Wiener Börse schließt am Dienstag schwach

10. August 2010, 18:49
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Verluste in einem schwachen Branchenumfeld - Semperit nach Zahlen stark - A-Tec mit deutlichen Abschlägen - Wienerberger unter Druck

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei schwachem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Aufgrund technischer Probleme bei der Wiener Börse kam es zu einer längeren Verzögerung bei der Berechnung des Schlusswertes des ATX. Informationen der Wiener Börse zufolge hat der Wiener Leitindex ATX mit einem Abschlag von 42,07 Punkten oder 1,66 Prozent bei 2.485,69 Einheiten geschlossen.

Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 30 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.515 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MESZ: Dow Jones/New York -0,85 Prozent, DAX/Frankfurt -1,02 Prozent, FTSE/London -0,63 Prozent und CAC-40/Paris -1,23 Prozent.

Im Sog fallender Kursnotierungen an Europas wichtigsten Börsenschauplätzen hat der ATX mit einem Kursminus geschlossen. Nach den schwachen US-Konjunkturdaten vom Nachmittag setzte der heimische Leitindex seinen Negativlauf fort.

Gut gesucht waren die Aktien von Semperit, die nach Vorlage von überraschend guten Halbjahresergebnissen mit einem Kursplus von 3,01 Prozent bei 29,40 Euro schlossen. Der Hersteller von technischen Gummiwaren hat die Markterwartungen deutlich übertroffen. Zudem erwartet das Management eine "zufriedenstellende Geschäftsentwicklung" im Gesamtjahr 2010.

Einen schwarzen Tag erwischten die Titel von A-Tec, die sich nach einem massiven Ergebniseinbruch um satte 6,40 Prozent auf 7,88 Euro verbilligten. Das Betriebsergebnis (EBIT) brach um 54 Prozent auf 32,1 Mio. Euro ein. Analysten hatten im Schnitt mit einem EBIT-Minus von lediglich 9,2 Prozent gerechnet.

Unter Druck gerieten Wienerberger. Die Titel des Ziegelproduzenten schlossen bei 10,48 Euro und einem Abschlag von 2,78 Prozent. Zuvor hatte die Investmentbank Goldman Sachs über eine Kurszieländerung von 16,5 auf 11,9 Euro entschieden. Die Empfehlung wurde mit "neutral" beibehalten.

Zu den Tagesverlierern gehörten die Indexschwergewichte Erste Group (minus 3,77 Prozent auf 29,07 Euro) und Raiffeisen International (minus 2,61 Prozent auf 34,28 Euro). Kursabschläge hatten auch die Titel der OMV zu verzeichnen (minus 1,86 Prozent auf 26,34 Euro), voestalpine ermäßigten sich um 0,43 Prozent auf 25,50 Euro. Einzig zulegen unter den im ATX Five notierenden Unternehmen konnten Telekom Austria (plus 0,31 Prozent auf 9,76 Euro).

Nach Vorlage sehr guter Andritz-Zahlen vom Vortag änderten einige Institute ihre Kurszieleinstufung für den steirischen Anlagenbauer. Die RCB hat ihr Kursziel für die Aktie von 50 auf 54 Euro erhöht. Die Empfehlung wurde aber angesichts ihrer jüngsten Kurssteigerungen von "buy" auf "hold" revidiert. Auch Erste Group und HSBC hoben ihre Kursziele für die Andritz-Aktie, die mit einem Abschlag von 1,77 Prozent bei 49,46 Euro schloss. (APA)

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