Israel will künftig härter vorgehen

11. August 2010, 15:57

Soldaten handelten aus Sicht des israelischen Generalstabschefs Ashkenazi "maßvoll" und "mutig"

Jerusalem - Israel will künftig bei Hilfsflotten für den Gazastreifen von Anfang an härter gegen gewaltbereite Aktivisten vorgehen. Das kündigte Generalstabschef Gabi Ashkenazi nach Medienberichten am Mittwoch während seiner Aussage vor einem internen Untersuchungsausschuss in Jerusalem an. Es sei ein Fehler gewesen, dass die Soldaten am 31. Mai nicht sofort "präzise Waffen" gegen Aktivisten eingesetzt hätten, die Soldaten daran hindern wollten, das türkische Schiff "Mavi Marmara" zu entern. Man hätte einen "sicheren Raum" für die Soldaten schaffen müssen, sagte der Generalstabschef.

Die israelische Untersuchungskommission prüft die Erstürmung der internationalen Gaza-"Solidaritätsflotte" vor knapp zweieinhalb Monaten, bei der israelische Soldaten neun türkische Aktivisten getötet hatten. Die israelische Armee hatte nach dem blutigen Zwischenfall Videobilder veröffentlicht, die zeigten, wie die türkischen Aktivisten die Soldaten auf Deck mit Schlagstöcken und Stühlen angriffen.    

"Der zentrale Fehler - auch meiner - war, dass wir dachten, dass 10 bis 15 Leute an Deck sein würden, wir mehrere Blendgranaten werfen und sie zur Seite gehen würden. Dann hätten wir binnen einer Minute 15 Soldaten herunterlassen können", sagte Ashkenazi nach Angaben der israelischen Nachrichtenseite "Ynet". Die Bilder der Armee zeigten, wie jeder Soldat, der sich aus einem Hubschrauber auf Deck herunterließ, von mehreren Aktivisten angegriffen wurde.

"Man hätte mit präzisen Waffen schießen müssen"

"Man hätte mit präzisen Waffen schießen müssen, damit jene neutralisiert werden, die (die Soldaten) daran hindern, an Deck zu kommen - dies hätte die Gefahr für die Soldaten verringert. Dies ist die zentrale Lehre für den nächsten Einsatz", sagte Ashkenazi den Angaben zufolge.

Die Einsatzkräfte hätten auf die geschossen, "bei denen das notwendig war, und nicht auf die gezielt, bei denen das nicht notwendig war". Das Feuer sei erst eröffnet worden, nachdem ein Aktivist einem israelischen Soldaten in den Bauch geschossen habe.

Bei ihrem "maßvollen und gerechtfertigten" Einsatz hätten die israelischen Soldaten "einen kühlen Kopf und Mut" bewiesen, sagte Ashkenazi vor dem Untersuchungsausschuss weiter. Den Vorwurf, bei einigen Aktivisten wiesen die Schüsse auf Hinrichtungen hin, wies er zurück. Einige Schüsse seien aus nächster Nähe abgegeben worden, weil es ein Kampf auf Leben und Tod gewesen sei. So sei einer der israelischen Soldaten mit einer Axt angegriffen worden.

Zur Verteidigung seiner Soldaten wies der Generalstabschef zudem darauf hin, dass ein Einsatz sich nicht ganz genau so ereigne wie vorgesehen, zumal nie restlos alle Informationen zu den Einsatzbedingungen vorlägen. "Der Unterschied zwischen einem Erfolg und einer Komplikation ist so fein wie ein Haar", fügte der General hinzu.

Kritik im Untersuchungsbericht

In einem internen Untersuchungsbericht, der Mitte Juli teilweise veröffentlicht wurde, hatte Ashkenazi allerdings kritischere Töne angeschlagen. Es seien zwar keine Versäumnisse oder Nachlässigkeiten festgestellt worden, "aber es wurden sicher Fehler identifiziert, die in der Zukunft korrigiert werden müssen", hieß es in dem Papier.

Vor Ashkenazi hatten am Montag und Dienstag der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak den Einsatz gegen die Gaza-Flotte vor dem Untersuchungsausschuss verteidigt. Netanyahu ging zudem auf Konfrontationskurs zu den Vereinten Nationen und drohte mit dem Boykott der UN-Untersuchungskommission, die am Dienstag unter israelischer Beteiligung ihre Arbeit aufnahm. Hintergrund ist ein Streit darum, ob das Gremium auch israelische Soldaten befragen darf. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 171
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wero2
00
26.8.2010, 20:44
eisenstangen-futsis

hab Euch schon vor ca 3o jahren in comiso/sizilien überlebt.
es eisenstangen-futsis wartets doch noch mal 1o-2o jahre. dann vieleicht ein durchkommen.

heut sag ich Euch linken,rechten - evangelen oder katholen, odins gans halt allgemein.

no pasera - sicher falsch geschrieben, aber grundsätzlich:

keinen mm-boden der menschenverachtung.

