Schadenersatz für unnötige Brustamputation

11. August 2010, 10:06
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Krebsdiagnose stellte sich als falsch heraus - Klage wegen fahrlässigem Handeln bringt 200.000 US-Dollar Schadenersatz

Los Angeles - Wegen eines ärztlichen Kunstfehlers wurden ihr beide Brüste unnötigerweise entfernt, nun bekommt eine Frau in Kalifornien Schadenersatz. Das Aufsichtsgremium eines Bezirkskrankenhauses in Los Angeles bestätigte am Dienstag einen Vergleich, nach dem das Opfer 198.000 Dollar (151.000 Euro) Schadenersatz bekommt. Im Jahr 2007 hatten zwei externe PathologInnen bei einer Untersuchung Krebszellen in ihren Gewebeproben festgestellt. Die Diagnose stellte sich später als falsch heraus.

Erst als die Frau erneut operiert wurde, um ihre Brüste wieder aufzubauen, stellten PathologInnen der Klinik fest, dass sie nicht an Krebs gelitten hatte. Es habe sich lediglich um eine gutartige Veränderung gehandelt, die Krebszellen sehr ähnlich gesehen habe. Die Frau verklagte daraufhin die Klinik, sie warf ihr unter anderem fahrlässiges Handeln vor. Auch die Rekonstruktion ihrer Brüste sei nachlässig ausgeführt worden. Außer dem Schadenersatz bekam das Opfer auch Kosten in Höhe von rund 25.000 Dollar erstattet, die sie sonst hätte selbst tragen müssen. (APA)

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