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Der derzeit wohl prominenteste Klient von Manfred Ainedter ist Karl-Heinz Grasser, ehemaliger Finanzminister und aktuell im Visier der Justiz.

Ernst Geiger, ehemaliger Leiter der Wiener Kriminalpolizei, wurde im Frühjahr 2009 vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs freigesprochen.

Auch Bernhard Khol, ehemaliger Radrennfahrer, der des Dopings überführt wurde, gehörte zu Ainedters Klienten.

Rainhard Fendrich musste sich wegen Kokainkonsums und wegen falscher Zeugenaussage vor Gericht verantworten.
derStandard.at: Wie sieht der "typische" Arbeitstag von Manfred Ainedter aus?
Ainedter: Ich beginne meistens um 9.00 Uhr, und dann geht es durch bis 19.30 oder 20.00 Uhr. Mittagspause gibt es keine.
derStandard.at: Wie viele Stunden arbeiten Sie im Schnitt pro Woche?
Ainedter: Durchschnittlich sind es 60 Stunden pro Woche.
derStandard.at: Wie entspannen Sie sich vom beruflichen Stress?
Ainedter: Ich gehe abends gerne aus und spiele gerne Golf.
derStandard.at: Wie bringen Sie Berufliches und Privates unter einen Hut?
Ainedter: Schwierig, da jedoch sowohl meine Frau als auch meine beiden Kinder bei mir in der Kanzlei tätig sind, sehen wir uns ständig.
derStandard.at: Was war Ihr größter Karriereerfolg?
Ainedter: Erfolge gab es einige. Zum Beispiel die Freisprüche von Hofrat Ernst Geiger, Gewerke Assmann, Reinhard Fendrich oder der Freispruch für eine Frau, die ihren Mann mit 57 Messerstichen getötet hat (Notwehr).
derStandard.at: Und der größte Karriereflop?
Ainedter: Die ersten beiden Verurteilungen von Herrmann Gerharter (Konsum).
derStandard.at: Welche beruflichen Vorbilder haben Sie?
Ainedter: Walter Schuppich und Herbert Eichenseder.
derStandard.at: Wenn Sie sich von der Politik etwas wünschen könnten, was wäre das?
Ainedter: Klare Entscheidungen, ohne ständiges Herumlavieren mit Blick auf die nächsten Wahlen. Derzeit wäre das zum Beispiel die seit Jahrzehnten überfällige Verwaltungsreform, die als einzig wirklich sinnvolle Maßnahme Einsparungen in Milliardenhöhe bringen würde.
derStandard.at: Sollten alle Gehälter in Österreich transparent gemacht werden?
Ainedter: Nein, das ist mit der österreichischen Tradition nicht in Einklang zu bringen. Im öffentlichen Bereich wäre jedoch mehr Transparenz wünschenswert.
derStandard.at: Gibt es ein Patentrezept, um die nötige Distanz zu den Klienten aufzubauen?
Ainedter: Nein, ich hatte allerdings noch nie ein Problem damit.
derStandard.at: Gehen Ihnen bestimmte Fälle persönlich sehr nahe oder baut man einfach im Laufe der Zeit ein so starkes Schutzschild auf?
Ainedter: Ja, solche Fälle gibt es immer wieder. Diese bedürfen großer Sensibilität, welche ich zu haben glaube.
derStandard.at: Gibt es Personen, die Sie nicht vertreten würden? Wenn ja, welche?
Ainedter: Gibt es immer wieder. Generell ist die Frage der Übernahme eines Mandats vom Einzelfall abhängig. Ich sage immer: grundsätzlich hat jeder Mensch das Recht auf Verteidigung. Ich bin jedoch durch meine beruflichen Erfolge in der glücklichen Lage, Mandate ablehnen zu können. Dies kommt auch immer wieder vor. Zum Beispiel würde ich Fälle nach dem Verbotsgesetz nicht übernehmen und Fälle wegen Kindesmissbrauchs nur dann, wenn ich überzeugt bin, dass der Vorwurf nicht stimmt.
derStandard.at: Sind Sie im Urlaub für geschäftliche Dinge erreichbar?
Ainedter: Leider ja.
derStandard.at: Welchen Traumberuf hatten Sie? Was wollten Sie als Kind werden?
Ainedter: Ich wollte ursprünglich Arzt werden und habe mich nach der Matura für Jus entschieden. Erst während des Gerichtsjahres habe ich mich dazu entschlossen, Anwalt zu werden.
derStandard.at: Was ist Ihre größte Schwäche?
Ainedter: Eine gewisse geniale Schlampigkeit und die mangelnde Fähigkeit, im richtigen Moment Nein sagen zu können. (derStandard.at, 17.8.2010)
MANFRED AINEDTER promovierte 1975 zum Doktor der Rechtswissenschaften. Seine Karriere begann er als Rechtsanwaltsanwärter bei Dr. Gerö & Dr. Haindl. Im Jahr 1980 machte er sich selbstständig, 1988 gründete er seine jetzige Kanzleigemeinschaft (Ainedter & Trappel) mit Friedrich Trappel, seit Juli 2010 ist auch sein Sohn Klaus Partner in der Kanzlei.
Ainedter ist Gründungsmitglied des Kinderschutzvereines "Die Möwe". Vor kurzem erschien sein Buch "Ein Fall für zwei - Ehetipps vom Scheidungsanwalt".
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derStandard.at: Sollten alle Gehälter in Österreich transparent gemacht werden?
Ainedter: Nein, das ist mit der österreichischen Tradition nicht in Einklang zu bringen. Im öffentlichen Bereich wäre jedoch mehr Transparenz wünschenswert.
Aha. Beamtengehälter sollen also plakatiert werden (Schemen sind sowieso kein Geheimnis), aber die Privaten wollen ganz PRIVAT einsackeln. Wieso wundert es mich nicht, dass er KHG vertritt... *g*
Hakenkreuzschmierer verteidigen würde aber sich voll für von Sympathieträger wie Karl-Heinz Grasser oder Bernhard Khol einsetzt.
Im Übrigen gilt für Karl-Heinz Grasser die Unschuldsvermutung.
Unschuld überzeugt ist. Da hat Karl-Heinz ja nochmal Glück gehabt!
Angesichts dessen wie sehr die Klientel von Ainedter auf ihn selbst abfärbt, ist es vielleicht wirklich eine gute Idee, dass er nicht jeden vertritt. Er ist auch so schon unsympathisch genug.
Im Übrigen gilt für Karl-Heinz Grasser die Unschuldsvermutung.
da damit der Gleichheitsgrundsatz verletzt wird. Es gibt keine objektiven Gründen, warum jemand, der erklärt Waffen nur in Notwehr oder Nothilfe gegen Menschen einzusetzen bereit ist, nicht Jäger, oder Sportschütze sein darf oder auch einfach sich nur selbst mit einer Waffe verteidigen soll, wenn er besonders gefährdet ist.
Im Übrigen gilt für Karl-Heinz Grasser die Unschuldsvermutung.
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