Flammen richten Milliardenschäden an

10. August 2010, 11:30
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Moskau nahm Hilfe aus dem Baltikum an

Die verheerenden Waldbrände in weiten Teilen Russlands haben Medienberichten zufolge einen Schaden von umgerechnet elf Milliarden Euro angerichtet. Der Schaden werde rund ein Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukts betragen, berichtete die Wirtschaftszeitung "Kommersant" am Dienstag. Von der Regierung gibt es noch keine offizielle Schätzung.

Der heißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnung vor 130 Jahren hat Russland über ein Drittel seiner Weizenernte gekostet. Die Regierung hat deshalb für den Rest des Jahres alle Weizenexporte verboten. Der dichte Smog, der den Bewohnern Moskaus seit Tagen den Atem nimmt, ließ am Dienstag etwas nach. Die Konzentration an Luftschadstoffen blieb aber hoch.

In der Zwischenzeit hat Moskau die von den benachbarten Balten-Republiken Lettland und Estland vorige Woche angebotene Hilfe zur Waldbrandbekämpfung angenommen. Riga hat sich bereiterklärt, Moskau zwei komplett ausgerüstete Feuerwehr-Fahrzeuge sowie ein Dutzend Brandbekämpfer zur Verfügung stellen. Tallinn schickt fünf Feuerwehrleute sowie Pumpen und Schläuche zur Unterstützung der Löscharbeiten. (APA)

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