Die Stiftung, ohne die nichts geht

9. August 2010, 18:23
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Gaddafi-Sohn Saifs Stiftung hat sich dem Schutz der Menschenrechte verschrieben

Die "Gaddafi International Charity and Development Foundation", wie sie offiziell heißt, wird von Saif Al-Islam geleitet, dem einstigen Intimus von Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider und Sohn des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi.

Die 2003 gegründete Stiftung hat sich dem Schutz der Menschenrechte und der Entwicklung der Zivilgesellschaft verschrieben, so zumindest die Satzung.

Bekannt wurde die Stiftung durch Lösegeldzahlungen für Geiseln, die auf der Insel Jolo von Kämpfern der Abu Sayyaf entführt wurden. Die Gaddafi-Stiftung verhandelte auch über Entschädigungszahlungen für die Opfer des Lockerbie-Anschlags 1988, des Anschlags auf ein Flugzeug der französischen UTA 1989 und im La-Belle-Fall von Berlin 1986.

Auch im Fall der in Libyen zum Tode verurteilten fünf bulgarischen Krankenschwestern und eines palästinensischen Arztes erzielte die Gaddafi-Stiftung im Jahr 2007 eine Einigung. Zuletzt stellte sie finanzielle Mittel für die libysche Gaza-Flotte bereit. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 10.8.2010)

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