Ausgezeichneter Physiknachwuchs

10. August 2010, 20:00
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Fünf Jungforscher erhalten Start-Preis bzw. ERC Grant

Um den in Österreich tätigen Forschernachwuchs in der Physik muss man sich zurzeit nicht allzu viele Sorgen machen: Gleich zwei der sechs Start-Preise für exzellente, in Österreich tätige Nachwuchswissenschafter unter 35 Jahren gingen heuer an Physiker, nämlich Barbara Kraus und Florian Schreck.

Dann wurde Anfang August bekannt, dass Francesca Ferlaino und Gregor Weihs vom Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck jeweils einen ERC Starting Grant erhalten, das europäische Pendant zum Start-Preis. Die beiden Jungforscher können in den nächsten Jahren insgesamt über 2,3 Millionen Euro in ihre Forschungen stecken.

Ein dritter ERC Junior Grant geht, wie gestern bekannt wurde, an Thorsten Schumm vom Atominstitut an der TU Wien, der im Vorjahr mit dem Start-Preis ausgezeichnet wurde. Er wird ebenfalls für die nächsten fünf Jahre 1,3 Millionen Euro in seine Forschungen zum Bau einer nuklearen Atomuhr investieren können.

Zurzeit ist unsere "Sekunde" als 9.192.631.770 Schwingungen einer Lichtwelle definiert, die zu einer spezifischen Anregung der Elektronenhülle des Cäsium-Atoms führt. Das Team um Schumm will nun versuchen, auf Grundlage des Radioisotops 229-Thorium einen noch genaueren und robusteren Zeitmesser zu konstruieren. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 11.08.2010)

 

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