"Das hat keinen Spaß gemacht"

9. August 2010, 18:53
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Tiger Woods auf dem sportlichen Tiefpunkt - Schlechteste Turnierbilanz seiner 14-jährigen Profikarriere

Akron - Tiger Woods, der im vergangenen Jahr durch private Eskapaden für Aufsehen gesorgt hatte, lieferte am Wochenende die schlechteste Turnierbilanz seiner 14-jährigen Profikarriere. Der US-Superstar benötigte beim Einladungsturnier in Akron, Ohio, 298 Schläge für die vier Runden auf dem Par-70-Platz und belegte mit unfassbaren 30 Schlägen Rückstand auf Sieger Hunter Mahan als 78. von 80 Teilnehmern den drittletzten Platz.

Woods bleibt dennoch vorerst auf dem Weltranglistenspitz, auf dem er seit 270 Wochen thront. Landsmann Phil Mickelson, dem Platz vier für die Übernahme der Nummer eins genügt hätte, wurde nur 45. "Das war einfach enttäuschend. Ich muss den Ball besser treffen, besser chippen, besser putten und näher ans Loch kommen" , sagte Woods, der 14-fache Major-Sieger.

Wenige Tage vor dem vierten Major-Turnier des Jahres, der PGA-Championship in Whistling Straits, Wisconsin, hat der 34-jährige Kalifornier damit sportlich den Tiefpunkt erreicht.

Ausgerechnet im Turnier, das er bereits siebenmal gewonnen hat, stellte der Vorjahressieger gleich mehrere Negativ-Rekorde auf. Seine 77er-Schlussrunde, seine Gesamtschlagzahl und seine Platzierung waren die schlechtesten Ergebnisse seiner Laufbahn. Erstmals seit 2003 spielte er in einem Turnier alle vier Runden über Par.

"Das hat wahrlich keinen Spaß gemacht. Aber ich habe schon ähnliche Situationen erlebt und bin immer irgendwie zurückgekommen." Nach dem üblen Wochenende stellte Woods sogar seinen Platz im zwölfköpfigen amerikanischen Ryder-Cup-Team für das Duell gegen Europa Anfang Oktober in Frage: "In dieser Form helfe ich dem Team nicht weiter." Bei der am Donnerstag anhebenden PGA-Championship, die Woods viermal gewonnen hat, startet Mickelson den nächsten Angriff auf den Weltranglistenersten. "Wenn ich in der Ergebnisliste immer vor Tiger bin, werde ich ihn irgendwann überholen" , meinte der 40-Jährige völlig zurecht. (APA, sid, red, DER STANDARD, 10. 8. 2010)

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    Woods fixiert Negativrekord und bleibt doch Nummer eins.

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