Russischer Bericht nährt Zweifel an Torpedo-These

9. August 2010, 17:01
  • Im derStandard.at-Archiv findet sich kein besseres Bild der beschädigten Schiffsschraube. Größere Fotos finden Sie hier.
    foto: reuters/us navy/handout

    Im derStandard.at-Archiv findet sich kein besseres Bild der beschädigten Schiffsschraube. Größere Fotos finden Sie hier.

  • Bei der Präsentation des wichtigesten Beweisstücks passierte den südkoreanischen Ermittlern ein peinlicher Fehler: die Torpedofragmente passen nicht zum Plan. Ein Büroangestellter hatte irrtümlich das falsche Dokument ausgedruckt, berichtet China Daily
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    foto: kim men-hee

    Bei der Präsentation des wichtigesten Beweisstücks passierte den südkoreanischen Ermittlern ein peinlicher Fehler: die Torpedofragmente passen nicht zum Plan. Ein Büroangestellter hatte irrtümlich das falsche Dokument ausgedruckt, berichtet China Daily

Gesunkenes Kriegsschiff: Von Seoul ernannte Kommission wollte Beweise für Nordkoreas Schuld gefunden haben

Der Bericht einer Expertenkommission der russischen Marine zum Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs "Cheonan" kommt in einigen Punkten zu gänzlich anderen Ergebnissen als das Abschlussdokument einer von Südkorea eingesetzten Expertengruppe.

Während die "gemeinsame zivil-militärische Untersuchungsgruppe" eindeutige Beweise für eine Beteiligung der nordkoreanischen Marine gefunden haben will, vermuten die Russen, dass das Schiff auf Grund gelaufen sei. Beim Versuch, trotz beschädigter Schiffsschrauben in tiefer Gewässer zu gelangen, habe die "Cheonan" dann wohl eine Seemine ausgelöst.

Als Beleg führen die Russen laut südkoreanischen Medien an, dass alle Schraubenblätter auf der rechten Seite des Schiffs schwer beschädigt seien und um die Achse Reste eines Fischernetzes gewickelt seien.

"Fliehkraft"

In einer Stellungnahme der südkoreanischen Regierung werden die Beschädigungen an der Schiffsschraube mit "Fliehkräften, die durch das plötzliche Stehenbleiben der Welle entstanden" erklärt.

Torpedo soll monatelang im Wasser gelegen sein

Außerdem zweifeln die russischen Experten an der Echtheit des wichtigsten Beweisstücks: die Oxidationsspuren auf den an der Unglücksstelle gefundenen Torpedoresten deuteten darauf hin, dass die Metallteile "länger als sechs Monate" im Salzwasser gelegen seien.

Die russischen Experten sind mittlerweile wieder in Moskau, wo sie die bei ihrer Südkorea-Reise gesammelten Proben auswerten. Der endgültige Untersuchungsbericht soll laut Vitali Churkin, Russlands Botschafter bei der UNO, unter Verschluss bleiben, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. (bed/derStandard.at, 9.8.2010)

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kleiner Schönheitsfehler

Der offizielle Bericht des südkoreanischen Verteidigungsministeriums ist gestern vorgestellt worden. Auch dort werden Trägheitskräfte für die Verformungen der Schiffsschraube verantwortlich gemacht. - Nur leider hätten diese die Blätter in die andere Richtung verbogen! (heckwärts, nicht bugwärts)

Die Verformungen kommen davon, daß die Schraubenblätter gegen was Festes (jedenfalls fester als Wasser) gedrückt haben und überansprucht wurden, nicht daduch, daß sie "ins Leere griffen".

LOL

"Fliehkräften, die durch das plötzliche Stehenbleiben der Welle entstanden"

das schlägt ja sogar die geschichte vom schmelzenden stahl an einem wunderschönen septembertag in 2001 oder dem 4 meter loch eines jumbos in der pentagon-mauer.

tuts euch beim lügen ein wenig bemühen ihr usa-versteher ...

mfg

Eine Boeing 757...

...ist kein Jumbo.

