Post Mortem

Toter Dackel sollte seinen Fernseher anmelden

10. August 2010 13:56

Bayerischer Rundfunk forderte "Bini" zu Zahlung auf

München - Ein toter Dackel ist in München zur Anmeldung seines Fernsehers aufgefordert worden. Entsprechende Post flatterte seiner Besitzerin von der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) in den Briefkasten. "Das kommt schon einmal vor", sagte Andreas Müller von der Gebührenabteilung des Bayerischen Rundfunks und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung vom Dienstag.

Demnach wurde der vor fünf Jahren gestorbene Rauhaardackel "Bini" von der GEZ aufgefordert, bei eigenem Einkommen seine Rundfunkgeräte anzumelden. Die Besitzerin war erbost und beschwerte sich bei der GEZ.

Immer wieder einmal würden Hunde oder Katzen angeschrieben, sagte Müller. Denn manche Besitzer ließen ihre Haustiere mit Vor- und Zunamen etwa bei Preisausschreiben teilnehmen oder registrierten sie mit Anschrift und Geburtsdatum im Internet. Da die GEZ für die Ermittlung von gebührenpflichtigen Personen auch Adressen von Unternehmen miete, landeten auch vermeintliche Menschen in der Datenbank, erklärte Müller.

Das könnte im Fall "Bini" auch passiert sein. Die Hintergründe werden jetzt recherchiert, hieß es von der GEZ in Köln. "Das war eine Verkettung unglücklicher Umstände", sagte Müller. "Bini" sei zudem als Tiername nicht erkannt worden, da er auch als Abkürzung für "Sabine" verwendet werde. "Das tut uns unendlich leid." (APA/dpa)

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19 Postings
Briefmarkenkleber
30.08.2010 18:43
Schede ums Porto und aus -

oder hat der Hund jetzt eine Mensch-bin-Neurose?

DD1981
12.08.2010 14:57

Ergo ist Bini mit 13 Jahren gestorben.

Besondere Kennzeichen: keine
12.08.2010 12:02
Diese Arbeitsweise erinnert ein bisschen

an damals, als man Kinder zum Mitsingen zu feindlichen Senderkennungen aufgefordert hat...

Mr. Spock
11.08.2010 13:46

Vielleicht lernen die Leute so, wofuer die Preisauschreiben wirklich dienen:

der Datensammlung.

Spaceman Spiff
11.08.2010 10:58

Schon wieder so ein Fall oder ist das derselbe Fall wie vor Jahren?

trollvottel
11.08.2010 15:26

Der eigentliche Skandal ist ja, dass die Inkassounternehmen wie GEZ halblegal Werbeadressen einkaufen, Adressen von Glücksspielveranstaltern holen oder, wie in meinem Fall, mit der Hausverwaltung zusammenarbeiten, so dass die HHV mit dem Installateur gleich noch die GEZ-Kontrolle mitbestellt. HV Halmer hat damals nicht einmal kapiert, wieso ich mich da beschwere, dass die mir so einen schnauzbärtigen Abkassier-Wappler vorbeischicken.

Herzerzog Johann
11.08.2010 09:57
Das Programm ist zu gruftig.

Sogar für einen toten Dackel.

Johann Englisch
11.08.2010 08:57
Man müsste seine Kinder

also Waldemar, Tasso oder Cleopatra nennen, um ihnen die Fernsehgebühren zu ersparen? Wär einen Versuch wert.

W.Hammerl
11.08.2010 16:09

Nennen sie sie Mustafa oder Fatima, dann werden sie auch keine Gebührenaufforderungen bekommen.

Der lustige aus dem zweiten Stock
 
11.08.2010 01:36
GEZ

Mit anderen Worten das bla bla wegen Daten werden nicht an dritte Weitergegeben und Datenschutz ist für die GEZ. Aber GIS ist auch nicht besser.

machtnixx
11.08.2010 12:46
warum?

es gibt ja in dem Fall nicht die GEZ die Daten weiter, sondern kauft bzw. mietet(?) sie...

Ava Tar
11.08.2010 00:35

man sollte das Internet mit fiktiven Addressen zushicen, damit ihnen der Blödsinn vergeht

Ausgeflippter Lodenfreak
11.08.2010 13:55

Eine fiktive Adresse bei einem Preisausschreiben ist aber irgendwie nicht zielführend ;-)))

trollvottel
11.08.2010 15:28

90% aller Preisausschreiben dienen nur einem Zweck: Adressen sammeln. Die Preise teilen die Veranstalter untereinander auf.

Beispiele? Man munkelt, dass der von deutschen Spielezeitschriften verloste Ferrari in der Garage des CEO landete (Ferrari war zufrieden, die hatten ihre Autos auf mehreren Titelseiten). Oder eine Grazer Tageszeitung, wo ich wen kenn: "Hey, brauchst a Fahrradl? Mir mocherten grad a Verlosung."

-> Wenn nicht "Ziehung unter notarieller Aufsicht" oder dergleichen dabei steht, ist's fast immer ein Betrug. Manchmal ist auch der Notar involviert.

kmmm
10.08.2010 22:56
die gier treibt blüten

Fleischsack, größtenteils aus Wasser
10.08.2010 16:25

-> Da die GEZ für die Ermittlung von gebührenpflichtigen Personen auch Adressen von Unternehmen miete

DAS sollte einem Sorgen machen in diesem Artikel. Im Übrigen sind die Deutschen zumindest ehrlich: Gebühreneinzugszentrale. Klar, eindeutig, böse. Nicht 'Information' und 'Service'-geschwängerter Neusprech wie bei uns.

01052004
11.08.2010 13:53

"kunden"

selbige dürfen dan submissest ihre anträge einbringen...

misanthropie
11.08.2010 08:46
ich will weder

information über die gis,
noch service..

also zahl ich auch nix, ende.

lesen büldet
11.08.2010 09:34

oaje,
jetzt kriegt bald wieder ein pitbull namens misanthropie eine aufforderung...

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