Hietzing: Reicher Bezirk mit alten Bewohnern

15. August 2010, 18:26
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    Die U4-Station Hietzing mit der Haltestelle Kennedybrücke ist der wichtigste Verkehrs-Knotenpunkt des 13. Bezirks.

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    Ergebnis Hietzung Gemeindeswahl 2005. Quelle: wien.gv.at

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    Ergebnis Hietzing Bezirksvertretungswahl 2005. Quelle: wien.gv.at

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    Schloss Schönbrunn besuchen jährlich mehr als zwei Millionen Menschen.

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    Beliebt bei Politikern ist es, Paten von Schönbrunner Tieren zu werden. So wie Gerald Grosz (BZÖ), der die Patenschaft eines Krokodils übernahm.

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    Wolfgang Schüssel beim Eisverteilen in seinem Heimatbezirk.

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    "Baustelle" Küniglberg. Bleibt der ORF in Hietzing oder nicht?

Der 13. Bezirk wird von der ÖVP regiert, die den "Schandfleck" Kennedybrücke bedauert

Wolfgang Schüssel und Heinz Fischer haben eines gemeinsam: beide haben in Hietzing, dem 13. Wiener Gemeindebezirk, ihre Kindheit verbracht. "Ich bin in Lainz aufgewachsen, habe am Roten Berg Schifahren gelernt. Ich bin mit meinem Fahrrad durch alle Gassen und Wege dieses schönen Bezirkes gefahren", erinnert sich der Bundespräsident. 

Grünflächen - nicht nur zum Skifahren - gibt es in Hietzing reichlich. Sie nehmen einen Anteil von 71,7 Prozent ein. Dies ist der höchste Wert in Wien, wobei die größte Grünfläche im Bezirk der Lainzer Tiergarten ist. 

Der Lainzer Tiergarten, für viele Wiener ein Jogger-Paradies, verfügt über einen hohen Wildbestand. Es gibt Hirsche, Rehe und eine große Zahl von Wildschweinen. Es ist aber nicht der einzige Ort im Bezirk, wo Tiere bestaunt werden können, auch der Tiergarten Schönbrunn liegt im 13. Bezirk. Hier finden sich hauptsächlich exotische Tiere: 1770 kam der erste Elefant nach Schönbrunn. Heute beteiligt sich der Tiergarten an internationalen Zuchtprogrammen für gefährdete Tierarten. Seit 2003 ist er ein Partner Chinas beim Nachzuchtprogramm für Pandas. Im August 2007 kam ein Panda-Baby ("Fu-Long") zur Welt. Erst vergangene Woche kam ein kleines Elefantenbaby zur Welt.

Touristenmagnet

Gleich neben dem Tiergarten, befindet sich das Schloss Schönbrunn. Es ist ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen. Im Jahr 2009 besuchten mehr als 2,4 Millionen Menschen das barocke Schloss, im Jahr 2008 sogar mehr als 2,5 Millionen Menschen. 

Wohlhabende, alte Hietzinger

Die Einwohner Hietzings sind eher reich. Österreichweit ist Hietzing der Bezirk mit der zweitgrößten Kaufkraft - sie liegt bei 28.201 Euro pro Einwohner. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsinstituts Gfk vom April dieses Jahres hervor. Nur die Innere Stadt weist eine höhere Kaufkraft pro Einwohner auf. Offensichtlich wird das, wenn man durch die Villengegend des Bezirkes spaziert. Der Ausländeranteil liegt mit 11,2 Prozent deutlich unter dem Wien-Schnitt (20,1 Prozent). Auffallend ist auch der hohe Altersdurchschnitt des Bezirkes. 13 Prozent der Menschen waren im Jahr 2008 75 und älter. In keinem anderen Wiener Bezirk gibt es einen höheren Altersschnitt.

Schwarze Hochburg

Bezirksvorsteher im 13. Bezirk ist Heinz Gerstbach (ÖVP). Er übt das Amt seit 1990 aus. Bei der Bezirksvertretungswahl 2005 kam die ÖVP auf 39,50 Prozent, die SPÖ auf 33,38 Prozent. Die Grünen erreichten 15,99 Prozent, die FPÖ kam auf 8,78 Prozent. 

Nicht immer war der Bezirk schwarz regiert. Es gab auch rote Bezirksvorsteher, etwa Eduard Popp, der von 1969 bis 1976 regierte, oder Eugen Gutmannsbauer, der das Amt von 1976 bis 1978 inne hatte. 

Der aktuelle SPÖ-Bezirksvorsetzende von Hietzing ist Alois Mayer. Der Klubobmann der Grünen heißt Gerhard Jordan und jener der FPÖ Günter Kasal.

