Prostitution als Knotenpunkt von Machtverhältnissen

10. August 2010, 16:36
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Neue Ausgabe der Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft

Das "Problem der Prostitution" ist im Zuge der Frauenemanzipation zu einer Art Aporie der Frauenbewegung und der feministischen Forschung geworden. Die Positionen reichen von Ablehnung bis zur Akzeptanz dieses Phänomens. Die jüngste Ausgabe von L'HOMME - Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft (Sommer 2010) nähert sich diesem Phänomen durch ein möglichst breites Spektrum historischer Einblicke, politischer Lösungsentwürfe und kulturwissenschaftlicher Anaylsen an.

Den Autorinnen geht es dabei nicht um Prostitution als Phänomen an sich. Vielmehr fassen sie Prostitution als einen Knotenpunkt, der Machtverhältnisse jeglicher Art erkennen lässt, auch wenn diese vertuscht werden, wenn ihre Offenlegung dem nationalen Diskurs oder den ökonomischen Interessen im Wege steht. (red)

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