Vom Rüssel bis zum Schwänzchen: Schwein!

10. August 2010, 17:15
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    foto: 2010 "schwein“, umschau / florian bolk

    Mehr "Schweinebibel" denn Kochbuch.

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    foto: 2010 „schwein“, umschau / florian bolk

    Müller ist ein "Warmwurster", der seine Hausmacherwurst aus Teilen von Schwarte, Füßen und Zunge unmittelbar nach dem Schlachten zubereitet.

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    foto: 2010 „schwein“, umschau / florian bolk

    "Ellsässische Schlachterplatte" (D) vulgo "Bauernschmaus" (Ö).

Mehr als ein Kochbuch - Wolfgang Müller würdigt das Borstenvieh in all seiner Komplexität

Glücksschweinchen neben blutiger Schweinehälfte. Der Weg vom hübschen, intelligenten Schwein zum Stück Fleisch auf dem Teller ist für viele ein konfliktbeladener. Der Koch und Fleischhauer Wolfgang Müller lässt seinen LeserInnen keine Chance, die Lebensbedingungen der Schweine und den Prozess des Schlachtens mit dem Kauf eines blutleeren, vakuumierten Supermarkt-Schweinsfilets unter den Teppich zu kehren. "Wir erheben den Anspruch auf bedingungslose Ehrlichkeit". Was H-Block X-Frontmann Hening Wehland seinem guten Freund ins Vorwort von "Schwein" schreibt, wird auf 240 Seiten eingehalten.

Gefleckt, getupft, gestreift

Ungeschönt stellt der ehemalige Küchenchef im Kreuzberger "Horvath" das süße Glücksschweinderl neben das Schlachtprodukt Schwein, doch zuerst erschließen freundliche Farbtafeln das internationale Schweine-Universum: gefleckt, getupft, gestreift, wollig oder glatt präsentieren sich Angler Sattelschwein, Havelländer Apfelschwein, ungarisches Mangalitzaschwein, englisches Berkshire, amerikanisches Duroc, belgisches Pietrain oder italienisches Cinta Senese. Angaben zu Rasse, Charakter, Verwandtschaft, Verwendung in der Küche, Gewicht, Schlachtalter und Ferkel pro Wurf sind in übersichtliche Kästen gepackt. Die Physiologie des Schweins wird anhand von Abbildungen zerlegter Schweinehälften sowie von Kopf, Schulter, Bauch und Rücken, samt Beschreibungen der Funktionen und Verwendungstabellen jedes noch so kleinen Teils dargestellt.

Die Liebe zum Schwein

Die Liebe zum Schwein zieht sich durch Müllers Leben, deshalb ist "Schwein" eher als "Schweinebibel" denn als Kochbuch zu verstehen. Seit mehr als 20 Jahren zelebriert der Autor das Handwerk der feinen, vorwiegend deutschen Küche. Von zwei Dingen hat er sich im Lauf der Zeit verabschiedet: den "überzogenen Ansprüchen der Sterne-Küche" und vom "schlechten Spiel mit dem Quälfleisch". Von ersterem mag oder kann Müller dennoch nicht ganz lassen. In seinen Rezepten kombiniert er Schweinefleisch mit Kaviar, Weinbergschnecken, allerlei Früchten des Meeres oder essbaren Blüten. Schön und vermutlich auch gut. Dass jedoch Gänsestopfleber wiederholt Einzug in seine Kreationen findet und - Überraschung - der Mann mit dem Herz für das Rüsseltier dabei mit keinem Wort auf das mit diesem Produkt assoziierte Tierleid eingeht, widerspricht der Grundhaltung des Buches. Sind Schweine etwa die besseren Tiere?

Unter aller Sau

Für die Umsetzung der Rezepte muss es schon die "Qualität eines quietschfidelen Freilandschweins" sein, vermittelt der Herr über mehrere Apfelschweine seinen LeserInnen. Müller weiß, wovon er spricht: Als Fleischhauer prangert er Diskonter-Schweinsschulter um 1,99 Euro nicht nur wegen des schrumpfenden Volumens in der Pfanne an: "Weit über 95 Prozent aller Schweine in Deutschland leben unter aller Sau. Das Futter ist voll mit Arznei- und Wachstumsmitteln, Lebewesen werden ohne Respekt und Ehrfurcht gehalten, nur um des Profits willen." Allein beim deutschen Schlachtmarktführer Tönnies würden täglich 20.000 Schweine in Akkord geschlachtet und zerlegt. Die meisten davon stammen aus Massentierhaltung.

