Ölpreise mit Verlusten

12. August 2010, 14:42
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Goldpreis knapp behauptet

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Donnerstagnachmittag schwächer gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im September 76,91 Dollar und damit 1,42 Prozent weniger als am Mittwoch. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 76,52 Dollar gehandelt.

Im Zuge eines festen Dollarkurses und schwächerer Aktienmärkte sanken die Ölpreise nun den dritten Tag in Folge. Auch die jüngsten US-Daten üben Druck auf den Markt aus, so Händler. Zudem schürt die US-Energiebehörde IEA die Sorgen um steigende Lagerbestände.

Die Experten der Commerzbank verweisen zwar auf gefallene Rohöllagerbestände in den USA, dies sei aber eher auf niedrigere Ölimporte zurückzuführen. Darüber hinaus deuten die IEA-Prognosen für die globale Ölnachfrage 2010 und 2011 auf eine Abschwächung der Nachfragedynamik hin, so die Commerzbank-Analysten.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.200,00 Dollar und damit höher zum Mittwochs-Vormittags-Fixing von 1.198,00 Dollar. Die Experten der Commerzbank sehen ein Aufwärtspotenzial. Aufgrund des festen US-Dollars könne sich Gold derzeit gut in einer engen Bandbreite um 1,200 Dollar halten.

Unterstützung erhielt der Goldpreis auch von Investorenseite. SPDR Gold Trust, der weltweit größte börsennotierte Goldfonds, konnte am Mittwoch zum ersten Mal seit Ende Juni wieder nennenswerte Zuflüsse verbuchen, so die Commerzbank-Experten. Die Bestände seien um 3 Tonnen angestiegen.

Massive Probleme könnte es bei der Zinnproduktion in Indonesien geben. Das indonesische Energieministerium kündigte an, dass das Produktionsziel von 105 Tausend Tonnen deutlich verfehlt werden wird, berichten die Commerzbank-Analysten. Indonesien ist der weltweit größte Zinnexporteur und die Nachfrage steigt derzeit an. Der Zinnmarkt werde sich daher weiter anspannen, vermuten die Experten. (APA)

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