Britische Regierung rüffelt Banken

9. August 2010, 13:51
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Nach Aufforderung des Finanzministers soll Arbeitsgruppe Hindernisse für Kreditfluss ausmachen

London - Werden nun genug Kredite vergeben oder nicht? Diese Frage bewegt auch Großbritannien. Die britische Regierung dürfte jedenfalls der Meinung sein, dass diesbezüglich nicht "alles fließt" und ermahnt die Großbanken des Landes, mehr zur Ankurbelung der Kreditvergabe zu tun. Nun soll eine Taskforce die Sache vorantreiben. Die Chefs von sechs Großbanken werden eine Arbeitsgruppe bilden, erklärte der Branchenverband BBA am Montag.

In einem Brief der Banken an Finanzminister George Osborne geben sich die Institute überzeugt, mit der Regierung hinsichtlich des anzustrebenden Ergebnisses übereinzustimmen. Die Branche sei von der Notwendigkeit überzeugt, dass überlebensfähige Firmen genug Geld erhalten müssten, um die Erholung der britischen Wirtschaft zu unterstützen, heißt es in dem Schriftstück.

Die Arbeitsgruppe soll nun die Hindernisse für den Kreditfluss identifizieren und Lösungsvorschläge machen - unter anderem will sie den Verbriefungsmarkt unter die Lupe nehmen. Osborne hatte die Branche vergangene Woche dazu aufgefordert, ihre hohen Gewinne aus dem ersten Halbjahr für Firmenkredite zu nutzen, anstatt hohe Boni zu zahlen. (Regina Bruckner, derStandard.at, 9.8.2010)

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    Der Kreditfluss stockt - die Regierung hält Ausschau nach einer Lösung für das Problem.

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