Verkehrsproblem

Häufiges politisches Thema im Bezirk ist die Kennedybrücke, die eine Verbindung zwischen den Bezirken Hietzing und Penzing darstellt und in ihrer heutigen Form seit den sechziger Jahren besteht.

Die ÖVP bezeichnete die Brücke als "Schandfleck" und fordert einen Umbau. "Das Bauwerk entspricht längst nicht mehr den heutigen Erfordernissen eines modernen Verkehrsknotenpunktes", lautete das Resümee des ÖVP-Verkehrssprechers Wolfgang Gerstl nach einer Veranstaltung der ÖVP Penzing und Hietzing im Mai dieses Jahres, bei der die Neugestaltung diskutiert wurde.

Eine weitere "Baustelle" in Hietzing ist der Küniglberg, der das ORF-Zentrum beheimatet. Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob der ORF am Standort in Hietzing bleiben und das ORF-Zentrum renoviert werden soll, oder, ob ein Neubau an einem anderen Standort sinnvoller wäre. 

ORF-Finanzdirektor Richard Grasl hatte zuletzt für einen Neubau plädiert: "Nach meiner Einschätzung überwiegen derzeit zu einem kleinen Teil die Vorteile für einen neuen Standort." Bei einem Neubau erspare man sich einen jahrelangen Parallelbetrieb auf einer Baustelle. Denn spätestens ab 2012 müsste man im ORF-Zentrum massiv renovieren und umbauen. 

Früher Wahlkampfauftakt

Den Wahlkampf für die Gemeinderatswahl hat die Hietzinger ÖVP besonders früh ausgerufen. Schon Mitte Juni wurden Botschafter und Botschafterinnen Hietzings ernannt, unter ihnen Ex-Bundeskanzler Schüssel, die Wahlwerbung für den Bezirk machen sollen. Schüssel lobte die "zahlreichen Besonderheiten" seines Heimatbezirkes: der 13. Bezirk sei der grünste und lebenswerteste Bezirk Wiens, es gäbe hier das größte Klassik-Freiluftkonzert Europas, die größte TV-Sendeanstalt des Landes, den berühmtesten und ältesten Tiergarten der Welt und das Weltkulturerbe Schönbrunn.

Hietzinger Einbrecherbanden

Die Negativpunkte laut Schüssel: Medizinische Versorgung vor Ort müsse in Qualität und Angebot gesichert, die Verkehrsprojekte rasch in Angriff genommen werden und gegen Einbrecherbanden müsse "konsequent" vorgegangen werden. (rwh, derStandard.at, 13.8.2010)

Infos zum Bezirk:

Wahlberechtigte: 41.010 (Stand 2005)

Bezirksvorsteher: Heinz Gerstbach (ÖVP)

Bezirksvertretung: ÖVP 17, SPÖ 14, Grüne 6, FPÖ 3

Kommentar posten
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watzlilaus "walmoerder" wondratschek
 
36
17.8.2010, 03:22
Ich mag Hietzing

Trotz der Paranoididitaet seiner Einwohner wegen der Einbrecherbanden und obwohl ich in Mauer aufgewachsen bin...

Hietzing ist eben ein durch und durch buergerlicher Bezirk: Auch die Moerder haben legen - im Gensatz zu Favoriten oder Simmering - auch durchaus Chabrol-hafte Qualitaet an den Tag (etwas, das man in Mauer vermisst..). Man denke etwa an den Jus-Medizin Student, der seine Freundin zerstueckelt, an den Spekulanten, der seine Familie per Axt ins jenseits befoerdert, oder der Rechtsanwalt, der beim Fruehstueck im Cafe erschossen wird...

Also eine gewisse schwarze Romantik ist da schon vorhanden!

ichpfurzaufhietzing
65
16.8.2010, 18:29

ich pfurz auf hietzing!

graviton
024
16.8.2010, 17:49

Sie fuhr mit der U-Bahn bis Hietzing,
weil's mitm Piercing am Sitz hing.

EuroExpert
76
16.8.2010, 17:26
hietzing

ich bin sehr glücklich, NICHT in Hietzing leben zu müssen !

Mirstetta Toni
12
24.8.2010, 09:43

die hietzinger sind das auch!

ciao4zampe
 
11
19.8.2010, 00:44

ja danke dass sie nicht mein nachbar sind ;-p

caffènoir
12
16.8.2010, 18:09

ich auch!

ichpfurzaufhietzing
20
16.8.2010, 18:33

das wär das letzte, echt.