"Warmwurster"

Müller erhebt nicht den Anspruch, die Welt zu retten, er tut, was er kann. Seine Schweine laufen in der Natur herum und hören auf Namen wie "Sancho" oder "Pancho", "denn ein Leben ohne Namen, das ist wie im Knast", philosophiert der Koch, der seinen Schweinen selbst den Todesstoß gibt. Das geht ihm nach langjähriger Routine immer noch "ans Herz". Zwölf Stunden dauert das Schlachten, was sich auf 26 Seiten im Buch niederschlägt. Logisch, dass Müller das Schwein vom Rüssel bis zum Schwanz verwertet - auch Teile wie Hirn und Herz, die nicht zum offiziellen "Schlachtgewinn" zählen. Das Prinzip der Vollverwertung hebt er auf Spitzenküchenniveau. Was bei Hausschlachtungen üblicherweise in die Schlachtbrühe wandert, transformiert der Schweine-Experte in andere Köstlichkeiten: Müller ist ein "Warmwurster", der seine Hausmacherwurst aus Teilen von Schwarte, Füßen und Zunge unmittelbar nach dem Schlachten zubereitet. Der weich gekochte Kopf wird direkt aus dem Kessel von Knochen und Knorpeln befreit und faschiert, die Leber mit einem Berg Zwiebeln gekocht und ebenfalls durch den Wolf gedreht. Unter Beigabe weiterer Zwiebeln, Majoran, Salz und Gewürzen landet sie als Leberwurst in einer gründlich gereinigten Dünndarmhülle. Den Magen füllt Müller mit Fleisch, Petersilie, Karotten, Kartoffeln und Zwiebeln, den fetten "grünen" Rückenmarksspeck salzt er zu Lardo ein. Das Nierenfett dreht er durch die grobe Scheibe des Fleischwolfs und verarbeitet es mit Zwiebeln, Äpfeln, Majoran, Salz und Pfeffer zu Schmalz.

"Der Kochberuf ist Handwerk"

Müllers Rezepte im "Schwein"-Buch spiegeln zum überwiegenden Teil seine Distanz zum Begriff des Kochens als Kunst: "Der Kochberuf ist Handwerk. Der eigentliche Künstler ist die Natur. Ich sehe mich als jemand, der die Kunst der Natur durch sein Handwerk dem Gast näher bringt." Ein Handwerk, das Müller etwa in Form des siebentägigen Einbeizens von Schwein in Wacholder, Tannennadeln und Rosmarin bei anschließender Lagerung in Buchen- oder Birkenasche vermittelt. Oder in der grundlegenden Anleitung zur Nutzung von Naturdarm. Vieles vom Schwein findet in der zarten Hülle seine Vollendung: Leber, Sülze, Kopf, Blut oder Zunge.

Törtchen von Schweinsnasen

Belegte Brote können unwiderstehlich sein, sofern sie mit Boudin noir und Apfel, Schweinsfilet mit Trüffeln oder gepökelter Schweinszunge mit fritterten Kartoffeln versehen sind. Als Vorspeisen hat Müller Schweinskopfsülze, Terrine aus Schweinsbacken, Törtchen von Schweinsnasen oder einen Salat auf gebackenen Schweinsohren im Repertoire. Als Hauptgänge fährt er Hirnsouffle, glacierte Schweinsfüße auf Rettichgemüse oder Klassiker wie Schwäbische Maultaschen, Berliner Eisbein, Schweinepfeffer, Krustenbraten und Pfälzer Saumagen auf. Oder Spareribs "White Trash" - ein Rezept von Müllers kalifornischem Freund Wally Potts, das dieser in seiner gleichnamigen kulinarischen Pilgerstätte am Prenzlauer Berg zubereitet.

Vollverwertung als Zukunftsvision

Um an den größten Teil der schweinischen Zutaten aus Müllers Buch zu gelangen, bedarf es eines Fleischhauers des Vertrauens. Rüssel, Backen, Lunge & Co. zählen in unserer Esskultur schon lange nicht mehr zum Standardrepertoire der zu verkochenden Schweineteile und werden meist zu Futter für fleischfressende Haustiere verarbeitet. Müllers "Schwein" mag gegenwärtige Tendenzen zur Hausschlachtung und Vollverwertung dahingehend verstärken, dass auf die Tasse frischen Schweineblutes für die Sauce zum Schweinepfeffer in Zukunft nicht verzichtet werden muss. (Eva Tinsobin, derStandard.at, 10. August 2010)

Wolfgang Müller
Schwein. Das große Kochbuch
Umschau Buchverlag
240 Seiten
Texte: Peter Wagner
Fotos: Florian Bolk
Euro 41,10,- (A), 39, 90,- (D), 64,- (CH)

Kommentar posten
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minjong
40
26.8.2010, 07:49
Grausig!

Bitte entfernen Sie doch endlich dieses ekelerregende Rüssel-Foto.

