1.117 Tote nach Erdrutschen

11. August 2010, 15:46
1 Posting

Tausende Soldaten und Freiwillige suchen weiter nach Überlebenden - 600 Menschen vermisst

Peking - Für Hunderte verschüttete Menschen in China schwindet die Hoffnung auf eine Rettung aus Schlamm und Geröll. Drei Tage nach den verheerenden Erdrutschen in der nordwestlichen Provinz Gansu hat sich nach Regierungsangaben die Zahl der Toten auf 1.117 erhöht, mehr als 600 Menschen wurden am Mittwoch noch vermisst.

Regenfälle behindern Suche

Tausende Soldaten und Freiwillige suchten weiterhin nach Überlebenden. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua konnten die Rettungskräfte bis Mittwoch wegen des schlammigen Bodens keine Bagger einsetzen. Außerdem behinderten neue Regenfälle die Suche nach verschütteten Opfern. Unterdessen konzentrieren sich die Ärzte und Sanitäter in Zhouqu darauf, Epidemien zu verhindern.

Mittwoch früh wurde jedoch ein 50-jähriger Mann geborgen, der drei Tage lang im Inneren eines Hotels im Schlamm überlebt hatte. Weitere Lebenszeichen von Vermissten gab es nicht. Insgesamt wurden bis Mittwoch 1.43 Menschen gerettet, 64 von ihnen befinden sich noch in einer kritischen Verfassung. Nach heftigen Regenfällen waren am Sonntag im tibetischen Teil der Provinz Gansu mehrere Erdrutsche niedergegangen. Später stürzten die Wasser- und Schlammmassen eines Flusses zu Tal und brachen über eine Stadt und mehrere Dörfer herein. Rund 7.000 Soldaten wurden bisher eingesetzt. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    In China ist die Zahl der Toten nach Erdrutschen auf 337 gestiegen.

Share if you care.