Homosexuelle Eltern sollen zum Schulbuchalltag werden

12. August 2010, 10:45
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Bürgermeister: Homosexualität wie Selbstverständlichkeit behandeln

Diesen Samstag feiern die Niederländer eines ihrer buntesten und beliebtesten Straßenfeste: Die Gay Pride wird auf und um die Grachten von Amsterdam für viele Besucher und Schaulustige sorgen. Doch auch in dem ansonsten als so toleranten und liberal eingestuftem Holland ist die Akzeptanz von Homosexualität nicht gerade am Steigen. Im Gegenteil: Angriffe - vor allem von jugendlichen Einwanderern - gegen homosexuelle Paare häufen sich. Diese fühlen sich nicht mehr so sicher wie noch vor einigen Jahren.

Dem will nun der neue Amsterdamer Bürgermeister Van der Laan entgegenwirken. In einem Interview mit dem Weblog spitsnet.nl spricht er davon, dass Kindern an Schulen Homosexualität wieder vermehrt als etwas Selbstverständliches vermittelt werden muss. Dazu gehöre auch, dass heteronormative Rollenbilder aufgebrochen werden und etwa homosexuelle Elternpaare in den Fokus rücken.

Aufgegriffen hat diesen Vorschlag bereits der Schulbuchverlag Noordhof. Dieser will in seinen Schulbüchern auch "Papa-Papa"-Familien und "Mama-Mama"-Familien etablieren. Mathematik-Aufgaben könnten dann so aussehen: "Papa und Papa kaufen ein Meerschweinchen. Die Zoohandlung gibt auf den Preis von 17,95 Euro einen Rabatt von 20 Prozent. Wie viel müssen Jans Väter bezahlen?" (red/derStandard.at, 12.8.2010)

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    Lesbische und schwule Elternpaare sollen für Kinder zu etwas Alltäglichem werden, wenn es nach dem Amsterdamer Bürgermeister geht.

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