GiordanoB
00
14.8.2010, 05:47

Am 17.1. feierte man früher bei uns das Antoniusfest, dem das Schwein geweiht war, so wie schon zuvor Demeter und Freya (die sogar den Ehrentitel Syr/ Sau trug), aber auch den Kelten waren Schweine heilig.
Und wie bereits in der Odyssee steht: "Das Fett bedeckte der Sauhirt mit dem blutigen Fleische, von allen Gliedern geschnitten dieses warf er ins Feuer, mit feinem Mehle bestreuet. Und sie schnitten das übrige klein, und steckten's an Spieße. Brieten's mit Vorsicht über der Glut, und zogen's herunter, legten dann alles zusammen auf Küchentische. Der Sauhirt stellte sich hin, es zu teilen; denn Billigkeit lag ihm am Herzen." Wohl nicht anders als in Hallstatt, wo laut Archäologen vor 3000 Jahren Speck für den Export produziert wurde.

GiordanoB
01
14.8.2010, 05:42
Sauerei...

Jamon Iberico aus der Eichelmast, Choinillo Asad (Spanferkel aus Kastilien), so weich, dass es traditionell nur mit einem Teller geteilt und nicht tranchiert wird, ungarische Kolbasz und Salami vom Mangalizaschwein bis zu Grammelpogatschen, in Italien vom gefüllten Zampone (Schweinsfuß) zu Neujahr bis zu Lardo, Prosciutto, Mortadella & Co.
In den USA Spare Rips, creolisches Gumbo oder Jambalaya mit Wurst oder der bekannte Virginia-Schinken mit Honigkruste. Balinesisches Spanferkel, chinesischer Jinhua-Schinken, japanisches Kurobuta (sauteuer!), frittierte Schweineschwarten in Mexiko, oder einfach traditionell ein gutes Schweinsbratl und ein Schmalzbrot.

andi401
31
11.8.2010, 22:57
Trinken Vegetarier eigentlich Milch?

Denn damit man Milch (Egal ob Kuh, Schaf oder Ziege) bekommt muss die Kuh ersteinmal ein Kalb bekommen. Da wir in unserer Welt aber richtige Milchvernichter sind gibts natürlich auch Kälber in Massen. Wo sollen wir die alle hinstecken? Nach Salzburg ins Gut Aiderbichl? Da wirds aber eng werden.
Also auch die heiligen Vegetarier töten Tiere!

Charlie Brown
21
12.8.2010, 00:11

Vegetarier sein ist auch nur ein erster Schritt ;) Es gibt gute Alternativen zu Milch.

Poldi Fesch
04
12.8.2010, 15:09
ja,

Bier

mad as hell
05
11.8.2010, 15:09
Vollverwertung als Zukunftsvision

Wenn ich mir die "Huhn/Putenbrust-Fraktion" ansehe, bezweifle ich, dass sich das durchsetzen wird. Auch bei vielen Rind/Schweinefleisch-Essern, die ich kenne, herrscht in Anbetracht unkonventionell gewordener Tierteile und Innereien ein neurotischer Ekel vor.

Neulich verarbeitete und kochte ich erstmals Schweineherzen (im Speckmantel und mit Kräuter/Pfeffer-Sauce) und wenig später auch Zungen (in Rotweinsauce) - war für mich selbst auch die erste Genusserfahrung damit und bei beiden war das Fleisch wirklich wunderbar mager und zart. Kann ich nur empfehlen, Zubereitung ist einfach, am Stück serviert siehts toll aus und es ist billig, da die Teile kaum einer haben will.

gigngogn
 
00
11.8.2010, 19:59
Nachdem ihre Email nicht funktioniert

Könnten sie so nett sein und mir ihr Rezept für die Schweineherzen im Speckmantel zukommen lassen?

Vielen Dank im Voraus :)
GignGogn

Priscillah
00
11.8.2010, 13:21
schön...

...dass herr müller keine schweine aus massentierhaltung verwendet!

Death 'n' Roll
00
11.8.2010, 13:01
Ausgezeichnet Frau Tinsobin,

Sie haben es geschafft mir den Mund wässrig zu schreiben. Toller Artikel, sehr gepflegte Ausdrucksweise.

Goldegg
21
11.8.2010, 11:39
...

Das war ja klar, kaum geht es um Schweine kommen auch die ersten "in islamischen Länder dies - bei den Mooslems jenes" Im Judemtum ist es ebenso strengstens untersagt Schweinefleisch zu konsumieren. Da herrschen sogar viel strengere Essensvorschriften. Aber warum muss man bei jedem Thema immer mit Religionen und Spekulationen "Was werden wohl die sagen" anfangen?

