Deutsche "Basarökonomie"

Erst wird importiert, dann exportiert

10. August 2010 14:24

Der Anteil an Vorleistungsgütern aus dem Ausland nimmt weiter zu, fast ein Fünftel des deutschen Exports wird zuvor importiert

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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ulrichsasd
10.08.2010 21:47
Diese Waren würden im Produktionsprozess bearbeitet oder einfach wieder exportiert.

worüber sie schreiben ist ganz gewöhnliche wirtschaft in zeiten der globalisierung.
sollten etwa alle deutschen exportgüter nur in deutschland hergestellte teile enthalten?
was würde das etwa für magna steyr, avl, und die vielen anderen zulieferer auw österreich bedeuten?
bitte bevor sie schwachsinn schreiben ein wenig denken!

Def. Izit
10.08.2010 15:55
ob BWM, Liebherr, Siemens und CO

Die Teile werden hier her geliefert, (steuerarm) montiert und dann (steuerarm) exportiert.

Nur die Steuern der Arbeiter (werktätige Masse zuzügl. UST) wird gecasht.

Diejenigen, die Werktätige (Lohn- und UstTätige Masse) schaffen, gehen steuerfrei aus. Das ist "soziale Marktwirtschaft" á la ÖVSPÖ. Nur es geht sich so nicht aus.

Die Wirtschaft hat inzwischen (in Kenntnis der Marxschen Theorie der Reservearmeen) den Zeitarbeiter und den "atypisch Beschäftigten" geschaffen.

Ob SP oder VP, die schauen nur auf ihr eigenes Überleben.

ÖVP und Banken sind eine Seuche !
10.08.2010 20:14
ob von kindern produziert - ist egal

hauptsache billig, hohe gewinnspanne
markenschuhe, markenkleidung, egal

observer1002
11.08.2010 13:22
Niemand, ...

... absolut niemand verbietet Ihnen, auschließlich in Österreich hergestellte, nicht gebrandete, dafür aber höchsten Umwelt- etc. -standards entsprechende Produkte aus handwerklicher Erzeugung zu konsumieren ....

ÖVP und Banken sind eine Seuche !
11.08.2010 21:08
wo ??? hergestellt in österreich

ist doch alles umgepackt

Mork vom Ork
11.08.2010 21:13

es gibt noch immer bauern, schuster, Schneider und Co.

Dann werdens mal sehen was die Waren bei einem österreichischen Lohnniveau (arme unterdrückte österreichische Arbeiter) wirklich kosten.

HAt schon einen Grund gegeben warum sich die Masse früher kein zweites Paar schuhe hat leisten können.

Agnostiker1
10.08.2010 15:40
Die (US-)Polemik gehen dir EXPORTNATION Deutschland geht somit ins Leere.

Allen Postern, die über die Handelsbilanzüberschüsse der Deutschen hier lamentieren und großmäulig den deutschen Binnenmarkt reklamieren, müssen jetzt ihren Standpunkt überdenken. Wir sollten Deutschland dankbar sein, dass sie die "einfachen" Halbfertigfabrikate importieren und diese zu gefragten und marktfähigen Fertigprodukten, inclusive den eigenen Anteilen, zu begehrten hightech-Produkten zusammenbasteln. Es ist belegbar, dass primär die lohnintensiven Vorprodukte importiert werden. Solange wir einen Exportanteil von über 30 % nach Deutschland mit beteiligt sind, soll uns das recht sein. Unbefriedigend ist, dass wir nicht in der Lage sind - in großem Umfang - selbst als Exporteure aufzutreten.

observer1002
11.08.2010 13:39
@Unbefriedigend ist, dass wir nicht in der Lage sind - in großem Umfang - selbst als Exporteure aufzutreten.

Sie tun der österreichischen Exportwirtschaft unrecht: Zwischen 1995 und 2008 stiegen die ö Warenexporte jährlich im Schnitt um 8%. Ö gehörte damit zu den wenigen Industrieländern, die trotz des Erstarkens Chinas und der anderen BRICS ihren Anteil am Welthandel steigern konnten. (Auch Deutschland verlor Weltmarktanteile.)
Und getragen wurde diese Entwicklung von Exporterfolgen nach Osteuropa und Übersee. Der Anteil Deutschlands an den ö Exporten sank von 38% auf 31%, immer noch hoch, aber niedriger als jemals zuvor in der Nachkriegsgeschichte .....

