Ex-NASA-Chef überlebt Flugzeugabsturz

11. August 2010, 12:35
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2005 zurückgetretener Sean O'Keefe hatte Glück im Unglück - fünf der neun Flugzeuginsassen starben

Washington - Der ehemalige NASA-Chef Sean O'Keefe hat den Absturz eines Kleinflugzeugs im US-Bundesstaat Alaska überlebt. Der amtierende Nordamerika-Chef des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS und sein Sohn erlitten bei dem Unglück Knochenbrüche und Verbrennungen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus Kreisen der Familie erfuhr. Bei dem Absturz starben laut Behörden fünf der neun Insassen, darunter auch der frühere Senator Ted Stevens.

"Sie haben eine Menge Verletzungen, aber sie sind am Leben", sagte ein Vertrauter der Familie O'Keefe. Der 54-Jährige und sein 17 Jahre alter Sohn Jonathan würden in einem Krankenhaus behandelt. Sie waren mit der Maschine auf einem privaten Ausflug in Alaska unterwegs.

O'Keefe stand von 2001 bis 2005 der US-Weltraumbehörde NASA vor. Nach dem Absturz der Raumfähre "Columbia" 2003 mit sieben Astronauten an Bord musste er die US-Raumfahrtbehörde durch schweres Fahrwasser steuern. Die Shuttle-Flüge wurden vorübergehend ausgesetzt, die Sicherheitsmaßnahmen deutlich verstärkt. O'Keefe geriet wegen seiner Entscheidungen mehrfach in die Kritik - unter anderem auch, weil er einen Reparaturflug zum allseits beliebten Hubble-Teleskop abgesagt hatte. Sein Nachfolger bei der NASA wurde 2005 Michael Griffin; seit Juli 2009 hat Charles F. Bolden das Amt inne. O'Keefe leitet seit November 2009 das Nordamerika-Geschäft von EADS. (APA/red)

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    Sean O'Keefe

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