Fünf NATO-Soldaten getötet

8. August 2010, 08:48
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Bei drei Bombenexplosionen im Süden des Landes - Fünf weitere Tote in Nordafghanistan

Kabul - Im umkämpften Süden Afghanistans sind fünf Soldaten der NATO-Truppe ISAF getötet worden. Wie die NATO am Sonntag mitteilte, starben die Soldaten bei drei unterschiedlichen Explosionen von Sprengkörpern, die von den radikalislamischen Taliban-Rebellen regelmäßig gegen die ausländischen Truppen eingesetzt werden. Angaben zur Nationalität der Getöteten machte die NATO nicht.

Laut dem dänischen Militär starben zwei seiner Soldaten bei einer Patrouille in der südlichen Provinz Helmand, als ihr gepanzertes Fahrzeug auf eine Bombe am Straßenrand fuhr. Drei weitere Soldaten wurden den Angaben zufolge durch die Explosion verletzt, davon zwei schwer.

Milizkommandant und Leibwächter in Nordafghanistan erschossen

Auch in Nordafghanistan haben Mutmaßliche Aufständische  erneut einen regierungsfreundlichen Milizenchef getötet. Vier Leibwächter des Kommandanten seien bei dem Angriff im Distrikt Imam Sahib in der Provinz Kunduz ebenfalls erschossen worden, sagte Distriktgouverneur Mohammad Ajub Hakiar am Sonntag. Erst vor wenigen Tagen war der Kommandant einer anderen regierungsfreundlichen Miliz in Kunduz-Stadt bei einem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen.

Die Provinzregierung in Kunduz setzt im Kampf gegen die Taliban verstärkt auf Milizen, was als riskant gilt, da diese kaum unter der Kontrolle der Behörden stehen. In Imam Sahib operieren vor allem US-Soldaten gemeinsam mit der afghanischen Polizei.

Im Distrikt Chanabad in Kunduz nahm die Polizei nach eigenen Angaben drei tadschikische und einen afghanischen Extremisten fest. Sie würden verdächtigt, bei einem Angriff auf eine Polizeipatrouille zwei Polizisten getötet zu haben, sagte der Vizepolizeichef der Provinz. Die Festgenommenen gehörten zur usbekischen Terrorgruppe Tahir Yuldash, die Verbindungen zu Al-Kaida pflege und in Nordafghanistan gemeinsam mit den Taliban operiert.

In diesem Jahr sind bereits mehr als 400 ausländische Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen. Mit mehr als 100 Toten war der Juni der verlustreichste Monat seit Beginn des internationalen Engagements vor mehr als acht Jahren. Helmand und die gleichfalls im Süden liegende Provinz Kandahar sind Hochburgen der Taliban. Dort sind 30.000 der insgesamt 150.000 ausländischen Soldaten in Afghanistan stationiert. (APA/AFP)

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