"Wir sind alle fast wie Brüder"

10. August 2010, 16:57
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Zuversicht vor wichtigem Match gegen Weißrussland - Gute Chan­ce auf erstmalige Teilnahme an Endrunde

Pasching - Mit einem Sieg gegen Weißrussland könnte Österreichs Fußball-U21-Team am Mittwoch (19.00 Uhr) in Pasching einen großen Schritt Richtung erstmalige Qualifikation EM-Qualifikation machen. Derzeit sind die ÖFB-Junioren in Qualifikationsgruppe 10 punktegleich mit Schottland und einen Zähler vor den Weißrussen Tabellenführer. Die Gruppensieger sowie die vier besten Gruppenzweiten qualifizieren sich für das entscheidende Play-off für die Endrunde 2011 in Dänemark.

"Die Ausgangsposition ist klar. Dieses Spiel ist sehr wichtig und wir wollen es unbedingt gewinnen", versicherte Österreichs U21-Teamchef Andreas Herzog. Erklärtes Ziel des Rekordinternationalen ist es, erstmals in der Geschichte ein ÖFB-Team zur EM-Endrunde in der wichtigsten Nachwuchsklasse zu führen. "Wir haben auf jeden Fall das Potenzial, uns für die Europameisterschaft zu qualifizieren", betonte der 41-jährige Wiener.

Die Klasse manifestiert sich bereits im Kader. Dort stehen in Marko Arnautovic, David Alaba, Yasin Pehlivan und Christopher Drazan unter anderem vier Spieler mit A-Team-Erfahrung. "Als ich die Kaderliste bekommen habe, habe ich es erst gar nicht glauben können, wie hoch die Qualität in dieser Mannschaft ist", erklärte Arnautovic, der bei Werder Bremen zuletzt mehrmals für negative Schlagzeilen gesorgt hatte.

 Ex-Bremer Herzog kündigte an, dem hoch talentierten Jungstar nach dessen Undiszipliniertheiten im Training ins Gewissen zu reden. "Er hat alle Anlagen, ein ganz Großer zu werden. Aber er muss auch erkennen, dass Talent alleine nicht reicht", sagte Herzog. Dramatisieren wollte er die Situation des Offensivspielers bei Werder aber nicht

"Wir denken nur an das Spiel. Die Spieler, die jetzt dabei sind, werden aber auch im nächsten Spiel (der Entscheidungspartie am 7. September in Schottland/Anm.) dabei sein", sagte Arnautovic. Herzog: "Ich habe gar nicht gewusst, dass du jetzt den Kader machst!"

Gegen die Weißrussen hatte Österreich seine bisher einzige Niederlage der laufenden Qualifikation kassiert (1:2). "Das ist ein Gegner auf Augenhöhe, wir haben jetzt aber mehr Qualität zur Verfügung", meinte Herzog, der wegen Knieproblemen lediglich von Rapids Veli Kavlak eine Absage erhielt. Dessen Klubkollege Yasion Pehlivan betonte die gute Stimmung im rot-weiß-roten Lager: "Wir sind alle fast wie Brüder."

Große Hoffnungen werden in das oberösterreichische Publikum gesetzt. Das 7.000 Zuschauer fassende Waldstadion soll gut gefüllt sein, ein mögliches Play-off-Heimspiel würde der ÖFB in Steyr austragen. Unverständnis äußerte Herzog nur darüber, dass die Partie nirgendwo im TV zu sehen ist. "Ich hätte mir schon gewünscht, dass das Fernsehen dem Spiel mehr Bedeutung beimisst", sagte der Teamchef. (APA/red)

Österreich - Weißrussland (19 Uhr, Waldstadion Pasching, Referee Carlos Clos/Spanien)


Tabelle Qualifikationsgruppe 10

1. Österreich 6 4 1 1 13:6 13
2. Schottland 6 4 1 1 13:5 13
3. Weißrussland 5 4 0 1 11:7 12
4. Albanien 7 1 1 5 9:17 4
5. Aserbaidschan 6 0 1 5 5:16 1

Bisher gespielt: Albanien - Schottland 0:1, Schottland - Albanien
5:2, Weißrussland - Österreich 2:1, Österreich - Schottland 1:0,
Albanien - Aserbaidschan 1:0, Aserbaidschan - Weißrussland 2:3,
Österreich - Albanien 3:1, Schottland - Weißrussland 1:0,
Aserbaidschan - Österreich 1:2, Weißrussland - Albanien 4:2, Albanien
- Österreich 2:2, Aserbaidschan - Schottland 0:4, Albanien -
Weißrussland 1:2, Österreich - Aserbaidschan 4:0, Schottland -
Aserbaidschan 2:2

Die weiteren Spiele: Weißrussland - Schottland, Aserbaidschan -
Albanien (jeweils 4. September), Schottland - Österreich,
Weißrussland - Aserbaidschan (jeweils 7. September)

Modus: Die zehn Gruppen-Sieger und vier besten -Zweiten steigen in
die Play-offs auf. Die sieben Play-off-Gewinner qualifizieren sich
für die EM 2011 in Dänemark (Veranstalter fix qualifiziert).
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