Strafe für Kauf von gefälschter Ware

10. August 2010, 12:10
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1.000 Euro Strafe wegen Erwerbs gefälschter Taschen in Jesolo

Rom/Jesolo - Der Badeort Jesolo verschärft seinen Kampf gegen den Verkauf gefälschter Markenartikel durch fliegende Straßenhändler. Nachdem bereits im Juni eine 65-jährige Österreicherin 1.000 Euro Strafe zahlen musste, weil sie eine gefakte Luis Vuitton-Börse erworben hatte, wurden aus dem selben Grund kürzlich weitere zwei österreichische Touristen und zwei Schweizer bestraft.

Zuletzt wurde eine 48-jährige Eidgenossin ertappt. Eine gefälschte Tasche kommt ihr bei 1.000 Euro Strafe sehr teuer. Bei den Verkäufern handelt es sich um Senegalesen. Bisher wurden von der Polizei 17.000 Taschen und Börsen beschlagnahmt. Zwei Senegalesen, die sich gegen die Konfiszierung wehrten, griffen die Polizisten sogar an und verletzten sie.

"Die Touristen glauben, den Verkäufern einen Gefallen tun. Dabei helfen sie nur den kriminellen Organisationen, die diese Leute ausbeuten", so der zuständige Stadtrat Andrea Boccato von der rechtspopulistischen Partei Lega Nord. Seit Start der Kampagne sei die Zahl der Straßenhändlern um 50 Prozent zurückgegangen.

Der Hotelierverband von Jesolo meint, die Aktion sei gerechtfertigt, man müsse jedoch entsprechend informieren. "Ein Ort, der vom Tourismus lebt, muss dafür sorgen, dass die Besucher über die Strafen Bescheid wissen", betonte ein Sprecher.

Auf den italienischen Stränden floriert jeden Sommer der Handel mit Plagiaten. Tausende Verkäufer bieten gefälschte CD, DVD, Uhren und Sonnenbrillen an. Über die Hälfte der Italiener kaufen derartige Waren, ergab eine Umfrage. Die meisten rechtfertigen sich damit, dass Markenprodukte zu teuer sind. Daher sei es nicht verwerflich, Plagiate zu kaufen. (APA)

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