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Es ist nicht besonders schlau, das abgeschraubte Pedal beim Rad zu lassen.
Dies, sagte H. und ließ sein Handy herumgehen, sei also der letzte Schrei: Dass Radbesitzer nun allem Anschein nach daran gingen, ihre Böcke nach dem Absitzen nicht bloß händisch (Schnellspanner-Sattel- oder -Vorderrad ausbauen), sondern per Werkzeug zu filetieren, sei aber auch traurig. Und bezeichnend für unsere Zeit. Soviel Gesellschafts-Larmoyanz, sagte H., dürfe sein.
Das Handy mit dem Foto des von der Kurbel abgeschraubten und ins Fahrradschloss gehängten Pedals wurde bestaunt. Er habe, erzählte H., dieses Bild vor einem Wiener Szenebeisl gemacht. Und seither auch anderswo genauer hingeschaut.
Nun glaube er so etwas wie einen Mikrotrend zu erkennen: Um das eigene Rad Dieben weniger attraktiv erscheinen zu lassen, dürfte es tatsächlich Menschen geben, die sich nach dem Einparken an den Pedalen zu schaffen machen. Nicht ganz blöd.
Was H. aber nicht oder nur schwer versteht, ist die weiterführende Taktik, die Wiener Pedal-Selbstabschrauber verfolgen: So rasch ein Fahrradpedal abgeschraubt ist, so rasch ist es auch wieder dran.
Ein paar rasche Drehungen in die richtige "falsche" Schraubrichtung, danach ein kleiner Ruck mit 17er-Schlüssel oder fettem Inbus. Das dauert keine halbe Minute - und niemand käme auf die Idee, jemanden, der an einem Fahrrad etwas anschraubt, für einen Dieb zu halten.
So schlau die Idee der Immobilisierung per Entpedalisierung auf den ersten Blick auch wirkt, so unschlau ist es, das Pedal dann beim Rad zu lassen - erst recht, wenn Rad und Pedal mit einem jener Billigsdorfer-Zahlenschlösser "abgesperrt" sind, die jeder Volksschüler mit dem Nagelzwicker in einer Minute knacken kann. (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/06.08.2010)
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das problem nicht selbst montierter räder - keine gefetteten gewinde - ich hab vor jahren spezielle beilagscheiben gekauft die zwischen pedalen und kurbeln montiert werden - die stahlachsen der pedale können sich so niemals in die kurbeln fressen. das fetten verhindert dass beim demontieren das alugewinde der kurbel im pedal bleibt - hab ich leider auch schon erlebt.
Ein litauisches Gericht hat einen durch mehrere Autodiebstähle entnervten Autobesitzer verurteilt, weil er in seinem geparkten und ordnungsgemäss abgesperrten Auto am Fahrersitz einen präparierten Schonbezug mit zahlreichen Spitzen mit Widerhaken anbrachte. Der solcherart am Aussteigen gehinderte auf frischer Tat ertappte Dieb wurde zu einer geringeren Haftstrafe verurteilt als der Autobesitzer!!!
In meiner Kindheit hatte ich die Gelegenheit, in den Niederlande zu leben: Und dort gab es immer bewachte "Fitse- Stallinge", also bewachte Gitterkobel, wo man um ein "Quatje" (25c) das Fahrrad bewacht einen Tag lassen konnte. So was fällt den Wiener Behörden nicht in tausend jahren ein. Ich würde liebend gerne mit dem Fahrrad in der Stadt untrewegs sein, aber nach dem dritten Fahrradklau,..lass ich's lieber...
Einfach ein gutes Schloss kaufen, dann wird das Rad auch nicht gestohlen. Meine Räder sind vom Neupreis her alle im 4-stelligen Bereich und ich stelle sie immer (auch in der Nacht) in der Stadt auf der Strasse ab. Gestohlen ist mir noch ie etwas worden. Das Schloss hat halt 80 EUR gekostet - das war aber eine Einmalinvestition die sich seit inzwischen 6 Jahren rentiert.
... jemand der auf die grandiose Idee kommt ein abgeschraubtes und ans Fahrradschloß gehängtes Fahrradpedal als Diebstahlschutz zu nutzen, wird es nicht schaffen das linke Pedal aus der Kurbel zu lösen, weil es nämlich ein Linksgewinde hat, damit es sich beim Treten nicht von selbst aus der Kurbel schraubt ! Dabei wäre ein abgeschraubtes linkes Pedal wahrscheinlich der bessere Diebstahlschutz, weil ein möglicher Dieb eventl. überfordert ist, ein Pedal mit Linksgewinde anzuschrauben, obwohl.........
mir wäre da ja viel zu viel Arbeit, jedesmal die Pedale abzuschrauben.
zur Diebstahl Prävention verwende ich lieber ein Billigsdorfer Spiralschloss und ein Billigsdorfer Fahrrad und bis jetzt ist mir noch kein Rad 'abhanden' gekommen.
und das werkzeugH (das ist doch deren Radständer am Foto) als SzeneBEISL zu bezeichnen finde ich merkwürdig.
wenn man das Schloss seines eigenen Rades nicht auf bringt - mir beim Innsbrucker Hauptbahnhof passiert. Als ich an meinem Schloss herumfingerte war plötzlich ein Polizist bei mir und wollte meinen Ausweis sehen. Ich hatte keinen bei mir, da fragte er mich wo ich wohne. Ich nannte ihm den Wohnort und seine nächste Frage war wer dort Bürgermeister ist. Auf meine richtige Antwort glaubte er mir dass es sich um mein eigenes Fahrrad handelte.
sorry, lieber onlinestandard, jemand, der augenscheinlich nur im Sommer und auch da nur alle zwei Wochen in der Freizeit mit dem Rad unterwegs ist, eignet sich trotz pro Fahrrad Einstellung nicht für eine Fahrradkolumne.
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