F S 3
13
18.8.2010, 13:15
Na, wenn Isreal tatsächlich "künftig härter vorgehen will", sollten sie vielleicht bei jenen Schiffen anfangen, die MIT SPRENGSTOFF BELADEN, AUS DEM EIGENEN LAND AUSLAUFEN…



"Egypt seizes explosives on ship coming from Israel"
http://english.people.com.cn/90001/907... 06286.html

Lünz
21
15.8.2010, 09:57
Wer kann in int. Gewässern schon mit der IDF rechnen?

Da muß man von Piraterie ausgehen. Und gegen Piraten wird man sich wohl wehren dürfen.

Fritz Wunderlich
00

blockadebrecher können in internationalen gewässern durchsucht werden
geiselnehmer und märtyrer laufen gefahr erschossen zu werden

Kepi Blanc
11
13.8.2010, 16:45
ein Witz diese Armada

den Schrott von der ersten Aktion hat die Hamas noch immer nicht abgeholt, man könnte doch eine Solidaritätskaravane für Régimeopfer nach Persien und ins Osmanische Reich schicken uiuiui hab ja ganz vergessen der Feind meines Feindes ist mein Freund.

Ich sag's euch nur, beim nächsten mal wüde ich mich mit einer Gasmaske in die Koje legen, das Schiff wird mit Tränengas ausgeräuchert, alle an Deck werden in einem Hagel von Gummigeschossen zu Boden gehen, die ganz wilden noch mit Taser beruhigt, Ende der Geschichte.

khaleb
00
15.8.2010, 20:02
die strategie sollte sein

Verletzte Demmonstranten in Kauf nehmen, aber tote Demonstranten vermeiden. Den nVerletzungen können wieder heilen.

DSA
33
12.8.2010, 16:42
Israel

gefährdet die Sicherheit der Vereinigten Staaten von Amerika!

präsi
 
718
12.8.2010, 09:50
dieser lächerliche bezug auf die propagandabilder

während der illegalen erstürmung nervt schon ziemlich. kein einziger schuss israelischer soldaten wurde auf dem bildmaterial gezeigt, man könnte beinahe glauben das die aktivisten alle selbstmord begangen haben.
unsere ach so tollen medien machen sich zum braven helfer dieser einseitigen propaganda, eine schande für jedes qualitätsmedium...

der angebliche bauchschuss ist ohnéhin eine offensichtliche lüge da keine schusswaffen an bord waren...

sfoglio
34
12.8.2010, 18:12
welche illegale

erstürmung?

Der Zwersch
10
14.8.2010, 17:25

Der Begriff internationale Gewässer würde ihren Verstand wahrscheinlich überfordern...ansonsten wären sie dem in dieser Debatte sicherlich schon begegnet.

khaleb
00
15.8.2010, 20:08
also Sie meinen

der Angriff von Nazideutschland z.B. auf die Frachter der Geleitzüge nach Russland und England waren lauter Kriegsverbrechen ?
Laut Kriegsrecht hätte Israel die Ghaza-Schiffe ganz einfach versenken dürfen, so schauts aus.

sanginius
00
17.8.2010, 17:12

Deutschland war mit England offiziell im Kriegzustand und die Konvois fuhren unter engl. (oder Allierter) Flagge. Transporter eines neutralen Landes anzugreifen (zb. Schweden) wäre ein Kriegsverbrechen gewesen.

die Palestinenser haben nicht mal einen Staat dem man den Krieg offiziell erklären kann und außerdem fuhren die Frachter unter türk. Flagge - eigentlich ein Verbündeter von Israel.

Ex-Muslim
75
12.8.2010, 12:53

Aber kaum bringt die Hamas Kinderfotos von der sonst fettleibigen Bevölkerung kommen dem Präsi die Tränen.

Der kennt sich halt aus mit Propaganda... glaubt immer noch mit Unterstützung der Islamisten den Kapitalismus zu vernichten. Hat Marx wohl nicht gelesen oder nicht verstanden. Der würde sich im Grabe umdrehen bei Leuten wie euch die sich auf ihn berufen... Religion ist Opium des Volkes. Muslime zum Krieg anstacheln ist eh bequem für die europäischen Wohlstands-Revoluzzer. Selbst machen sie sich ins Hemd wenn sie nur FPÖ lesen...

Der elegante Herr von nebenan
 
13
13.8.2010, 10:36

Bravo - genau so ist es!!!

open_eye
33
12.8.2010, 11:58
wo warst du während des angriffs?

daham im wohnzimmer??? i frog' nur, wal du die so supa auskennst!

Makronaut
57
12.8.2010, 10:29

die aktivisten haben es geschafft, den ersten soldaten zu überwältigen (die paintball-guns als primärwaffen hatten) und ihm die scharfe feuerwaffe, die er auf dem rücken trug, abzunehmen und damit andere soldaten anzugreifen.