Quelle: http://www.bmwfj.gv.at/Aussenwir... r_2009.pdf

Agnostiker1
11.08.2010 17:41
Nachgang zum vorigen Posting:

Sie müssen bei den "guten" 31 % auch bedenken, dass D. krisenbedingt weniger importierte.

Agnostiker1
11.08.2010 17:35
Ohne Ihren Link gelesen zu haben, sollten Sie den extremen Sonfereinfluss....

....mit den östlichen EU-Nachbarn angemessen berücksichtigen.

Worauf ich hinaus will: unsere Lizenzbilanz ist beschämend, wir haben fast keine Produkte mit einer Allleinstellung am Markt, von einer F & E mit System und Substanz kann keine Rede sein und wir lügen uns selbst an, weil wir den bequemen Weg der verlängerten Werkbank gehen. Unsere Unis sind in allen Rankings abgeschlagen, die Grundlagenforschung findet ganz woanders statt usw.

Mork vom Ork
11.08.2010 21:17

@grundlagenforschung.
was erwarten sie sich bitte in einem Land mit 8 Mio einwanderern in der Grundlagenforschung? Da gehören wir gar nicht hin.

Österreich hat entgegen der Schweiz keine Großkonzerne, sondern ist ein Nischenplayer.

Agnostiker1
12.08.2010 07:22
Ich erwarte, dass zumindest der EU-Beschluß über....

....die Mindestförderung realisiert wird. Schauen Sie Holland mit deren 1.A-Grundlagenforschung an.

also dann ...
10.08.2010 17:35
eigenartig ... wieso s t i e g dann die brutto-wertschöpfung des produz. sektors

in D an...,
was ja der these sinn`s diametral widerspricht ?

Der Anteil dieses Bereichs (produz. Sektor) an der Bruttowertschöpfung aller Wirtsch.sektoren in D lag bei 23,5% (2008) und war...höher mit 23,1% (1994).
- Zw. 1994 -2008 erhöhte sich die preisber.Brutto-wertschöpfung des verarb. Gewerbes jährlich um durchschnittlich 2,2% (Gesamtwirtschaft nur +1,7%)
NONA ...
haben die US, F in ihrer Kritik recht :
- Die Produktivität im verarb. Gewerbe s t i e g seit 1994 jährlich um 3,5%,
- die Lohnkosten nur um 2,8%, d.h. sie s a n k e n daher um 0,7%.

und was ...verstehen sie von wirtschaft ?

http://www.finanznachrichten.de/nachricht... ng-015.htm

observer1002
11.08.2010 14:00
Ein bißchen Gleichgewichtsphilosophie:

Wenn es wirklich nur um das Verhältnis der Industrieländer zueinander ginge, hätten diejenigen, die den deutschen eine merkantilistische "beggar-thy-neighbour"-Politik vorwerfen, wohl - zumindest ein bisschen - recht. In Wirklichkeit geht es aber um die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der (Hochlohn-)Industrieländer gegenüber der Konkurrenz aus China etc. Und da führt an einer produktivitätssteigernden UND kostendämpfenden Politik - leider - kein Weg vorbei. Und das erkannt zu haben, ist nicht, wei manchmal suggeriert wird, ein moralischer Fehler Deutschlands (und Österreich), sondern rationale Wirtschaftspolitik.

P.S.: Der letzte Halbsatz ("... d.h. sie sanken daher um 0,7%") ist falsch und polemisch - aber das wissen Sie ohnehin ...

also dann ...
11.08.2010 23:12
sorry - aber sie beschreiben ja k e i n ...gleichgewicht !

z.b. - aussenhandel
mein (export)ÜBERSCHUSS = dein (import)DEFIZIT !
die salden müssen ja über den welthandel ausgeglichen sein - o d r ?
d.h
- die importländer (USA, GB, E, F + griechenland z.b.)
finanzieren... über ihre binnen-nachfrage
- die exporte aus china, D, japan + Ö z.b.
und der hauptfaktor... für den privatkonsum
(in USA = 70 % des BIP) sind :
die L Ö H N E..., vwl. besser die lohnstückkosten (d.h. inkl. der produktivität).

und da diese in D seit 2000 um 8 % s a n k e n
und in GR, F, E zw. 15-30 % stiegen,
hat D nur über lohndumping... einen vorteil erreicht.
raten sie mal, wie lange dies gut geht...,
denn d. wirtschaft ist ein nullsummen-spiel.

ad. 0,7 %...
die lohnstückkosten...s a n k e n, stimmt !

