82.000 Besucher auf der "regionale"

10. August 2010, 14:08
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Steirisches Festival für zeitgenössische Kunst läuft noch bis zum 14. August

Graz - Das Kulturfestival "regionale 10" im obersteirischen Bezirk Liezen geht ins Finale. Bis zum Ende der Woche rechnen die Veranstalter mit einer Gesamtbilanz von rund 82.000 Besuchern innerhalb von elf Wochen. Ein Teil der 200 Einzelveranstaltungen seit Anfang Juni war bei freiem Eintritt zu erleben, sodass die Besucherzahlen auf Schätzungen beruhen. Per Ticketverkauf wurden rund 41.500 Besucher gezählt, hieß es am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz.

"In der Mitte am Rand" war das Motto des Festivals für zeitgenössische Kunst, das noch bis zum 14. August an unterschiedlichen Plätzen im gesamten obersteirischen Bezirk Liezen stattfindet. Insgesamt hat das die steirische Landesausstellung ersetzende Festival, das seit dem Jahr 2008 alle zwei Jahre in einer anderen steirischen Region ausgetragen wird, 35 Projekte aus den Bereichen Musik, bildender Kunst, Theater, Alltagskultur und Interaktion angeboten, schilderte Intendant Dietmar Seiler. Er zeigte sich mit den Besucherzahlen durchaus zufrieden. "Der Bezirk hat diese Chance, zeitgenössische Kunst in Szene zu setzen, definitiv mehr als genutzt", resümierte auch Kulturlandesrätin Bettina Vollath durchaus positiv.

Beliebte Programmpunkte

Große Anziehungspunkte waren die Ausstellung "Play Admont" im Stift Admont (bisher rund 24.000 Besucher), die einen spielerischen Zugang zur Gegenwartskunst bietet, und die Ausstellung "Der schaffende Mensch - Welten des Eigensinns" des Universalmuseums Joanneum in seiner Außenstelle Schloss Trautenfels. Als "vollen Erfolg, der die Erwartungen mehr als erfüllt hat", bezeichnete Seiler das von Peter Oswald neu initiierte Arcana-Festival für neue Musik in der Region um das obersteirische St. Gallen. Während des zwölftägigen Musikfestivals sei die Region um St. Gallen "weitgehend ausgebucht" gewesen, schilderte Seiler.

Großes Medienecho, aber auch viel Widerstand der ansässigen Bevölkerung hat das Projekt des chinesischen Künstlers Ai Weiwei hervorgerufen, der den Gipfel des Dachsteins um einen zusätzlichen Felsbrocken aus China erweitert hat. Die Dachstein-Gletscherbahnen freuten sich daraufhin über einen absoluten Besucherrekord mit 12.000 Gästen im Juli (bisher durchschnittlich 10.000), so Intendant Seiler.

Das Land Steiermark finanziert das Festival mit vier Millionen Euro, durch Sponsoring und Karteneinnahmen liegt das Gesamtbudget bei rund 4,7 Mio. Euro, schilderte der kaufmännische Geschäftsführer Werner Schrempf. "Rund 60 Prozent sind unmittelbar in der Region Liezen ausgegeben worden", so Schrempf.

Der Abschluss

Am kommenden Samstag geht die "regionale" mit dem Fest am Altausseer See, "Berge in Flammen", offiziell zu Ende. Zuvor brechen am 12. August rund 150 Künstler in Gössl am Grundlsee zur "Kulturkarawane" über das Tote Gebirge auf, um zum Abschlussfest in Altaussee einzutreffen. Die beiden großen Ausstellungen in Schloss Trautenfels und Stift Admont laufen noch bis 31. Oktober bzw. 7. November. (APA)

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