Apple lizenziert Flüssigmetall-Technologie

10. August 2010, 13:53
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Neue Metalllegierungen ermöglichen neue Gehäuse-Designs und einfacheren Fertigungsprozess

Apple hat eine Vereinbarung mit dem Unternehmen Liquidmetal Technologies getroffen, wie die Baltimore Sun unter Berufung auf eine Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC berichtet. Das Unternehmen hält Patente über spezielle Metalllegierungen, die auch als Flüssigmetalle bezeichnet werden, die nun auch von Apple genutzt werden können.

Exklusivrechte

Apple hat damit das exklusive Recht erworben, die Technologien zur Entwicklung neuer Consumer-Produkte einzusetzen. Zum diesem Zweck wird Liquidmetal ein neues Tochterunternehmen gründen, das die Lizenzierung der Technologie abwickeln soll. Wieviel Apple dafür gezahlt hat, geht nicht aus der Pflichtmitteilung hervor.

Besondere Eigenschaften

Im Gegensatz zur kristallinen Struktur herkömmlicher Metalle besitzen die Flüssigmetalllegierungen des Unternehmens eine amorphe, lose Struktur. Sie sind besonders hart und robust, gleichzeitig elastisch und leicht. Aufgrund eines im Vergleich zu konventionellen Metallen niedrigen Schmelzpunktes können sie leicht in Form gegossen werden und müssen nach dem Aushärten nicht wie herkömmliche Metalle nachbearbeitet werden.

Neue Unibody-Designs

Apple setzt für seine MacBooks aktuell eine spezielle Verarbeitungstechnik ein, mit der das Gehäuse aus einem einzigen Aluminiumblock gefräst wird. Auch das Gehäuse des HTC Legend wird so hergestellt. Durch die Lizenzierung der Flüssigmetall-Technologie werden neue Gehäuse-Designs und ein kostengünstigerer Fertigungsprozess ermöglicht. Sollte sich nun mancher User und Apple-Konkurrent zu fürchten beginnen: ein Flüssigmetall-Roboter wie aus "Terminator 2", der bei Zimmertemperaturen die Form ändern kann, bleibt (vorerst) Utopie. (red)

 

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    Flüssigmetall-Terminator, Schwarzeneggers Gegenspieler in "Terminator 2". Apple hat vermutlich weniger martialische Absichten.

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