Kindergärten erhalten in Kürze Bildungsplan für Fünfjährige

10. August 2010, 14:15
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Ziel ist die bestmögliche Vorbereitung auf den Schuleintritt

Wien - Fünfjährige Kindergartenkinder sollen ab Herbst österreichweit einheitlich auf den Schuleintritt vorbereitet werden. Rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr ergeht ein entsprechender Bildungsplan in den nächsten Tagen an alle Einrichtungen. Ziel sei es, die Kinder bestmöglich auf die Schule vorzubereiten, erklärte Familienstaatssekretärin Christine Marek (ÖVP) am Dienstag im "Ö1-Mittagsjournal".

Das "Modul für das letzte Jahr in elementaren Bildungseinrichtungen" ist eine Ergänzung zum bereits bestehenden bundesländerübergreifenden Bildungsrahmenplan für Null- bis Sechsjährige. Ausgearbeitet wurde der Plan vom Charlotte Bühler-Institut in Abstimmung mit den Ländern und dem Familienministerium. Das Modul umfasst sechs Bildungsbereiche, die viele Praxisbeispiele enthalten, so die Staatssekretärin. Ziel sei es, die Kompetenzen der Kinder zu stärken in den sechs Bildungsbereichen Emotionen und soziale Beziehungen, Ethik und Gesellschaft, Sprache und Kommunikation sowie Bewegung und Gesundheit. Die weiteren Punkte sind Ästhetik und Gestaltung sowie Natur und Technik.

Mathematik beim Tischdecken

So sollte laut Marek etwa im Alltag zum Beispiel beim Tischdecken oder beim Bilden von Kleingruppen auf mathematische Aspekte geachtet werden. Auch sollten die Pädagogen bei den Kindern auf den Sprachgebrauch und die korrekte Bezeichnung von Formen achten und mit ihnen den Umgang mit Geld erproben.

Der Bildungsplan ist Teil der 15a-Vereinbarung mit den Ländern, die sich zur Umsetzung ab dem neuen Kindergartenjahr verpflichtet haben. Kritik aus der Steiermark, wo man sich geweigert habe, den Plan umzusetzen, wies Marek zurück. "Das ist erstaunlich, offenbar ist ihnen Bildungsarbeit im Kindergarten nicht wichtig", stellte die Staatssekretärin gegenüber der APA fest. Kinder sollen nach bundesweit einheitlichen Kriterien bestmöglich auf die Schule vorbereitet werden, alle sollen die gleichen Startchancen erhalten, betonte sie. Für Tageseltern, die Fünfjährige betreuen, gibt es einen eigenen Leitfaden. Dieser ergeht an die Trägerorganisationen.   (APA)

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