1116er
20
16.8.2010, 16:10
"die Brücke als "Schandfleck" "

so mancher hietzinger hätte dort wohl gerne einen vom degenerierte wuffi verschi$$enen garten mit dem üblichen hietzinger rost-zaun rundherum....

weil das ja sooooooooooo schön ist!

onlooker
10
16.8.2010, 14:31
eines würde mich schon interessieren, wo ist den schüssel in hietzing aufgewachsen,

ein solcher akzent bei seinem englisch ist nicht vorhanden, eher meidling

graviton
01
16.8.2010, 17:51

Wie weiter unten schon jemand korrigiert hat, ist Schüssel in Rudolfsheim aufgewachsen und durch eine glückliche Fügung des Schicksals später nach Hietzing übersiedelt.

onlooker
00
16.8.2010, 19:53
es geht hier nicht um eine glückliche fügung,

es geht hier um aussprachen, und bei fremdsprachen kann man die herkunft leichter feststellen, als wenn man die landessprache spricht,

Schnurz Homunculus
12
16.8.2010, 15:10
Fischer ist doch auch dort aufgewachsen und..

... sein Englisch - wie auch sein Deutsch - ist doch auch eher Meidlingerisch. Oder hat er die Fallfehler (3. und 4. Fall) erst einstudieren müssen, damit er als Sozialist gilt?

onlooker
10
16.8.2010, 19:50
es geht hier um die ausprache schüssels und nicht um fischer,

mit ezzes bin ich versorgt, aber manche akzeptieren fakts und manche eben nicht,
ob fischer oder schüssel, eine schande ist es allemal,
dass sich akademiker keine kompetenz in einer fremdsprache haben

ProBahöö
01
20.8.2010, 22:44
eine Schande ist aber auch

dass sich Poster keine Kompetenz in der deutschen Sprache haben.

onlooker
00
21.8.2010, 11:35
zugegeben mein fehler,

das "sich" hat sich eingeschlichen, sorry,
aber was hat mein übersehfehler mit der fehlenden fremdsprachenkompetenz unserer hohen herren zu tun? und die dieses schwächen sind ganz einfach vorhanden,

Strachebeere
01
16.8.2010, 14:28

Zu Bild 5:
Warum hat das Kroko nicht zugebissen?

Winston S.
00
11.10.2010, 01:12

Ich glaub, sowas will nicht einmal ein Krokodil fressen, wahrscheinlich mussten sie es betäuben, dass es sich überhaupt diesem widerlichen etwas annähert..

Arnold Hau
63
16.8.2010, 13:59
Veraltet, langweilig, abgelegen

Sicher, die Hofratswittwendichte ist beeindruckend, und die Grünflächen sind sehr schön. Aber sonst ist der Bezirk eher zum vergessen.

cyrus virus
17
16.8.2010, 15:03
Bobo-Klitschen gibts in Wien schon mehr als genug

Die Lebensqualität in Hietzing als Stadtteil einer Großstadt ist wahrscheinlich weltweit kaum zu überbieten. Und ganz ehrlich, wer den pseudo-urbanen Hippschick sucht, der ist in 10 Minuten mit der U4 am Naschmarkt.

Peter Hammer 06
10
16.8.2010, 15:38
Von Lainz in 10 Minuten am Naschmarkt? DAS ....

...schafft nicht einmal der Wunderwuzzi Wolfgang Sch.
Obwohl, wenn ichs mir richtig überlege, der hat uns ja auch eingeredet, man braucht vom Ballhausplatz bis nach Gugging eine schwache halbe Stunde.

ciao4zampe
 
11
19.8.2010, 00:40

der vorposter schrieb schon richtig
"wer den pseudo-urbanen Hippschick sucht, der ist
in 10 Minuten mit der U4 am Naschmarkt."

nirgendwo hatte er -lainz- vermerkt...

bsp. u-bahn linie u4
ab hietzing 5:08 kettenbrückengasse 5:17
somit 9min lt.fahrplan.

http://homepage.univie.ac.at/horst.pri... laene.html

Peter Hammer 06
20
19.8.2010, 15:24
LAINZ ist bekanntlich nicht HIETZING....

... stecken Sie sich den Link also..... an den Hut.

ego n
01
17.8.2010, 17:26
wer wenn nicht er ...

... brauchte am ballhausplatz einen tunnel!!!

eierbaer
00
17.8.2010, 16:05

10 Minuten vielleicht nicht, aber in 14 Minuten wäre ich vom Lainzer Platzl allemal am Naschmarkt (Linie 60 - U4). Aber was sollte ich dort, ausser mich von herumstehenden Touristen vom absurd überteuerten Einkauf abhalten zu lassen.

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