Lavazza steigt bei Green Mountain ein

11. August 2010, 12:42
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Der italienische Kaffeeröster will in den USA wachsen und übernimmt einen siebenprozentigen Anteil am US-Konzern

Rom - Der italienische Kaffeeröster Lavazza will in den USA wachsen. Das Turiner Unternehmen hat einen siebenprozentigen Anteil an dem US-Konzern Green Mountain Coffeee Roasters, dem nordamerikanischen Marktführer auf dem Kaffeekapselmarkt, erworben. 190 Mio. Euro zahlt Lavazza für den Anteil, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Es handelt sich dabei um den größten Auslandsdeal des italienischen Kaffeerösters. Damit will Lavazza die Weichen für sein Wachstum in Amerika setzen.

Auch in schwierigen Zeiten verzichtet kaum jemand auf eine Tasse schwarzen Espresso, und Lavazza geht trotz der schwierigen Konjunktur auf ausgedehnte Einkaufstour. In Bulgarien, wo Lavazza die bekannteste italienische Kaffeemarke ist, hat das Turiner Unternehmen im Mai das komplette Aktienpaket an Onda Coffee Break übernommen, der die größte Cafe-Bar-Kette im Land besitzt. Sechs Millionen Euro zahlte Lavazza für die Bars, die sich zum Großteil in der Hauptstadt Sofia befinden. Damit dehnte das Unternehmen sein weltweites Netz auf 350 Coffee Shops aus.

Zugleich sucht Lavazza nach weiteren Akquisitionen in Osteuropa. "Mit Südamerika ist Osteuropa der Raum, auf den wir uns am stärksten konzentrieren wollen", sagte der Entwicklungsmanager der Gruppe, Marco Lavazza.

Das norditalienische Unternehmen besitzt Produktionsanlagen in Italien, Indien und Brasilien. Der Export macht bereits 38 Prozent des Lavazza-Anteils aus. Der Gruppenumsatz liegt über 1,1 Mrd. Euro. Fünf Prozent des Konzernumsatzes gibt Lavazza für Werbung aus. Pro Jahr röstet Lavazza eine Million Tonnen Kaffee. In Österreich hat Lavazza nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 25 Prozent am Espressomarkt. (APA)

 

 

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