Thomas Eugene
13
11.8.2010, 13:18

Wegen 3 humoristischen Postings so einen Aufstand zu machen ist auch nicht ohne, aber symptomatisch für gute Menschen wie Sie.
Europa hat lange genug unter religiöse Fundamentalisten gelitten, deswegen ist dieses Thema wichtig und Heute aktueller als je zuvor.
Und ein bisschen Humor schadet Ihnen auch nicht.

tomatensaft
 
50
11.8.2010, 13:58
Lustig halt nur...

...daß solche humoristischen Postings sich in den meisten Fällen nur auf eine einzige Religion beziehen! Einerseits religiöse Fanatiker anpragern, dann aber selektiv nur zB den Islam rauspicken! Erinnern Sie sich was los war: Wenn ein Mohammed mit Schweinskopf dargestellt wird, der irgendeine Frau besteigt fand man das "lustig"... eine andere Religion fand es obszön einen mariuhanarauchenden Jesus darzustellen, und dieselben Humoristen, die sich über Islam, oder weiß der Teufel was lustig machen, haben unzählige Gründe gefunden, weshalb das mit dem Jesus was gaaaanz anderes ist! :-)

a grünes stricherl
 
00
16.8.2010, 15:21
95% der religiösen witze gehen aufs konto der katholiken.

grob geschätzt.

die restlichen paar die dann teils auch tatsächlich mal den islam treffen sind aus einem konkreten grund selten.

wers laut ausspricht oder gar veröffentlicht wird mit einer axt besucht ...

sehns es doch andersrum. es gibt viele ideologien .. und religionen sind nichts anderes .. die kritisiert werden und die schultern zucken.

aber es gibt genau eine die wie ein gekränktes kanickel losheult wenn jemand nur den hauch eines miniwitzerls macht (und nein dass ist nicht das judentum .. denn das kann besser über sich selbst lachen als wohl alle anderen zusammen)

Etchno
02
11.8.2010, 16:30

Wenn Mohammed wie von Ihnen beschrieben dargestellt werden würde, dann gäbe es einen Aufschrei in der islamischen Welt und Europa, Todesdrohungen von Extremisten, demonstrierende Mobs, die Todesopfer fordern und vor allem viele brennende Flaggen... Das hat man zumindest bei den Mohammed-Karikaturen und beim Teddy namens Mohammed mitverfolgen können.
Wenn jemand einen Joint-rauchenden Jesus obzön findet, ist das seine Sache, ich finds lustig ; )

Thomas Eugene
02
11.8.2010, 16:24

Geh, als würde die Kirche nicht oft genug den Kopf hinhalten müssen. Nur da brennen nicht gleich ein paar Botschaften mit ab und deswegen macht es mehr Spaß sich über die zurzeit gefährlichste Religion lustig zu machen.

scubaman
02
11.8.2010, 09:43
"Schweinebibel"

sicher ein Bestseller bei den Taliban :)

Der Große von Gegenüber
25
11.8.2010, 06:25

Passende Geschichte zum heutigen Beginn des Ramadan ...

charltonathleticfc
51
11.8.2010, 15:26

Was hat der Ramadan mit dieser Geschichte zu tun?

Pyotr Alexeyevich
189
10.8.2010, 22:59
"Die Liebe zum Schwein zieht sich durch Müllers Leben"

Unfassbar. Hannibal Lecter, der Menschenfreund.

"Wolfgang Müller würdigt das Borstenvieh in all seiner Komplexität." Dann bringt er's um, das komplexe Borstenvieh, und verfüttert's an seine gstopften Freunde vom Prenzlauer Berg.

Lies was gscheits: http://vgt.at/projekte/schweine

Robert Schein
00
14.9.2010, 12:41

hr. müller würdigt sein borstenvieh nicht, bevor er es schlachtet, sondern indem er es nach der schlachtung vollständig verwertet. und natürlich, indem er es vor der schlachtung ein saugutes leben führen läßt

alles im buch nachzulesen...

Poldi Fesch
00
12.8.2010, 15:14
ich glaube nicht,

dasz diese Schweine gemeint sind

Karin Stadler2
51
11.8.2010, 13:37
Ich ess' auch kein Schwein, das bring ich nicht ueber mich

Und wenn ich an die gierigen "Schweindln" denke, die sich ueber die Schlachtplatten, je groesser, desto besser hermachen, graust es mir ausserordentlich.

Ist viel interessanter am eigenen Koerper zu erfahren, wie wenig der Koerper braucht und trotzdem/oder gerade deshalb? gesund und leistungsfaehig ist

Poldi Fesch
00
12.8.2010, 15:16
wenn ich ihr post

so lese, solltens mehr essen. Ihr Koerper bekommt nicht genug

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