Militär will über 100 Milliarden Dollar einsparen

10. August 2010, 18:41
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Generalsposten werden gestirchen, Ausgaben für externe Dienstleister gekürzt

Washington - Wegen des Rekorddefizits in den USA hat Verteidigungsminister Robert Gates angekündigt, eine von zehn zentralen Kommandos des US-Militärs einzusparen. Zudem sollen Generalsposten gestrichen und die Ausgaben für externe Dienstleister um zehn Prozent gekürzt werden. An die 100 Milliarden Dollar (75 Mrd.Euro) will Gates so in den nächsten fünf Jahren einsparen, um das Waffenarsenal der Armee zu modernisieren.

Nicht nur das Budgetdefizit, sondern auch der Abzug der US-Kampftruppen aus dem Irak zwingt Gates zu Ausgabenkürzungen, denn der Kongress stellt nun weniger Mittel bereit. Präsident Barack Obama will darüber hinaus von Juli 2011 an schrittweise die US-Truppen aus Afghanistan abziehen. Gates forderte die Streitkräfte auf, selbst die Standorte auszuwählen, die geschlossen werden sollen.

US-Waffen an Saudi-Arabien

Die US-Regierung will indessen laut Wall Street Journal Rüstungsmaterial im Wert von rund 30 Milliarden Dollar (22,7 Mrd. Euro) an Saudi-Arabien verkaufen. Das verstöre das verbündete Israel, das die Ausstattung des Rivalen mit modernen Waffen fürchte.(Reuters, dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 11.8.2010)

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