Kein Witz
2215
12.8.2010, 07:38
Vollkommen richtig!

Generalstabschef Gabi Ashkenazi spricht es aus, was die Friedenstauben nicht hören wollen. Solche Konflikte, auch zukünftige, können vermieden werden, wenn das Militär mit der entsprechenden Härte reagiert.
Israel hätte das auch schon im letzten Konflikt mit dem Südlibanon und im Gaza-Krieg zelebrieren sollen, mit vollster Härte den Konflikt beenden, im Endeffekt werden dadurch Opfer vermieden!

Wabadoo
34
12.8.2010, 13:04

Also einfach immer NOCH härter - denn mit der bereits heutigen übermässigen Härte wurde nichts erreicht... Was, wenn man die Strategie ändern würde und gemäss Völkerrecht (Siedlungen, Besatzung etc.) einen Frieden finden würde? Mit Jordanien und Ägypten ists gelungen, mit der PLO (!) ists gelungen, Syrien ist verhandlungsbereit - gegen die Golanhöhen, mit einem eigenen Staat Palästina würde die Hamas bald von der Bildfläche verschwinden (haben nur noch wenig Rückhalt, schon gar nicht in Gaza UND WJL) und mit Libanon, da wirds ev. tough, denn Israel ist mitverantwortlich für einen schrecklichen Bürgerkrieg und die Hisbollah ist als REAKTION auf den Angriff 1982 erst entstanden. Aber 1 Problem - das dann ev. mit Härte gelöst werden könnte...

Kein Witz
43
12.8.2010, 14:45
Also Syrien als verhandlungsbereit,

und gleichzeitig die Hisbollah zu nennen, die nur von Syrien in einer Stellvertreterkrieg gemeinsam mit dem Iran gegen Israel aufgerüstet wird, zeigt wie naiv Sie sind.
Ich gehe mal davon aus, dass Sie keinerlei Ahnung von den wahren Zusammenhängen haben!
Selbstverständlich kann man gegen die Hamas und auch gegen die Hisbollah nur mit der vollen Härte vorgehen, ich gehe mal davon aus, dass das Israel bis dato vermeiden wollte.

Wabadoo
21
12.8.2010, 22:20

noch kurz zur Hisbollah: diese wurde erst NACH dem Angriff Israels auf den Libanon gegründet. Heute wird sie von Syrien unterstützt, weil Israel sich eben noch im Kriegszustand mit Syrien befindet - und der Frieden zumindest die Golanhöhen kosten würde. Da Syrien und Hisbollah aber eher eine Zweckgemeinschaft sind (nur schon Sunniten, Schiiten), könnte man damit zwei Fliegen auf einen Streich schlagen. Wie stark das mit Iran Propaganda ist und wieviel Realität kann ich nicht abschätzen, aber ich sag ja auch, dass die Hisbollah ein Problem bleiben könnte! Und auch die Hamas hatte erst Erfolge NACHDEM Israel sein Versprechen eines Palästinensischen Staates gebrochen hat (auch während der Verhandlungen die Siedlungen stets ausgebaut hat!)

Wabadoo
21
12.8.2010, 17:05

Naivität oder ausgewogene Informiertheit ist nicht exakt dasselbe ;-) Es gab historisch gesehen keine Kolonialherrschaft (und im Kern geht es darum), die langfristig erfolgreich war. Israel verunmöglicht mit der Siedlungspolitik eine Zweistaatenlösung, demnächst gibt es mehr Araber als Juden in diesem Gebiet (inkl. besetzte Gebiete), einige Jahre später auch ohne besetzte Gebiete... Mit Gewalt hat Israel langfristig KEINE Chance! Aber in der Tat ist es heute immer schwieriger eine Lösung zu finden - die Chance wurde in den 80er und 90er Jahren vertan, inzwischen sieht es für Israel LEIDER immer schlechter aus. Israel begeht quasi Selbstmord und alle, die es davon abhalten wollen, werden als Mörder dargestellt...

Susanne_B
616
12.8.2010, 08:16

Das Problem ist einfach folgendes: Das Militär hat nicht in israelischem Hoheitsgebiet reagiert, sondern in internationalen Gewässern. Dort ein Schiff zu entern, nennt man gemeinhin Piraterie.

sfoglio
11
12.8.2010, 18:11
nope

eben nicht.

seerecht/völkerrecht durchlesen!

Der Zwersch
10
14.8.2010, 17:26

Ja tun sie das mal, dann fällt ihnen vielleicht auf das ihre Vorposterin vollkommen recht hat.

Alf von Melmak
 
212
12.8.2010, 07:29
Israel will künftig härter vorgehen

Soll heißen: Keine Überlebenden mehr, oder so?

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