent, das EBIT stieg hier um 73 Prozent auf 5,4 Mio. Euro. Der Bereich profitierte vom Anstieg der Produktion von Katalysatoren für Dieselmotoren. In der Division könne von einer Vollauslastung der Kapazitäten für das Gesamtjahr ausgegangen werden, so Frauenthal. (red)

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