Ein bisschen mehr informieren kann nicht schaden.

War das nun Ihre Zustimmung, Widerlegung oder nur ein rein technischer Hinweis ?

"Russischer Bericht"...

...sagt eh schon alles.

aber geh, husch husch wieder in deinen Keller!

ich weiss wies war!!!
der deutsche torpedo stammt aus dem zweiten weltkrieg. der trieb im meer herum.
als das sk schiff es rammte explodierte er.
den rest kennen wir.
beweis: zu beginn wurde doch gemeldet, dass es sich um einen dutschen torpedo handelt!drei monate hat es gedauert bis sich die usa ihre story ausgeacht hat. den rest kennen wir ja!!!

was wirklich im russischen bericht steht:

es war nessie.

Der endgültige Untersuchungsbericht soll laut Vitali Churkin, Russlands Botschafter bei der UNO, unter Verschluss bleiben,

bravo, super .....

....sie haben es tatsächlich geschafft zwei zeilen des artikels abzuschreiben !
....oder war es doch nur copy & paste ?

es lebe die Waffenwerbung

so lange Waffen produziert werden muss es Kriege geben...

blöd ist nur...

... dass menschen sich auch ohne waffen gegenseitig den schädel einschlagen. man nehme steine, dreschflegel, sensen, messer,...

si vis pacem, para bellum

schädel einschlagen ist weit weniger vernichtend als bombardement.
(auf das hätten Sie echt selbst kommen können)

Ja eh... wir erinnern uns ja noch voller Bewunderung an die russische Kompetenz bei der Analyse der "Kursk"-Katastrophe!

Die Russen haben sich ihre "Inkompetenz" ja auch saftig von den Amerikanern zahlen lassen. Frei nach dem Motto, besser die Kursk ist schuld als ein LA-Boot ;-)

Tja, das ist die Crux mit den russophilen, antiamerikanischen Dummschwätzern: auf die Wahrheit reagieren sie mit infantilen Verschwörungstheorien!

you have made my day

Wieso verursacht plötzliches Stehenbleiben einer Welle Fliehkräfte? Ich hätte eher gedacht, dass das Weiterdrehen Fliehkräfte verursacht, die beim Stehenbleiben aufhören. Und während des Stehbleibens natürlich andere Trägheitskräfte, aber keine Fliehkraft.

@flonks

Das Zauberwort heisst "Traegheit der Masse".

*Sigh* Ich habe in meinem Post von Trägheitskräften gesprochen, nur nicht in die Richtung der Fliehkraft!

Nochmal lesen bitte ...

@flonks

Jetzt wird es kompliziert: Zentripetalkraft in Verbindung mit der Traegheit der Masse.

wie er schon sagte: nochmal lesen

ich fasse es nochamal zusammen. beim anfahren bzw. bremsen der welle wehren sich die welle mitsamt der blätter mit ihrem trägheitsmoment (trägheit einer drehbewegung). während des betriebs herrscht zentrifugalkraft (die zentripetalkraft is dasselbe nur in die andere richtung)

ps.: selbst wenn sie über eine thematik gut informiert sind, sollten sie von schmähungen abstand nehmen. sie allerdings scheinen darüber hinaus an einem hang zur selbstüberschätzung zu leiden.

Fliehkräfte

Folgender Vorschlag für einen Selbstversuch zum besseren Verständnis:

Nehmen Sie ein ca. 50cm langes Kupferdrahtstück, das gerade so dick ist, dass sie es zu einem geraden "Stab" biegen können. Nun nehmen sie ihren Stab an einem Ende und machen eine schwungvolle Bewegung damit, wobei sie mitten in der Bewegung stoppen.
Sie werden sehen, der Draht ist nicht mehr ein gerader Stab, sondern verbogen.
Das sind die Fliehkräft, die gemeint sind.

So eine "Fliehkraft" hat aber einen eigenen Namen: Die heißt Trägheitsmoment und hat mit Zentrifugalkräften wenig zu tun.

Nein, soblad sie stoppen wirt eben die trägheit auf die welle, die sich ja weiterdrehen will.

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