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11. August 2010, 15:57
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Die Ankündigung der bwin-Fusion elektrisiert Börsianer. Mutigen Anlegern eröffnet das Kursfeuerwerk eine 75-Prozent-Chance mit einem Capped Call

Solch ein heißes Gesprächsthema gab es an der Wiener Börse schon lange nicht mehr: Am 29. Juli haben die an der Wiener Börse gelistete bwin Interactive Entertainment AG und der britische PartyGaming-Konzern ihren Zusammenschluss verkündet. Die Verträge sehen vor, dass die fusionierte Gesellschaft künftig zu ungefähr 48,4 Prozent von den PartyGaming-Aktionären gehalten wird und zu rund 51,6 Prozent den bwin-Anteilseigern gehören soll.

An der Börse machten die Casino-Aktien ihrem Namen alle Ehre: Beide Notierungen schossen binnen weniger Minuten nach Ankündigung des Vorhabens um gut 15 Prozent nach oben. Schon in den Tagen und Stunden vor Ankündigung der Transaktion machten wilde Spekulationen die Runde, die zu Kurssprüngen nach oben führten. Insgesamt beträgt das Plus seit den Tiefs im Juli 37 Prozent bei bwin und 46 Prozent bei PartyGaming.

Geht es nach Analysten, war das noch längst nicht alles: Die Experten der UniCredit Bank haben ihr Kursziel für die Aktie von bwin in Reaktion auf die angekündigte Fusion von 45,00 auf 52,00 Euro erhöht. Gleichzeitig wurde die Kaufempfehlung bestätigt. Laut den Analysten sei es sehr wahrscheinlich, dass mit der Fusion der weltgrößte Online-Wettanbieter entsteht. In der Tat ergänzen sich die beiden Unternehmen beinahe ideal: Während bwin auf Sportwetten spezialisiert ist, verfügt PartyGaming über umfangreiches Knowhow im Bereich Casino und Poker. Das Hochzeitspaar beziffert die Synergiepotenziale mit rund 55 Mio. Euro jährlich - und UniCredit ist zuversichtlich, dass bwin/PartyGaming sie heben kann.

Noch steht die Fusion unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlungen sowie der Kartellbehörden. Insofern dürfte es mit den Kursen kaum weiter so stürmisch nach oben gehen wie in den vergangenen Tagen. Um bei einem Capped Call (ISIN AT0000A0EBZ7) von der Raiffeisen Centrobank (RCB) den Maximalertrag von 2,60 Euro oder gut 75 Prozent herauszuholen, muss die Aktie bis Jänner 2011 auf 45,00 Euro, oder lediglich um knapp zehn Prozent, klettern - eine prima Beimischung für mutige Anleger! (Christian Scheid)

 

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