Agnostiker1
11.08.2010 08:16
Sie kaprizieren sich auf den deutschen Maschinenbau.

Das ist der Trick! Gesamtwirtschaftlich?

also dann ...
11.08.2010 23:20
sagte ich dies ? ich sprach vom "produzierenden sektor" ... falls sie

überhaupt wissen was das ist ?

im übrigen bezog sich h.w.sinn...
in seiner hohlen these...NUR auf diesen sektor.
auch klar - weil im DL-sektor, eine ungleich höhere wertschöpfung lukriert wird - und die vorleistungen eher gering sind...

so what ?

Agnostiker1
10.08.2010 22:19
Erbsenzähler am Werk!

Ihnen ist nichts zu blöd - Hauptsache widersprechen. Eine rechnerische Differenz von 0.7 % als Beweis anführen, ist das Vorrecht von Korinthen.....

also dann ...
10.08.2010 23:45
denken ist nicht ihr ding, gelle. : 0,7 % p.a. - von 1994-2008 !

mann o mann ...

also dann ...
10.08.2010 15:10
welch ein quatsch... 1. widersprechen sich dies meldung

mit jener von nur 1 tage zuvor...,
wo ja auf den KONSUM-charakter (handys, laptops, DVD-player...sind ja keine investitionsgüter !)
der importe hingewiesen wird

zitat :
...Der Anteil Chinas an den deutschen Importen werde damit heuer geschätzte 8,8 Prozent betragen, mehr als aus jedem anderen Land. Hauptartikel seien nicht nur billige Textilien und Spielzeug, sondern zunehmend auch Elektrogeräte wie Handys,
Laptops und DVD-Player.
http://derstandard.at/128098426... -Lieferant

zum 2. betraf ein stark steigender importanteil vor allem die e n e r g i e (aus russland z.b.)

wie d o o f...
mit solchen phrasen den UN-sinn (des h.w.sinn)
zur theorie hochzustilisieren !

Agnostiker1
11.08.2010 08:23
DVD-Player haben keine "Hebelwirkung" und generieren....

....keine neue Wertschöpfung.

also dann ...
11.08.2010 22:59
importe ...generieren generell keine wertschöpfung,

egal ob energie, dvd.plaer oder handys.

was ... behirnen sie überhaupt ?

Agnostiker1
12.08.2010 07:28
Energie für Fabriken ist sehr wohl ein Vehikel zur Wertschöpfung.

Agnostiker1
10.08.2010 22:24
Nur gut, dass es Krämerseelen wie Sie gibt. Typisch für....

kleine Karos. Sie blamieren sich damit bis auf die Knochen.

Karl Krammer
10.08.2010 16:05
und worin genau widersprechen sich die Informationen?

wenn von den 70 Mrd. € Einfuhren ca. 20% der 85 Mrd. € Ausfuhren aus ausländischen Vorleistungen stammen, dann sind das 17 von 70 Mrd. €, also knapp 25%. Bleibt also Raum für 75% der Importe, Konsumzwecken zu dienen.
Deutschland ist ein Hochlohnland und macht einen Teil seines Geschäfts durch die Veredelung von Investitionsgütern. Niedriglohnländer hingegen erzeugen ihre Produkte selbst und führen wenn überhaupt dann Rohstoffe ein. Ist einfach eine andere Stufe der Produktionskette. Trotzdem sind auch in Deutschland die meisten Importe Konsumgüter - was sich eben nicht widerspricht. Es relativiert nur den Titel "Exportweltmeister", weil das eine Umsatz- und keine GuV-Größe ist.

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