Deutschland will Mossad-Agenten nicht wegen Spionage anklagen

11. August 2010, 13:05

Bundesanwaltschaft gab Verfahren an Staatsanwaltschaft Köln ab

Karlsruhe/Köln - Der mutmaßliche Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad, der nach seiner Festnahme in Polen an Deutschland ausgeliefert werden soll, wird in der Bundesrepublik nicht wegen Spionage angeklagt. Ein Berufungsgericht in Warschau habe die Auslieferung des unter anderem unter dem Aliasnamen Uri B. auftretenden Mannes lediglich zur Strafverfolgung wegen eines Beurkundungsvergehens, nicht aber wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit bewilligt, bestätigte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe. Damit sei die Bundesanwaltschaft an einer Anklage des Verdächtigen "unter dem Spionageaspekt gehindert".

Zugleich gab die oberste Anklagebehörde in Karlsruhe das Ermittlungsverfahren gegen den mutmaßlichen Agenten an die Kölner Staatsanwaltschaft ab; für eine Anklage allein wegen Einbürgerungserschleichung ist die Bundesanwaltschaft nicht zuständig. Bei einer Anklage könnte der Verdächtige mit einer Geldstrafe oder einer vergleichsweise geringen Freiheitsstrafe davonkommen. Nach Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft wurde der Mann bis Mittwoch noch nicht aus Polen überstellt. Die Behörde hoffe aber, dass der Verdächtige "noch im Laufe dieser Woche" in Deutschland eintreffe, sagte ein Sprecher in der Domstadt.

Auslieferung

Der mutmaßliche Mossad-Agent war am 4. Juni in Warschau aufgrund eines von Deutschland ausgehenden europäischen Haftbefehls verhaftet worden. Ein Berufungsgericht in Warschau hatte am 5. August seine Auslieferung nach Deutschland bewilligt. Der Mann steht im Verdacht, an der illegalen Beschaffung eines deutschen Passes in Köln beteiligt gewesen zu sein, der den Ermittlern in Dubai zufolge bei der Einreise einer Gruppe mutmaßlicher Mossad-Agenten in das Emirat im Jänner verwendet wurde. Die Gruppe wird verdächtigt, den führenden Hamas-Aktivisten Mahmoud al-Mabhouh am 20. Jänner in einem Hotelzimmer in Dubai ermordet zu haben. Israel bestreitet jegliche Beteiligung seiner Dienste an der Tat. (APA)

Kommentar posten
24 Postings
steppenwolf51
00
13.8.2010, 15:10
Mutmaßlicher Mossad-AgentRichter entlassen Uli Brodsky

"Er soll den Mord eines Hamas-Führers in Dubai geplant haben: Uli Brodsky. Polen hat den mutmaßlichen Agenten des Mossad an Deutschland ausgeleifert. Stunden später kommt der Israeli frei. Er darf sogar das Land verlassen."

http://www.n-tv.de/politik/R... 68126.html

Was bei der Israelhörigen deutschen Regierung zu erwarten war.

imir
23
12.8.2010, 06:51

Kein Wunder. Welches deutsche Gericht könnte es sich in diesem Fall erlauben, die adequate Anklage zu erheben? Noch dazu in deutscher Sprache.

rubbberduck
11
11.8.2010, 20:51

Wenn der waffenhändler die israeli beliefert hätte und die palästinenser ihn umgebracht hätten, würden die werten linken und/oder "pazifisten" wegen der tötung genau andersrum argumentieren, und etwas von gerecht daherfaseln.

Sahin A.
01
11.8.2010, 20:38
"Deutschland will Mossad-Agenten nicht wegen Spionage anklagen"

Sondern? Anklage wegen Mord?

Herbert Chaos
61
12.8.2010, 02:04
Anklage gegen Dubai wegen Unterstützung...

...terroristischer Gruppierungen und Freispruch für den israelischen Agenten wär korrekt.

Sahin A.
33
12.8.2010, 12:00
Warum?

tramtatam
15
12.8.2010, 01:34

gar nichts. jede Anklage könnte ja als Antisemitismus verstanden werden!

C 802
 
12
11.8.2010, 18:37

Erst wenn er hundertprozentig seinen richtigen Namen belegt und den Sachverhalt offenlegt. Erst dann kann über eine geringe Strafe verhandelt werden.

Angela Sysel
 
314
11.8.2010, 15:38
Klarer Fall von krimineller Vereinigung zur Ermordung eines Menschen

Den Mann wegen eines Paßvergehens zu verurteilen und dann frei zu lassen ist eindeutig ebenfalls kriminell.
Aber wenn Westerwelle von legalen gezielten tötungen spricht ist sowieso der rechtsstaat bereits passe.

raff1
122
11.8.2010, 15:15
Falsch: "Deutschland will Mossad-Agenten ..."

Richtig: "Deutschland darf Mossad-Agenten nicht ..."

Polen hat ihn nur wegen der Urkundenfälschung ausgeliefert.
Dann darf er zurück und wird nach Israel überstellt. Oder gleich nach Israel überstellt.

Finde ich auch gut so.

_valina
12
11.8.2010, 18:25
....Finde ich auch gut so....

enn alles andere wäre ja !!!antööziöönöösmöss!! ?

Dirty Sanchez
 
27
11.8.2010, 13:45
Uijegerle.

genau das habe ich vorhergesagt, woraufhin man mich als Judenhasser bezeichnet hat. Bin ich deshalb jetzt einer? Das würde mir nicht gefallen, einer zu sein!

ExBeamter
07
11.8.2010, 13:30
Polen bitte schicke den Typen gleich nach Dubai.

C 802
 
10
11.8.2010, 22:18

Grün für den Namen

Mao Zeitung
16
11.8.2010, 13:45

ja, nach Dubai gehört der abgeschoben!

ExBeamter
12
11.8.2010, 13:29
Ha, ein Schelm der böses denkt.

Die D-Bundesregierung besteht anscheinend aus lauter HS.

gilad_1500
00
12.8.2010, 12:32
und wieder andere denken gar nicht

Warentester
00
11.8.2010, 22:26

Nein, da sind auch noch jede Menge AK dabei.

Speaker of the US Congress
03
11.8.2010, 13:11
darf wahrscheinlich nicht.

_valina
22
11.8.2010, 18:31
dürfen könnens schon wenns wollen müssten...

aber das gehört ja zur kundenbindung für die deutsche atomuboot-industrie! ...ach die angriffsuboote waren ja geschenkt, na dann, ...geschenkt

The_new_number_2
10
12.8.2010, 11:34

"deutsche atomuboot-industrie"

Aha, da ist wieder ein "Experte" unterwegs...

Hubert Ungeist
 
10
12.8.2010, 04:34
Was unterscheidet ein

Angriffsuboot von einem Verteidigungsuboot?

tramtatam
00
12.8.2010, 18:04

Angriffsuboot rammt voll krass gegnerische Angriffsuboote.

Verteidigungsuboot hingegen begibt sich in Verteidigungsstellung und lässt sich vom Angriffsuboot voll krass rammen, falls ein befreundetes Angriffsuboot angegriffen wird.

mistaG
00
12.8.2010, 11:45
verteidigungsuboote gibts net

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