Pro und kontra Netzneutralität

11. August 2010, 09:25
2 Postings

Weshalb die Netzneutralität wichtig ist und, was es zu bedenken gibt

Ob Youtube oder Nachrichten von derStandard.at, ob World of Warcraft oder BitTorrent: Neutrale Netze leiten alle Inhalte durch, ohne nach der Herkunft der Datenpakete zu fragen. Die Netzbetreiber kontrollieren nicht, welche Inhalte unterwegs sind. Ebenso wenig bremsen sie bestimmte Daten aus, etwa Filme aus Tauschbörsen, die oft mehrere Gigabyte groß sind. Befürworter sehen in neutralen Netzen eine Voraussetzung für den Wettbewerb - und der dient dem Verbraucher. Das wird an einem Negativszenario deutlich: Was wäre etwa, wenn nur eine Suchmaschine zugelassen wird.

Megastau befürchtet

Doch der Verkehr auf der Datenautobahn wächst durch Videos, Internet-TV und Telefonieren im Netz (VoIP) rasant. So sehr, dass es ohne Regulierung bald einen Megastau geben könnte. Vor allem die Netzbetreiber fordern eine Abkehr vom Prinzip in seiner Reinform. Ihr Argument: Dienste, die die Leitungen besonders stark in Anspruch nehmen, sollen auch mehr zahlen. Darüber hinaus böten sich ihnen neue Geschäftsmodelle, etwa durch differenzierte Tarife: Nutzer, die große Datenmengen saugen, zahlen mehr als Gelegenheitssurfer. (red, DER STANDARD/Printausgabe, 11.8.2010)

Share if you care.