Hochwasserlage entspannt sich

10. August 2010, 16:05
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Evakuierungen wurden aufgehoben, erste Aufräumarbeiten begannen, Ab Donnerstag werden aber neue Regenfälle erwartet

Die Lage in den Hochwassergebieten in Sachsen hat sich weiter entspannt. Vielerorts sanken in Brandenburg die Pegelstände von Neiße und Spree. Evakuierungen wurden aufgehoben, erste Aufräumarbeiten begannen. In Sachsen war man schon einen Schritt weiter: Im Landkreis Görlitz wurde der Katastrophenalarm beendet, das sächsische Wirtschaftsministerium stellte eine Million Euro für Straßenreparaturen bereit.

Spree: Katastrophenalarm bleibt

An der Talsperre Spremberg, der eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung des Spree-Hochwassers zukommt, lief alles nach Plan. Das Wasser läuft inzwischen kontrolliert Richtung Norden ab. "Für die Spree hat sich das ganz große Problem, denke ich, heute geklärt", sagte Brandenburgs Landesumweltamt-Chef Matthias Freude. Entscheidend ist für das benachbarte Cottbus nun, dass die Flutwelle nicht allzu stark anschwillt. Das sei eine "sehr sensible Angelegenheit", sagt Freude. Der Katastrophenalarm blieb daher bestehen. Der höchste Wasserstand wurde von der Stadtverwaltung am Abend erwartet.

Sachsen: Lage normalisiert sich

In Sachsen normalisierte sich die Lage zunehmend. Auch im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau, der zum Unesco-Welterbe gehört, war das Wasser am Dienstag weitgehend abgeflossen - und die Schäden schienen sich in Grenzen zu halten. Auch die Lage an der Elbe soll - zumindest bis Donnerstag - entspannt bleiben. Ein Großteil der Kräfte konzentrierte sich deshalb bereits auf den raschen Wiederaufbau.

In Polen wurde angekündigt, dass der zerstörte Witka-Staudamm durch eine moderne Anlage ersetzt werden soll. Nach dem Bruch der Staumauer waren gewaltige Wassermassen von der Witka aus in die Neiße geströmt und hatten eine sieben Meter hohe Flutwelle entstehen lassen. (APA)

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    Die Hochwassersituation in Deutschland entspannt sich zwar, ab Donnerstag sind aber neue Regenfälle zu erwarten.

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